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Studie: Online-Shopping ist immer noch Ländersache

24.06.2008 Pech gehabt, Amazon: Das Internet ist global, außer im E-Commerce. Eine EU-Studie zeigt, dass Online-Shopper am liebsten in Shops einkaufen, die aus ihrem Heimatland kommen. iBusiness hat sich umgehört, wie Shopbetreiber dennoch im Ausland erfolgreich sein können.

 (Bild: Trusted Shops GmbH)
Bild: Trusted Shops GmbH
Obwohl der Anteil der Online-Verkäufe am gesamten Einzelhandelsumsatz in Europäischen Union   im Vergleich zum Vorjahr von 27 auf 33 Prozent ansteigt, ist E-Commerce immer noch eine nationale Angelegenheit. Gerade einmal 13 Prozent der europäischen Online-Shopper kaufen auch in Shops aus dem benachbarten Ausland ein. Im europäischen Durchschnitt liegt der Anteil der Online-Käufe im Heimatland bei rund 56 Prozent. Das ergab eine Studie der EU-Verbraucher-Kommission.

Dies liege, so Meglena Kuneva , Vorsitzende der Verbraucher-Komission, unter anderem am mangelnden Vertrauen der Konsumenten in ausländische Anbieter. Fast vier von zehn (37 Prozent) der Befragten vertrauen lieber nationalen Anbietern. Trotzdem sagen 57 Prozent, dass sie ähnlich viel Vertrauen in Käufe bei anderen EU-Anbietern haben. Diese Zahl stieg im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozentpunkte.

Gerade die großen deutschen Multichannel-Händler sehen das jedoch nicht als Problem an. Denn logistisch ist E-Commerce bei ihnen schon lange grenzüberschreitend. "Der gesamte osteuropäische Markt wird von unserem Zentrallager in Leipzig bedient", erklärt Quelle-Unternehmenssprecher   Manfred Gawlas gegenüber iBusiness. Allerdings sei in manchen Märkten, selbst beim Online-Handel, eine Niederlassung vor Ort notwendig, um auf die länderspezifischen Herausforderungen reagieren zu können.

Christian Treinies , Sprecher von Neckermann.de  , verweist vor allem auf kulturelle Unterschiede innerhalb der EU. "Schon aus Katalog-Zeiten wissen wir, dass es je nach Land unterschiedliche Geschmäcker bei den Kunden gibt. Dies zeigt sich vor allem in den Mode-Sortimenten", erklärt er im Gespräch mit iBusiness. Ein zentraler Online-Shop in den europäischen Kernsprachen, sei natürlich technisch kein Problem, könne aber im Vergleich zum Länder-Shop nur unzureichend die nationalen Vorlieben der Kunden in Europa bedienen.
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