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Wie man das Marketing-Potenzial von Corporate Blogs richtig nutzt
30.04.2008 Corporate Blogs gehören mittlerweile zu den bekanntesten Weblog-Typen und eigenen sich somit für Unternehmen als Marketing-Instrument, hat eine aktuelle Studie herausgefunden. Und die Erfolgsaussichten sind gut.
Der Studie zufolge liegt der Anteil der Männer unter den Corporate-Blog-Besuchern bei 70 Prozent. Das sind 10 Prozentpunkte mehr als unter den durchschnittlichen Weblog-Nutzern. Corporate Blog-Nutzer findet man vor allem in Altersgruppen ab 30 Jahre. Weiterhin weist diese Nutzergruppe ein hohes Bildungsniveau auf: Der Anteil der Abiturienten ist mit rund 60 Prozent. 20 Prozent der Corporate Blog-Besucher verfügen über einen Universitätsabschluss.
Gefragt nach ihrer Meinung zu Corporate Blogs, äußern sich die Weblog-Besucher positiv. So geben 30 Prozent an, dass Unternehmens-Blogs dazu beitragen können, den Dialog mit dem Kunden zu verbessern. Jeder fünfte Besucher von Weblogs findet, dass Corporate Blogs einen Blick hinter die Kulissen der Unternehmen ermöglichen.
Allerdings schlagen die Internet-Nutzer auch kritische Töne an: Elf Prozent betrachten den Informationsgehalt von Corporate Blogs grundsätzlich als nicht relevant, 21 Prozent der Weblog-Besucher sind der Meinung, dass die Bedeutung solcher Blogs überbewertet wird. Markus Hoevener , Geschäftsführer Bloofusion rät er Unternehmen Corporate Blogs als "Verlängerung der Marketingabteilung" zu benutzen. Falsch hingegen sei es, so Hoevener, Blogs "nur als Online-Werbemittel zu mißbrauchen". Es sei wichtig dem Nutzer spannende und kontroverse Inhalte zu präsentieren, also beispielsweise "Einblick in Entscheidungen zu geben oder eventuell auch mal zu kommunizieren, wenn etwas schief gelaufen ist".
Dies sieht auch Bernhard Müller Geschäftsführer der PR-Agentur Conosco . Nur Pressemitteilungen zu veröffentlichen, mache keinen Sinn. "Es geht um authentische Informationen", so Müller. Zudem sei wichtig, "das ein persönliches Gesicht, wie der Geschäftsführer oder Marketing-Leiter, des Unternehmens rüberkommt". Wenn man Glaubwürdigkeit schaffen will, dürfe der Blog dürfe nicht anonym sein.
Luise Jahn von der Agentur jam & chips - die Blogmacher erklärt ebenfalls, dass ein Corporate Blog in jedem Fall "über die herkömmlichen Marketing- und PR-Maßnahmen hinausgehen muss." Um mehr Internetnutzer auf einen Corporate Blog aufmerksam zu machen, rät sie, direkt von der Firmenhomepage auf den Unternehmensblog zu verlinken. Zudem können Unternehmen in Pressemitteilungen auf den Blog verweisen oder Kunden in Zeitschriften darauf aufmerksam machen. Eine weitere Option sind gezielte Marketing-Kampagnen. Zur "Verlinkung mit anderen relevanten Blogs", rät zudem Markus Hövener. Auch Müller erklärt, dass man sich aktiv an der Blogsphäre beteiligen muss. Sprich in "anderen Blogs mitdiskutieren, Beiträge schreiben und so die Aufmerksamkeit erwecken". Das koste zwar viel Zeit, sei aber schlicht notwendig.
