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Wie Vente Priveé seinen Bestellprozess optimiert und damit Kosten senkt
23.03.2009 E-Commerce-Experten werten die zum Teil sehr langen Lieferzeiten in Shopping-Clubs als strategischen Nachteil gegenüber herkömmlichen Onlineshops. Vente Priveé hat nun einen Weg gefunden, diesen Nachteil in einen Vorteil für seine Kunden zu verwandeln.
Solange bei VP eine Aktion läuft, können Nutzer bereits abgeschickte und bezahlte Bestellungen beliebig oft öffnen und weitere Produkte hinzufügen. "Bei Shopping-Clubs werden Bestellungen sowieso erst nach Ende einer Aktion bearbeitet. Es spricht also nichts dagegen, den Kunden für die Dauer der Aktion den Warenkorb offen zu lassen, um weitere Artikel hinzuzufügen", lobt E-Commerce-Bloggerin Silke Berz das neue Feature. Da die meisten Shopping-Clubs den Nutzer vor allem über den niedrigen Preis ansprechen, ist die Bereitschaft der Käufer gleich mehrmals Artikel aus einer Aktion zu bestellen, tendenziell höher als in einem klassischen Onlineshop. Allerdings zahlten die VP-Nutzer für jede Bestellung immer wieder separate Versandkosten. Durch das neue Feature fallen jetzt die Versandkosten nur noch einmal an.
Die Vorteile für VP liegen auf der Hand. Der Kunde wird animiert seinen durchschnittlichen Wert im Warenkorb zu erhöhen. Gleichzeitig reduzieren sich beim Shopping-Club aber auch die Prozesskosten für Versand und Fulfillment. So reduzieren sich beispielsweise die Kosten für Versandkartonagen und Füllmaterial, das Kommissionieren und Verpacken der bestellten Artikel geht schneller und kostet somit weniger Geld, da der Mitarbeiter in derselben Zeit mehr Pakete als bisher abarbeiten kann. Einpöstige Sendungen, also Bestellungen mit nur einem Artikel, haben im Durchschnitt 30 bis 50 Prozent höhere variable Prozesskosten pro Warenstück (Order Line), als mehrpöstige Sendungen, erklärt Arne Pierau , Geschäftsführender Gesellschafter der auf Logistik spezialisierten Unternehmensberatung Pierau Planung .
Die Nachbestell-Funktion hat VP auf Wunsch seiner Kunden entwickelt und dem System hinzugefügt. Der Shopping-Club nutzt also aktiv Crowdsourcing-Strategien, um seinen Shop zu optimieren. "Nur aufgrund zahlreicher Mitgliederanfragen wurde diese Funktion erst in Erwägung gezogen und letztendlich auf unserer Website integriert", zitiert Berz aus dem Vente-Priveé-Blog. Am häufigsten wünschen sich die Nutzer des Shopping-Clubs derzeit genauere Angaben zu den Größen (Größentabellen mit Maßangaben), kleinere Pakete beziehungsweise das Zusammenfassen mehrerer Bestellungen und aktionsübergreifendes Bestellen. "Label-Park ist übrigens der einzige Shop, der es schafft, bei zwei parallel laufenden Aktionen einen übergreifenden Warenkorb anzubieten", weiß Berz.
