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Wieviel Umsatz in Deutschland mit Shopping-Clubs gemacht wird
28.01.2009 So langsam aber sicher trauen sich auch die Deutschen Shopping-Clubs mit ihren Umsätzen an das Licht der Öffentlichkeit. Experten haben einmal nachgerechnet, wie viel Geld mit Shopping-Clubs mittlerweile in Deutschland verdient wird. Die Schätzung zeigt, dass in diesem Marktsegment auch für kleine Shops noch eine Menge Luft nach oben ist.
Gemeinsam kommen die drei Marktführer auf einen Gesamtumsatz von rund 65 Millionen Euro in Deutschland. Die sicherste Zahl kommuniziert Brands4Friends. Laut Unternehmensangaben habe der Club 2008 rund 25 Millionen Euro umgesetzt. Ebenfalls mit einen Umsatz in Höhe von 25 Millionen Euro rechnet Vente-Privée Gründer Jacques Antoine Granjon gegenüber dem Branchendienst Internet World Business in einem Interview für die Printausgabe. Für den Dritten im Bunde geht Boersma von einem Umsatz in Höhe von 15 Millionen Euro aus. Grundlage dieser Schätzung ist der zum ersten Halbjahr 2008 von E-Commerce-Experte Jochen Krisch veröffentlichte Umsatz von 12 Millionen Euro.
Die Shopping-Club-Branche, so schätzt Boersma, hat im Jahr 2008 rund 100 Millionen Euro Umsatz gemacht. Insgesamt gibt es laut einer Zusammenstellung des Branchendienstes Exclusified 14 Shopping-Clubs in Deutschland, die "teilweise deutlich kleiner sind", glaubt Boersma.
Der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (BVH) konnte diese Zahl allerdings nicht bestätigen. Zur Zeit fließen die Umsätze aus dem gesamten Social-Commerce-Bereich noch komplett in die E-Commerce-Umsätze der Verbandsprognosen ein, erklärt Verbandssprecher Oliver Claas im Gespräch mit iBusiness. Nichts desto trotz sei das Thema Shopping-Clubs, Live-Shopping und Event-Shopping in den Arbeitskreisen des Verbandes ein aktuell diskutiertes Thema. Laut der aktuellen Branchenstudie des BVH Versandhandel in Deutschland 2008 werden rund 13,4 Milliarden Euro im Distanzhandel über das Internet erwirtschaftet. Da in dieser Studie lediglich der Konsumentenbereich betrachtet worden ist, liegt dieser Wert sicherlich noch wesentlich höher, wenn man die Businessversender mit hineinrechnet.
Trotz des vergleichsweise kleinen Umsatzanteils der Shopping-Clubs glaubt Boersma, dass sich hier die Umsätze in den nächsten Jahren noch weiter nach oben bewegen werden. Dies entspricht auch der allgemeinen Branchenstimmung im Distanzhandel. iBusiness berichtete, dass die großen Katalogversender ihre Zukunft vor allem im E-Commerce sehen. Wie iBusiness in seiner aktuellen Trendvorschau für das Jahr 2009 prognostiziert hat, werden webzwonullige ECommerce-Strategien wie Social Commerce, Life-Shopping, Event-Shopping oder Shopping-Clubs ein zusätzliches Standardelement in vielen deutschen Onlineshops werden. "Das Thema Private Shopping hat für die Otto Group strategische Relevanz", heißt es beispielsweise beim Otto-Versand .
