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Intranet 2.0: Wie man die drei wichtigsten Ziele künftig messen kann
25.10.2010 Wie erfolgreich ist ein Social Intranet in einer Unternehmensumgebung von Enterprise 2.0? In Zukunft werden gut definierte Ziele als Leitfaden und Prüfstein dienen, an dem sich jede fachliche, technische und organisatorische Entscheidung im Rahmen einer Intranet-Entwicklung messen lässt.
In Zukunft können die IT- und Social-Media-Entscheider deutlich anspruchsvollere Ziele an eine Intranet-Infrastruktur stellen. Sie müssen es allerdings auch tun.
Ziel 1: Effektive Informationsverteilung
Informationsverteilung ist die klassische Aufgabe von Intranets. Relevante Informationen aus dem Unternehmen und seiner Umwelt sollen möglichst aktuell erstellt, verteilt und konsumiert werden. Intranet 2.0 kann und will in diesem Bereich zu einer völlig neuen Qualität in der Informationsverteilung kommen.Teilziele
- Stärkere dezentrale Redaktion von Inhalten und dadurch mehr, aktuellere und für den einzelnen Mitarbeiter relevantere (z.B. lokale oder bereichsspezifische) Inhalte
- Etablierung von redaktionell beherrschbaren Feedbackkanälen zur Förderung eines Dialoges zwischen Mitarbeitern und Management
- Erweiterte Möglichkeiten der Nutzung multimedialer Mittel
- Einfache rollen- und interessenbasierte Filter-, Such- und Benachrichtigungsmechanismen für die Nutzer des Intranets, um möglichst einfach auf die individuell relevanten Informationen und Nachrichten aufmerksam zu werden und Informationsüberlastung zu vermeiden
- Stärkere Einbindung von internationalen Standorten
- Authentischere und persönlichere Ansprache durch das Management
- Stärkere Vernetzung von Informationen, um Zusammenhänge aufzuzeigen
Beispiele für neue Funktionen
- Personalisierbare Startseite: Zielgenaue individuelle Informationen, verringerte Informationsbelastung der Nutzer, Flexibilität bei der Anbindung weitere organisatorischer Einheiten z.B. Tochtergesellschaften
- Gruppenräume: Sehr gut geeignet für dezentralere Informationen, mit offeneren Redaktionsrechten. Informationen aus verschiedenen Gruppenräumen können dann individuell auf der personalisierbaren Startseite zusammengezogen werden
- Front-End Editing: Auch eine Erfindung des Web 2.0 - Inhalte einfach direkt auf der betreffenden Seite editieren - ohne Redakteursschulung und lange Einarbeitung
- Kommentare: mehr Akzeptanz durch Dialogmöglichkeit
- Bildergalerie: Manche Bilder sagen mehr als tausend Worte
- Videos einfach einbinden: Komplexe Zusammenhänge lassen sich oft durch Videos einfacher erklären, authentischer als Text - z.B. bei Management-Kommunikation
- Mobiler Zugriff: Gerade Management und z.B. Außendienst sollten auf wichtige Inhalte auch mobil zugreifen können
Organisatorisch: Dezentrale Redakteure müssen gefördert, aber zentral betreut werden. Im Zielzustand sind alle Mitarbeiter dezentrale Redakteure. Übergreifende Redakteure stellen die Aktualität und Korrektheit zentraler unternehmenskritischer Inhalte sicher, sind aber auch Anlaufstelle für dezentrale Redakteure. Wichtig ist eine funktionierende Balance zwischen nutzergenerierten Inhalten und zentral erstellten und kontrollierten Inhalten.
Mögliche Messkriterien
- Zugriffe auf das Intranet
- Durchschnittliche Verweildauer
- Anzahl der eigestellten Artikel / Dokumente / Kommentare
- Anzahl und Anteil der Autoren und derjenigen, die sich aktiv beteiligen (Kommentare etc.)
- Beteiligung von Standorten (Anteil der Standorte an den obigen Kriterien)
- Mitarbeiterumfrage (Wie gut fühlen Sie sich informiert? Wie gut fühlen Sie sich in Entscheidungen einbezogen?)
