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Prognose 2030: KI wird über die Hälfte aller Gewinne entscheiden

14.02.2018 Vom persönlichen Assistenten im Smartphone bis hin zu komplexen Analyseverfahren in der Industrie - Künstliche Intelligenz berührt nahezu jeden Aspekt unseres Lebens. Und es fängt gerade erst an: KI hat das Potenzial, Märkte fundamental zu verändern und bereits etablierte Geschäftsmodelle zu verdrängen. So soll aufgrund Künstlicher Intelligenz das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) bis 2030 um 14 Prozent höher ausfallen.

 (Bild: Pixabay / CC0)
Bild: Pixabay / CC0
Dies entspricht einem Plus von 15,7 Billionen US Dollar - mehr als dem derzeitigen BIP von China und Indien zusammen. Die höchsten Zuwächse aus KI wird es in China (26 Prozent BIP-Wachstum bis 2030) und Nordamerika (14,5 Prozent Wachstum) geben - insgesamt 10,7 Billionen USD, also fast 70 Prozent der weltweiten wirtschaftlichen Auswirkungen. Das prognostiziert das Beratungsunternehmen PWC   in seiner aktuellen Studie. Auch Europa profitiert: Hier wird bis 2030 ein Wachstum von neun bis 12 Prozent erwartet. In Entwicklungsländern wird KI aufgrund des zu erwartenden geringen Einsatzes der neuen Technologie zu einer niedrigeren Wachstumsrate von unter 6 Prozent führen.

Die PwC Studienergebnisse erwarten bis 2030, dass die wachsende Arbeitsproduktivität die Hälfte aller wirtschaftlichen Gewinne aus KI liefern wird. Diese Entwicklung wird vor allem durch automatisierte Prozesse, den Einsatz von Robotik sowie die Erweiterung vorhandener Arbeitskräfte durch KI-Technologien getrieben. Weitere neun Billionen USD werden aus Produktverbesserungen und Verschiebungen bei Verbrauchernachfrage und -verhalten zum BIP hinzukommen. Laut den Studienautoren gibt es keine Branche, die sich dem Einfluss von Künstlicher Intelligenz entziehen kann. Die Auswirkungen auf die Produktivität allein könnten den Wettbewerb umwälzen, ja sogar schädigen.

AI Impact Index: Größtes Potenzial in Gesundheitswesen, Finanzbranche und Einzelhandel

Die Studie umfasst auch den PwC AI Impact Index, der in acht Branchen jeweils drei Geschäftsfelder mit dem größten Potenzial für Künstliche Intelligenz identifiziert. Dazu gehören z.B. bildgestützte Diagnostik, bedarfsgerechte Produktion und autonome Verkehrsregelung. Gesamt gesehen werden die größten Branchengewinne im Gesundheitswesen, bei Finanzdienstleistungen und im Einzelhandel zu finden sein. Branchen und Bereiche, die am stärksten durch KI profitieren (gereiht nach dem größten Potenzial):
  • Gesundheitswesen: datenbasierte Diagnoseunterstützung; Erkennung von Pandemien; Bilddiagnostik (Radiologie, Pathologie)
  • Finanzdienstleistungen: personalisierte Finanzplanung; Betrugserkennung und Geldwäschebekämpfung; Transaktionsautomatisierung
  • Einzelhandel: personalisierte Gestaltung und Produktion; Sammeln von Kundenerfahrungen; Bestands- und Liefermanagement
  • Automobilindustrie: autonome Fuhrparks für Fahrgemeinschaften; intelligente Autos/Fahrerassistenz; vorausschauende und autonome Instandhaltung
  • Transport und Logistik: autonome Beförderung und Lieferung: Verkehrsregelung und Stauvermeidung; verbesserte Sicherheit
  • Technologie, Kommunikation und Unterhaltung: Medienarchivierung und -suche; Inhaltserstellung; personalisierte(s) Marketing und Werbung
  • Energie: Intelligente Verbrauchsmessung; effizienterer Netzbetrieb und Speicherung; intelligente Infrastrukturwartung
  • Fertigung: verstärkte Überwachung und automatische Korrektur; Lieferketten- und Produktionsoptimierung; bedarfsgerechte Fertigung
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