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Totschlag-Argument (10): "Mit 3D-Druckern wird sich bald jeder eine Waffe ausdrucken können"
14.02.2014 3D-Druck dient den Terroristen.
"3D-Drucker versetzen jeden Menschen in die Lage, sich eine Waffe auszudrucken."
Was die Totschläger wirklich meinen:
"Die Selbstauslöschung der Menschheit ist nur eine Frage der Zeit - spätestens wenn es bei Mediamarkt den ersten 3D-Drucker-Sale gibt, sind wir erledigt."
Wahr am Argument ist:
3D-Drucker sind in der Lage Waffen herzustellen, darunter auch präzise schießende Modelle aus Metall und Kunststoff. Letztere wären rein theoretisch für Metalldetektoren am Flughafen unsichtbar. Auch die entsprechenden Pläne zum Ausdruck - die Software gewissermaßen - kursieren online. Zudem sinken die Preise für 3D-Drucker rapide, die Hardware wird daher mit hoher Wahrscheinlichkeit bald Mainstream sein.
Falsch daran ist:
Nichts. Theoretisch kann bald jeder sich eine Waffe ausdrucken und Mitmenschen abknallen. Und wer nicht das Geld für einen 3D-Drucker hat, dem leiht es bestimmt eine ahnungslose Bank oder Freunde.
Der Punkt ist: Fast niemand will sich eine Waffe ausdrucken und Mitmenschen erschießen. Und die gewalttätige Minderheit verschafft sich die dafür benötigten Utensilien schon seit langen Jahren auch ohne die Existenz von 3D-Druckern. Diese Minderheit geht dazu entweder in ein Waffengeschäft und erwirbt sie legal (zum Beispiel in den USA), beschafft sie sich auf illegalen Wegen oder nutzt freiverkäufliche Substitute für Schusswaffen für ihr mörderisches Handwerk (Äxte, Messer, Knüppel, Abflussreiniger).
Bei einem Streifzug durch Super- und Baumarkt lassen sich sämtliche für einen Sprengsatz nötigen Inhaltsstoffe freiverkäuflich erwerben - das wird ihnen ein Chemiker versichern. Und auch die dafür nötigen Anleitungen werden sie entweder online oder vom Bekannten eines Bekannten eines Bekannten erhalten.
Auch die Terroristen, die die Flugzeuge als zweckentfremdete Sprengsätze ins World Trade Center steuerten, hatten das Fliegen nicht online gelernt. Das taten sie im Real Life auf Flugschulen. Auch besitzen viele Menschen mit Keramikmessern für Metalldetektoren unsichtbare Waffen, die es zwar auch, aber nicht nur online gibt. Übrigens: Laut der Studie des Bundeskriminalamts werden die meisten Menschen in Deutschland mit Waffen getötet, die ganz legal gekauft worden sind. Offline. Im Ladengeschäft. Ganz ohne 3D-Druck.
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