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Studie ermittelt Typologie von Web-2.0-Nutzern
01.02.2007 Produzenten, spezifisch Interessierte oder Kommunikatoren, Unterhaltungssucher? Selbstdarsteller, Netzwerker, Profilierte oder Infosucher? Mit diesen Begriffen werden acht Nutzertypen von Web-2.0-Anwendungen in einer aktuellen Studie unterschieden.
Gefragt wurde nach den Interessen, die die Nutzer bei den Besuchen verfolgen, nach dem Wunsch, eigene Beiträge anzubieten und nach den Bedürfnissen an Inhalte und Formen der Kommunikation im Netz. Die Motive der Nutzung waren ausschlaggebend für eine Kategorisierung in acht - sich an den Rändern überschneidenden - Nutzertypen: Produzenten (ca. sechs Prozent der Befragten), Selbstdarsteller (ca. vier Prozent), Spezifisch Interessierte (ca. 17 Prozent), Netzwerker (12 Prozent), Profilierte (ca. sieben Prozent), Kommunikatoren (ca. 34 Prozent), Infosucher (ca. 31 Prozent) und Unterhaltungssucher (ca. 34 Prozent).
Es fällt auf, dass die Gruppe der speziell an einzelnen Themen Interessierten, das sind Nutzer, die die Partizipationsmöglichkeiten des Web 2.0 im Kontext eines ganz bestimmten Interesses oder Hobbys nutzen, mit 17 Prozent einen verhältnismäßig großen Teil ausmacht. Die Gruppe der 'Selbstdarsteller' dagegen, denen es in erster Linie um die Darstellung der eigenen Person geht, ist mit nur rund vier Prozent vertreten. 34 Prozent gehören zur großen Gruppe der 'Kommunikatoren', die Web-2.0-Anwendungen vorrangig als Inhalte für die eigene Kommunikation verwenden und weniger aktiv selbst gestaltend nutzen.
Methode und Untersuchungsdesign
Das Studiendesign umfasst drei aufeinander aufbauende Module. Zur Absicherung der Untersuchungsfragen und zur Generierung von Hintergrundinformationen wurden zunächst Experteninterviews mit so genannten A-Bloggern und Podcastern realisiert. Darauf aufbauend wurden Gruppendiskussionen mit insgesamt 72 Teilnehmern geführt, regelmäßigen Nutzern des Internets, die zu gelegentlichen bis regelmäßigen Web-2.0-Nutzern gehören. Basis für die Quantifizierung der Untersuchungsergebnisse war eine für die Web-2.0-Nutzer repräsentative Onlinebefragung mit 501 Personen.
