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Studie: So ticken Online-Nutzer und Shopper weltweit
13.11.2014 Auch wenn sich die Präferenzen bei Onlineshopping und -Marketing in verschiedenen Teilen der Welt unterscheiden, haben haben die globalen Online-Shopper vier Motivationsfaktoren für die Onlinenutzung gemeinsam: Kontakt zu anderen Personen, Meinungsaustausch, Wissen und Komfort.
- Kontakt zu anderen Personen: 73 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass die Pflege von Kontakten ihre wichtigste Motivation für die Internetnutzung ist. Dieser Faktor ist besonders wichtig in Indien (94 Prozent), Nigeria (89 Prozent) und China (88 Prozent). 46 Prozent der Befragten gaben an, dass sie den größten Teil ihrer Online-Zeit in sozialen Netzwerken verbringen. Besonders stark ist die Nutzung in Brasilien, Nigeria, Indien und Russland. In den USA, Deutschland und Japan haben soziale Netzwerke eine geringere Bedeutung für die Internetnutzung.
- Wissen entscheidet: 95 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass der Drang, neue Dinge zu lernen, ein wichtiger Motivationsfaktor für die Internetnutzung ist.
- Meinungsaustausch mit anderen: Dies ist besonders in Schwellenländern und anderen Regionen von Bedeutung, wo die Möglichkeiten im Offline-Alltag eher begrenzt sind. In China, Nigeria und Indien erklärten über 85 Prozent, dass die Möglichkeit, ihre Meinung zu sagen, ein wichtiger Grund für die Internetnutzung ist.
- Komfort: Die Prioritäten hierbei sind sehr unterschiedlich. Während für einige die Unterhaltung im Vordergrund steht, legen andere mehr Wert auf Online-Bestellungen und Lieferservice.
Wie die Internetnutzung das Konsumverhalten der Menschen beeinflusst:
Bannerwerbung: Die Studie hat gezeigt, dass in reiferen Märkten nur wenige Verbraucher auf Bannerwerbung oder Popup-Anzeigen reagieren. Nur 7 Prozent der Befragten in den USA klicken auf Banner oder andere Anzeigen. In Südafrika, Brasilien, Indien, China und Nigeria dagegen sind die Menschen offen für Online-Werbung und informieren sich über die Angebote. 93 Prozent der Befragten in Nigeria gaben an, dass sie zumindest gelegentlich Banner und Anzeigen anklicken. In Indien waren es 84 Prozent, in China 83 Prozent.Werbung in sozialen Medien: Zwei Drittel bis drei Viertel der Online-Konsumenten in den USA, Großbritannien, Deutschland und Japan erklärten, dass sie soziale Medien kaum oder gar nicht bei der Kaufentscheidung berücksichtigen. In China, Indien, Südafrika, Brasilien und Nigeria hingegen nutzen die Konsumenten verstärkt das Feedback sozialer Medien für ihre Einkäufe. Und sogar nahezu 95 Prozent der chinesischen Verbraucher gaben an, dass sie gelegentlich oder regelmäßig Inhalte sozialer Netzwerke für die Bewertung von Produkten, Serviceleistungen oder Marken heranziehen.
Crosschannel: Ladengeschäfte blieben auch weiterhin die Basis des Einzelhandels in den meisten Kategorien. 90 Prozent der Verkäufe würden über die Geschäfte abgewickelt, erklärt Mirko Warschun, Partner bei A.T. Kearney. "Zudem entfallen 50 Prozent der Online-Verkäufe auf Shopping-Sites, welche von Anbietern betrieben werden, die auch Ladengeschäfte unterhalten." Und selbst, wenn online gekauft wird, so ist die Wahrscheinlichkeit groß (67 Prozent), das man sich vorher in einem Ladengeschäft informiert. Er fügt hinzu: "Erfolgreiche Einzelhändler wissen, dass jeder Kontakt mit dem Kunden das eigene Image verbessern kann, und entwickeln Multichannel-Strategien, die einerseits die Kundenzufriedenheit und andererseits die eigene Rentabilität steigern."

