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Spiegel Online will im Markt lokaler Nachrichten mitmischen
09.07.2007 Spiegel Online überlegt Medienberichten zufolge künftig mit lokalen Inhalten ein Umfeld für regionale Werbung zu schaffen. nachgedacht wird offenbar auch über eine Zusammenarbeit mit Medienpartnern vor Ort. iBusiness hat sich bei den potentiellen Konkurrenten von 'Spiegel Regional' umgehört, was sie von dem Einstieg des Dickschiffs in ihren Kernmarkt halten.
Obwohl immer mehr regionale Zeitungen derzeit in den Markt drängen, " gilt es den lokalen Markt gerade zu entwickeln", erklärt Andreas Küenle , Geschäftsführer des Vermarkters Netpoint Media . Lokale Tageszeitungen hätten gegenüber Spiegel Online noch immer den direkten Vorteil ein lokales Printmedium parallel zu den eigenen Online-Auftritten haben. "Und das ist federführend."
Küenle weiss auch, dass es kein einfacher Markt ist, denn "bei lokalen Handelspartner fehlt es derzeit an Struktur und Know How im Online-Bereich." Bei einer Print-Anzeige wissen die Lokalen und Regionalen genau was zu tun ist, bei Online-Werbung weniger. Küenle ist der Meinung, dass es gut ist wenn großen Player in diesen Markt drängen, "auch um dort den Wettbewerb zu fördern und voranzutreiben."
"Für uns wäre dann Spiegel Online ein neuer Konkurrent" erklärt hingegen Thomas Matthes von Vermarkter Orangemedia . Für Spiegel Online sei der lokale Markt mit Sicherheit attraktiv, denn so können sie neue Werbekunden vor Ort einbinden. Der Vorteil von lokaler Nachrichten und lokalbezogener Werbung ist, auf diese Seiten nur Leute zu locken die einen Bezug dazu haben. "Damit ist die Sicherheit bei ortsbezogener Werbung höher, auch die richtige Zielgruppe zu erreichen. Allerdings sind bei den lokalen Werbetreibenden die Budgets kleiner. Da müssen Automatisierungen her".
Erst vor wenigen Tagen hat Spiegel Online mit seiner Allianz mit dem Musikanbieter Last.fm den deutschen Radio-Werbemarkt angegriffen, der ebenfalls stark regional geprägt ist.
