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Die Trends 2023: Metaverse, Fediverse und kalte Heizungen
12.12.2022 Während im Internet neue unerforschte Welten von Meta- bis Fediversum locken, schlottert man im Real Life vor kalten Heizungen. Vielleicht ist das DIE Chance für die alternativen Realitäten!
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Das heißt, die Branche muss das vorherrschende Konsumklima (das einzige Klima, das etwas Erwärmung vertragen könnte) verbessern, Nutzerinnen und Nutzern die Freude am E-Commerce erhalten, auch wenn hier eine gewisse Konsolidierung in 2023 unvermeidlich erscheint, wie iBusiness in einem seiner Jahrestrends prognostiziert. Eine wichtige Rolle, um gegenzusteuern, werden Strategien zur Steigerung der Resilienz spielen - und vor allem eine verstärkte Bindung der BestandskundInnen. Für die wiederum benötigen Marken die Hoheit über die eigenen Daten, auf denen aktuell meist einer oder mehrere der großen Webgiganten hocken. Der Aufbau von Erlebnis- und Einkaufswelten im E-Commerce, den die US-Web-Konzerne so meisterhaft beherrschen, wird daher immer mehr zur Tugend, die auch deutsche Marken dringend kopieren müssen - denn die Amazons und Facebooks dieser Welt sind volatil und als Geschäftspartner zu sehr auf Eigeninteresse bedacht, um als verlässlich durchzugehen. Emanzipation ist und bleibt wichtig.
Zumal es den großen US-Firmen auch nicht immer gut geht: Facebook hat sich zu Meta gewandelt und ist All-In gegangen in seinem Kurs Richtung Metaversum, das immerhin das wohl größte Buzzword unserer Tage geworden ist, aber bislang nicht wirklich auf den Unternehmenserfolg einzahlt. Doch selbst neun versenkte Milliarden in der VR-Abteilung der Firma und 11.000 entlassene Meta-Angestellte werden nichts daran ändern, dass die obskure neue VR-Welt des Metaversums auch 2023 die Köpfe in den Unternehmen beschäftigen wird: Muss man da jetzt hin? Und für wie viel Budget?
Generell wird es 2023 massiv darum gehen, wie man Budgets - vor allem im Marketing - allokiert. Spannungsfelder tun sich auf: Da steht der Bedarf, in Werbung zu investieren, um auf sich aufmerksam zu machen, der Notwendigkeit gegenüber, möglichst viel Geld für den Cashflow im Unternehmen zu belassen. Ein anderer Konflikt besteht darin, dem Wunsch der Kundinnen und Kunden nach kostenintensiver Nachhaltigkeit zu gehorchen - und das ausgerechnet nun, während die Krise zeitgleich die Renaissance des niedrigsten Preises als einziges Entscheidungskriterium eingeläutet hat. Shops geht es wie den Bio-Bauern, die kostenaufwendig ihre Produktion umgestellt haben und nun zwischen den Bio-Rindern stehend den KundInnen zusehen müssen, wie die zurück an die Billigfleisch-Kühltruhen strömen.
Zu den Strategien, um sich in diesem Umfeld vom Wettbewerb abzuheben, werden 2023 Conversational Marketing oder die User Experience als Alleinstellungsmerkmal gehören. Der Hunger der Marken nach Content wird dabei weiter steigen, während sich Agenturen fragen, woher die Inhalte kommen sollen - immerhin taucht in Tools mit Künstlicher Intelligenz ein spannender neuer Helfer auf. Langweilig wird es nicht - und wenn doch, kann man ja mal kurz auf Twitter vorbeischauen und gucken, ob vielleicht doch alle schon im Fediverse sind.
