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Wie man EMail-Marketing und Google Plus verknüpft

02.02.2012 Der führende US-Markt zeigt, wo beim Google-Plus-Marketing in Zukunft die Reise hingeht. Wie Onlinemarketing-Entscheider künftig EMail-Marketing mit Googles sozialem Netzwerk verknüpfen, um die mittlerweile 90 Millionen Nutzer auf Google Plus zu erreichen.

 (Bild: Microsoft)
Bild: Microsoft
 (Bild: souldestine@cox.net)
Bild: souldestine@cox.net
Nicht zuletzt aufgrund der im englischsprachigen Raum bereits verfügbaren Funktionen von Search, plus your world   ist Google Plus für viele Marketer ein immer spannender werdendes Thema - dies gilt auch für den EMail-Kanal.

Für Unternehmen gibt es spätestens seit dem Start der Unternehmensprofile   im November 2011 inzwischen gute Gründe, auf Google Plus aufzutreten:

  • Weiterer aussichtsreicher und direkter Kundenkontaktpunkt
  • Segmentierung der Follower in Circles - also die Unterscheidung zwischen frei definierbaren Nutzergruppen wie Kunden, Interessenten oder Geschäftspartner
  • Unmittelbare Effekte auf die Suchmaschinenoptimierung
  • Hervorhebung der eigenen Seiten in der Google Suche
  • Mund-zu-Mund-Werbung

Google Plus präsentiert sich als Alternative zu Facebook   - dem weltweit erfolgreichsten sozialen Netzwerk der vergangenen Jahre. Während Google Plus aktuell über mehr als 90 Millionen Nutzer verfügt, dürfte Facebook von momentan 800 Mio. bis August auf voraussichtlich eine Milliarde Nutzer wachsen (Futurebiz  ). Brancheninsider   gehen davon aus, dass bis Ende 2012 rund 290 Millionen Mitglieder Google Plus nutzen. Zugleich wird Google Plus nach eigenen Angaben   von 60 Prozent der Nutzer täglich bzw. von 80 Prozent der Nutzer einmal in der Woche aufgesucht.

Auch der EMail-Marketer ist gut beraten, sich mit Google Plus zu beschäftigen. Neben der dynamischen Nutzer-Entwicklung bietet Google Plus in der Kommunikation neue, interessante Möglichkeiten - und fügt kontinuierlich weitere Funktionen hinzu. Inzwischen erhält jeder Nutzer, der sich für Google Mail anmeldet, automatisch auch sein eigenes Google-Plus-Konto  .

Google-Plus-Seiten
Informationen zu den Unterschieden zwischen Google Plus für Unternehmen und Privatpersonen finden sich auf Google.com  . Unternehmen können für ihre Marken und Angebote kostenfreie Profile einrichten. Die Nutzer interagieren anschließend mit diesen Seiten, wobei es am Marketer liegt, virale Effekte regelmäßig anzustoßen. Eigene Google-Plus-Seiten lassen sich hier einrichten  .

Der FC Barcelona ist seit dem Launch von Google+ für Unternehmen dabei (Bild: Optivo)
Bild: Optivo
Der FC Barcelona ist seit dem Launch von Google+ für Unternehmen dabei



Google Plus aus Sicht des EMail-Marketers


Google Plus als eigenständige Plattform definieren
Die EMail-Marketer von Optivo    empfehlen, auf Google Plus ein Profil zumindest versuchsweise anzulegen und damit erste Erfahrungen zu sammeln. Sofern bereits ein Facebook-Auftritt regelmäßig gepflegt wird, dürfte dieser "Sprung" nicht allzu schwer fallen. Allerdings besteht noch keine Schnittstelle, um Content zwischen Facebook und Google Plus auszutauschen. Inhalte aus Facebook müssen Sie also zwangsläufig manuell in Google Plus einpflegen. Zugleich sollte Google Plus als eigene Plattform betrachtett und entsprechend mit maßgeschneidertem Content bestückt werden.

Seit dem Launch hat sich Google Plus besonders unter internetaffinen Zielgruppen, Online-Professionals und im Agentur- und B2B-Umfeld etabliert. Zudem können sich Nutzer seit November mit Unternehmen, Marken und Produkten verbinden. Die Verknüpfung ist für jeden Nutzer denkbar einfach: Durch den Klick auf den so genannten +1-Button oder durch das Hinzufügen zu den eigenen Kreisen des Nutzers.

EMail-Inhalte per +1-Button zur viralen Verbreitung anbieten
Wie in anderen sozialen Netzwerken ist es auch auf Google Plus möglich, persönliche Empfehlungen durch eine Share-Funktion zu verbreiten. Interessante Inhalte kann der Nutzer mit dem +1-Button per Mausklick im eigenen Profil posten und dadurch mit den gewünschten Kreisen teilen. Der +1-Button lässt sich allerdings aktuell nur mit etwas Aufwand in E-Mails integrieren, um zusätzliche Reichweite durch die virale Verbreitung zu erzielen.

Der +1-Button basiert momentan ausschließlich auf JavaScript  . Da JavaScript-Code in einer EMail-Umgebung nicht funktioniert und auch keine HTTP-GET-Requests unterstützt werden, sind die Möglichkeiten für eine Share-Funktion mit Google Plus leider noch eingeschränkt. Für die Einbindung des 1+-Buttons in E-Mails eignet sich eventuell das von Orange Marketing (Ali Mostofian) präsentierte Code-Snippet  :
<a href="http://m.google.com/app/plus/x/?v=compose&content=TITLE - URL" target="_blank"<>img src="custom button URL" width="custom" height="custom" alt="Auf Google Plus teilen"<>/a<

Allerdings nimmt der EMail-Marketer durch diese Art der Verknüpfung folgenden Umweg in Kauf: Mit einem Klick auf den 1+-Button wird der Nutzer auf Google Mobile weitergeleitet, wo dieser dann den Newsletter auf Google Plus teilen kann.

Für das Sharing auf Google Plus kann in das EMail-HTML auch folgender Code eingegeben werden:
https://plusone.google.com/_/+1/confirm?hl=de&url=http://www.zu-teilende-URL.com
Auch diese Lösung ist allerdings mit Abstrichen verbunden. Der Nutzer muss für sein Sharing zunächst in dem Google-Plus-Dialog "Kommentar einfügen" klicken, was sich unter Umständen nicht jedem Nutzer intuitiv erschließt.

+1-Button für persönliche Weiterempfehlungen auf Google+ (Bild: Optivo)
Bild: Optivo
+1-Button für persönliche Weiterempfehlungen auf Google+



In puncto Content können Marketer sich an den Erfahrungen mit der so genannten SWYN-Funktion ("Share with your Network") aus anderen Netzwerken orientieren. Wie auf Facebook & Co. werden auch auf Google Plus vorrangig interessante, humorvolle Informationen und besonders attraktive Angebote weiterempfohlen. Viral verbreitet werden meist Sonderangebote und Schnäppchen bzw. Informationen, die einen klar sichtbaren Mehrwert aufweisen. Im Vergleich zu Facebook hängen solche Empfehlungen auf Google Plus stärker von dem aktiven Teilen durch den Nutzer ab. Der Marketer ist deshalb gut beraten, mehr denn je auf relevante Inhalte zu setzen.

Im Zuge der Integration von Google Mail und Google Plus erlangen auch Bilder, die E-Mails angehängt werden, mehr Bedeutung: Denn solche Attachments werden dem Google-Mail-Nutzer im Webinterface gezielt zum Teilen angeboten. Mit etwas Glück verbreiten sich interessant gestaltete Werbeflyer damit aus dem EMail-Posteingang heraus viral in der Zielgruppe auf Google Plus.

Bessere Zustellbarkeit bei Google Mail


Zwischen Ihnen und dem Google-Plus-Nutzer entsteht eine direkte Verbindung, sobald dieser Ihrer Google-Plus-Seite folgt oder durch den +1-Button seine Wertschätzung für Sie und Ihre Informationen ausdrückt. Diese Verbindung manifestiert sich auch in dem automatischen Eintrag in das persönliche Adressbuch des Nutzers bei Google Mail (Eintrag im Bereich "Kreise"). Sofern Sie als Marketer in Ihrem Google-Plus-Profil unter "Intro" / "Kontaktinformationen" die EMail-Adresse angeben, die Sie für den Newsletterversand nutzen, wird diese auch direkt in dem Adressbuch der Nutzer angezeigt.

Aus Sicht des EMail-Marketers sind hierbei zwei Aspekte interessant. Zum einen erhöht der Eintrag in das Adressbuch des Nutzers vermutlich die Wahrscheinlichkeit einer EMail-Zustellung an die Adresse bei Google Mail. Bislang haben auch treue Abonnenten Versender werblicher E-Mails eher selten in das persönliche Adressbuch aufgenommen, um einer versehentlichen Filterung erwünschter Informationen vorzubeugen. Zum anderen können Sie als Marketer durch die Hinterlegung Ihres Logos (oder von Bildern) persönlicher und besonders vertrauenswürdig kommunizieren - und profitieren darüber hinaus von einer besseren Sichtbarkeit in der Inbox der Nutzer. Das Bild eines persönlichen Kontaktes zeigt Google Mail in der Dialogansicht einer E-Mail. Durchaus denkbar, dass dies mittelfristig auch den Weg in die Posteingangsübersicht findet. Die grafische Kennung müssen Sie lediglich in Ihrem Google-Plus-Profil hinterlegen.

Newsletter-Anmeldungen via Google Plus generieren


Jede Google-Plus-Seite kann auch mit einem Hinweis zur Newsletter-Anmeldung versehen werden. Allerdings steht hierfür keine dezidierte Lösung wie mit iFrame auf Facebook zur Verfügung. Aktuell ist nur die Verlinkung auf Ihre Newsletter-Anmeldung möglich. Jeder Mitarbeiter, der über Administratorenrechte verfügt, kann diese Verlinkung einfach und schnell unter "Profil" / "Info" / "Intro" eingeben.

Aus Google+ heraus auf die Newsletter-Anmeldung verlinken (Bild: Optivo)
Bild: Optivo
Aus Google+ heraus auf die Newsletter-Anmeldung verlinken



E-Mails mit Google +1 versenden
Das Circle-Konzept bietet eine zielgruppenorientierte Kommunikation. Gezielt veröffentlichte Inhalte lassen sich sowohl mit den unterschiedlichen Kreisen teilen als auch an externe EMail-Adressen senden. Sie können also auch E-Mails aus Google Plus heraus versenden (Funktion "Teilen nur per E-Mail"). Damit können Sie bei Bedarf bestimmte Kreise gezielt mit Informationen und Angeboten versorgen. Bei Facebook ist eine solche feingliedrige Kommunikation hingegen nicht ohne weiteres möglich, da Posts und Statusmeldungen für alle Fans sichtbar sind.

Informationen mit bestimmten Kreisen teilen oder aus Google+ heraus versenden (Bild: Optivo)
Bild: Optivo
Informationen mit bestimmten Kreisen teilen oder aus Google+ heraus versenden




Google-Plus-Nutzer per Newsletter gewinnen
Um Ihren Google-Plus-Auftritt zu entwickeln, sollten Sie auch per E-Mail regelmäßig darüber informieren. Empfehlenswert sind prominent platzierte Banner oder eine vergleichbare werbliche Kennung. Besonders positiv: Je mehr Nutzer Sie dadurch für Ihren Auftritt gewinnen, desto größer wird Ihre Sichtbarkeit in den Suchergebnissen von Google. Zugleich gilt folgende Faustregel: Je häufiger der +1-Button durch die Nutzer geklickt wird, desto besser für Ihr Suchmaschinenmarketing.

Ihre Google-Plus-Seiten können Sie weiter aufwerten, indem Sie per Newsletter die Diskussion mit Ihren bereits bestehenden Followern anstoßen. Wie auf Facebook sollten Sie versuchen, kontinuierlich neue Kommentare und Meinungen zu erzeugen und zum Austausch zu animieren.

Unter Umständen empfiehlt sich auch, Ihre Verteiler speziell nach EMail-Adressen mit der Domain von Google Mail zu segmentieren und solche Empfängergruppen gezielt auf Ihre Google-Plus-Präsenzen anzusprechen.

Kurzum: Google Plus bietet bereits jetzt zahlreiche Möglichkeiten, um Ihren Maßnahmen zusätzliche Reichweite zu geben. Die optimale Verzahnung mit E-Mail verspricht höhere Zustellquoten, mehr Abonnenten, einen persönlicheren Dialog und größere Reichweiten für die Werbebotschaften. Oberstes Ziel eines jedes EMail-Marketers sollte es hierbei sein, mit den eigenen Google-Plus-Seiten in die Kreise der Nutzer zu gelangen - und diese persönlich und authentisch zu informieren.


Rene Kulka, Optivo (Bild: Optivo)
Bild: Optivo
Rene Kulka, Optivo

iBusiness-Autor Rene Kulka ist EMail-Marketing-Consultant bei der Optivo GmbH    in Berlin.

Thema: Wie man EMail-Marketing und Google Plus verknüpft

Kommentar von Susan Rönisch

Vorbei kommt man an Google Plus nicht

Anfang November hat Google sein soziales Netzwerk für Unternehmen geöffnet und Google-Plus-Pages eingeführt, die explizit für Unternehmen und Marken gedacht sind. Für Google-Plus-Fans ist das Netzwerk der neue Stern am Social-Media-Himmel. Dies gilt auch für das Marketing und explizit für den EMail-Kanal.

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Susan Rönisch (Hightext)
Bild: Hightext
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Von: Andreas Schwarz ,  Günthart & Co KG
Am: 02.02.2012

Zu: Wie man EMail-Marketing und Google Plus verknüpft

Unglaublich,
als Erfolgsseite wird der FC Barcelona gezeigt.
Das dieser Massiv Fans auf den Sozialen Plattformen kauft interessiert niemanden.

Andreas
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