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Digitalagenturen unter Druck: Wo der Umsatz herkommt und Zukunftsfragen im Jahr 2025
25.06.2025 Es war ein turbulentes Geschäftsjahr für die deutschen Digitalagenturen: Während wenige Großagenturen ihren Vorsprung ausbauen, kämpfen viele mittelgroße und kleine Agenturen mit sinkenden Umsätzen und schwierigen Marktbedingungen. Das Internetagentur-Ranking 2025 liefert sowohl konkrete Zahlen, als auch Einblicke in die wichtigsten Umsatzquellen, Auftraggeberstrukturen und Zukunftserwartungen der Branche.
Die Daten zum Internetagentur-Ranking 2025 zeigen, dass die erwirtschafteten Honorarumsätze in den einzelnen Geschäftsfeldern allesamt unter denen des Vorjahres liegen. Am stärksten verliert der Bereich "Onlinemarketing": Hier liegen die generierten Umsätze 14 Prozent unter dem Vorjahr. Auch das Geschäftsfeld "E-Commerce" hat Federn gelassen: Hier sind die Umsätze der Top-20-Agenturen um 12,1 Prozent eingebrochen. Bereits im Vorjahr lagen die Umsätze mit gut 15 Prozent unter 2023.
Trotz weniger Umsatz ist der Bereich Onlinemarketing (Digitale Werbung/ Kommunikation) der wichtigste Umsatztreiber im Agenturmarkt. 27 Prozent der Umsätze der deutschen Top-Digitalagenturen stammen aus diesem Geschäftsbereich. Damit bleibt dieser Sektor der wichtigste Revenue-Stream für Interaktiv-Dienstleister. Weitere 24 Prozent des Branchenumsatzes spülen Projekte aus dem Bereich Plattformen in die Kassen der Dienstleister. Gefolgt von Umsätzen aus ECommerce-Projekten, die einen Umsatzanteil von 22 Prozent am Branchenumsatz halten. Ein Umsatzanteil von 21 Prozent entfällt auf den Bereich Business-Transformation und Strategie am Gesamtumsatz.
Nach Tätigkeitsbereichen betrachtet, zeigen sich kaum Veränderungen zu den Vorjahren: Über ein Drittel (36 Prozent) des Branchenumsatzes erwirtschaften die deutschen Full-Service-Internetagenturen mit technischen Projekten. 13,4 Prozent Umsatzanteil entfallen auf den Bereich Beratung/Strategie. Weitere 12,1 Prozent der gesamten Branchenerlöse stammen aus dem Sektor Account-/ Projektmanagement. 10,2 Prozent der Einnahmen werden mit Konzeption (User Experience Design) und weitere 9,9 Prozent mit Art Direction (User Interface Design) erzielt. Auf inhaltliche Umsetzungen entfallen 6,9 Prozent der Agenturumsätze.
Was den eigenen Umsatz betrifft, herrscht verhaltener Optimismus unter den Agenturen: Gut jeder zweite Dienstleister (53 Prozent) rechnet damit, dass es in den kommenden Monaten wieder Richtung Wachstum gehen wird. Ein knappes Viertel (23 Prozent) der befragten Agenturen rechnet mit gleichbleibenden Erlösen. Zum Vergleich: 2023 ergaben diese beiden Werte noch 90 Prozent. Ein Indiz, wie schwierig die aktuelle Marktlage für die erfolgsverwöhnten Dienstleister ist.
Außerdem geben 15 Prozent der Agenturen noch keine Prognose ab. Das dürfte sich auf die teils unklare Geschäftslage, die durch die angespannte Wirtschaftslage hierzulande und die geopolitischen Krisen entstanden ist, zurückführen lassen. Und für neun Prozent ist dennoch die allgemein positive Umsatzeinschätzung ein Indiz, dass die Auftragsbücher der Agenturen voll sind.
Neben den 'Sonstigen Branchen' sind es vor allem 24 nennenswerte Branchen, mit denen die Digitalagenturen ihre Umsätze machen. Mit 11 Prozent machen Aufträge, die aus dem 'Handel und Versand' stammen, den höchsten Umsatzanteil im deutschen Agenturmarkt aus. Auf Aufträge von 'Industriellen Verbrauchsgütern' entfallen 7,2 Prozent, gefolgt von Aufträgen aus dem Kraftfahrzeugmarkt mit 6,5 Prozent. Stark abgenommen haben - über die vergangenen Jahre betrachtet - Medien-Projekte für Agenturen. Sie generieren nur noch 3,4 Prozent der Dienstleister-Umsätze, während sie in den Vorjahren mit Anteilen bis zehn Prozent am Umsatz zu Buche schlugen.
