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Studie: Warum sich Online-Werbung für Markenartikler lohnt

von sr

05.02.2008 Markenartikler sollten ihre Investitionen in Online-Werbung und Internet-Aktivitäten deutlich nach oben schrauben, wie eine aktuelle Studie nahelegt. Zum einen, weil Internetnutzer im Web immer öfter Markenprodukte wie Bekleidung ordern. Und zum anderen, weil Markenartikler kauffreudige Onliner mit Interesse an einer Konkurrenz-Marke durch spezielle Werbemaßnahmen leicht für sich gewinnen können.

 (Bild: SXC.hu/ijsendoorn)
Bild: SXC.hu/ijsendoorn
Vier von zehn europäischen Online-Einkäufern entscheiden sich für ein anderes Markenprodukt beim Kauf als ursprünglich geplant, wenn sie sich zuvor im Internet über die Produkte informieren. Zu diesem interessanten Ergebnis kommt die Studie 'Mediascope Europe 2007' der European Interactive Advertising Association   (EIAA). Demnach lassen sich vor allem Briten durch Informationen und Online-Werbung bei der Kaufvorbereitung im Web beeinflussen: Fast jeder zweite Brite entscheidet sich nach einer Online-Recherche beim Kauf für ein anderes Markenprodukt als ursprünglich geplant. In Deutschland liegt dieser Wert der Studie zufolge bei 36 Prozent, was leicht unter dem europäischen Durchschnitt (37 Prozent) liegt.







Anteil der Internetnutzer in Europa,
die sich nach Online-Recherchen
für eine andere Marke entschieden haben
LandAnteil der Onliner
Großbritannien49 Prozent
Dänemark48 Prozent
Norwegen44 Prozent
Niederlande44 Prozent
Belgien42 Prozent
Schweden42 Prozent
Deutschland37 Prozent
Frankreich36 Prozent
Spanien34 Prozent
Italien27 Prozent
*Durchschnitt**40 Prozent*
Quelle: EIAA

Vor allem die Websites der Markenartikel beeinflussen die Entscheidung der Konsumenten: Sechs von zehn Umdenkern (59 Prozent) lassen sich von Informationen lenken, die sie auf Marken-Websites bei der Kaufvorbereitung finden. 61 Prozent der Um-Entscheider halten zudem Preisvergleichsportale für wichtig bei der Kaufentscheidung. Auch das Web 2.0 ist von Bedeutung: 57 Prozent der Umdenker lassen sich von Produktbewertungen anderer Internetnutzer bei der Kaufentscheidung leiten.

Mit informativen und unterhaltsamen Marken-Websites sowie der Zusammenarbeit mit Preisvergleichsdiensten können also Markenartikler kauffreudige Internetnutzer für sich gewinnen. Und weitere Zahlen der EIAA-Studie verdeutlichen, wie wichtig es für Markenartikler ist, im Internet Konsumenten für sich zu begeistern.

So haben laut der Studie 80 Prozent der befragten Internetnutzer im vergangenen Jahr im Web eingekauft. Das sind drei Prozent mehr als noch im Jahr 2006. Im ersten Halbjahr 2007 hatten die Online-Käufer im Web insgesamt 1,3 Milliarden Käufe getätigt. Im Schnitt hat dabei jeder Online-Käufer aus Europa im ersten Halbjahr 2007 etwa 747 Euro online ausgegeben. Die Deutschen liegen mit einem durchschnittlichen Warenwert von 558 Euro im Mittelfeld (iBusiness berichtete).

Die Studie zeigt, dass ein Großteil dieser Online-Ausgaben auf Käufe von Markenware zurückgehen. So investiert jeder dritte europäische Online-Käufer im Web in Kleidung und Unterhaltungselektronik. Klassische körperlose ECommerce-Waren wie CDs und DVDs werden mittlerweile bereits deutlich weniger im Online-Handel nachgefragt (siehe Tabelle).







Welche Produkte Internetnutzer aus Europa
am liebsten im Web einkaufen
AngebotAnteil der Onliner
Reisetickets54 Prozent
Urlaubsreisen42 Prozent
Bücher40 Prozent
Konzertkarten38 Prozent
Kleidung33 Prozent
Unterhaltungselektronik33 Prozent
CDs23 Prozent
Kinokarten23 Prozent
DVDs21 Prozent
Musik-Downloads19 Prozent
Quelle: EIAA

Laut der Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung   informieren sich 94,3 Prozent der deutschen Onliner (34,54 Millionen Bürger) im Internet über Produkte. Und knapp drei Viertel der Internetnutzer (73,6 Prozent bzw. 26,96 Millionen) kaufen auch gleich online ein.

Für die Studie hat die EIAA über 7.000 Telefon-Interviews durchgeführt, darunter über 1.000 Gespräche mit Bürgern aus Deutschland. Die Interviews fanden im September 2007 statt.
Thema: Studie: Warum sich Online-Werbung für Markenartikler lohnt

Kommentar von sr

Adidas statt Puma

Internetnutzer kaufen zunehmend Markenware im Web. Doch selbst wenn bereits ein Interesse an einem bestimmten Markenprodukt besteht, hat die Konkurrenz noch eine Chance. Die sich konkurrierende Markenartikler nicht nehmen lassen sollten.

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 (Boris Giesl)
Bild: Boris Giesl
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