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Studie: Typologie der Web-2.0-Nutzer

24.10.2007 Einer repräsentativen Untersuchung zufolge sind nicht soziodemografische Rahmenbedingungen verantwortlich für das Nutzungsverhalten im Web 2.0, sondern Persönlichkeitsmerkmale und grundsätzliche Einstellung. Daraus ergibt sich ein neuer Zugang zur Nutzergruppe des Web 2.0, der sich in acht Typen einteilen lässt.

 (Bild: Microsoft)
Bild: Microsoft
Persönlichkeitsmerkmale, Lebenseinstellungen und psychologische Grundmotive bestimmen, ob und wie sich eine Person in Web 2.0-Communities engagiert. Das ist das Ergebnis der repräsentative Studie 'Web 2.0 offensiv!' des Münchner Marktforschungsinstitutes PbS AG  .

Über 40 Prozent aller deutschen Onliner nutzen Web-2.0-Anwendungen wie Blogs, Chats und Community-Plattformen. Der gemeinsame Treiber für dieses Verhalten ist laut der Studie das Bedürfnis nach Kommunikation. Entsprechende haben die Münchner eine Nutzer-Typologie nach Merkmalen wie Kommunikationsverhalten, Interaktion, Affinität und Persönlichkeitsprofilen entwickelt.

Demnach hat die Kerngruppe eine besonders hohe Web-2.0 Affinität und ein großes Kommunikationsbedürfnis. Dazu zählen "die Sehnsüchtigen", die etwa zehn Prozent der Onliner ausmachen. Sie sind bescheiden und suchen Beziehungen auf Single-Plattformen und in Video-Communities. Mit sieben Prozent der Onliner zählen "die Denkenden" ebenfalls zu dieser Kerngruppe. Sie sind ehrgeizig und analytisch, interessieren sich für Blogs und kommunizieren in Communities. Auf Empfehlungsplattformen treffen sich "die Fühlenden" und gehen Shoppen, wo sie sehr intuitiv entscheiden. Diese Gruppe macht fünf Prozent der Nutzer aus.

Bei diesen Web-2.0-Kernzielgruppen ist laut der Untersuchung vor allem die Akzeptanz von Werbung viel höherer als bei den klassischen Onlinern. Den Studienautoren zufolge sind diese Typen generell allem aufgeschlossen und agieren emotional. Die Web 2.0 Kernzielgruppe ist nicht nur kommunikativer als andere Personengruppen, sondern auch eher bereit, für Inhalte im Internet zu zahlen - insbesondere, wenn es um berufliche und private Kontakte, Musik und Videos geht. In der Web 2.0 Kernzielgruppe befinden sich viele Multiplikatoren, die sich deutlich häufiger als andere Personengruppen über neue Produkte und Services austauschen.

20 Prozent der Onliner zählen zu den "Freien" Sie sind gebildet, freiheitsliebend, konsumieren und schätzen das mobile Internet. "Die Relaxten", etwa 23 Prozent der Internetnutzer suchen Unterhaltung und Entspannung. Sie lassen sich im Web treiben und haben keine bevorzugten Adressen (23 Prozent). Den "Getriebenen", einer Gruppe mit sehr hohen Ansprüchen an sich selber, sind zwar soziale Online-Netzwerke bekannt, aber sie tauschen sich nur selten darin aus (16 Prozent).

Nur sporadische nutzen die "Die Ruhenden" das Internet. Sie machen die älteste Gruppe der unter den Onlinern aus und haben kaum Affinität zu Communities. Diese Gruppe zeichnet sich durch traditionelles Einkaufs- und Informationsverhalten aus und verfügt über das höchste Haushaltsnetto-Einkommen (zehn Prozent). Ebenso die "Die Skeptiker", sie nutzen das Internet und seine Kommunikationsoptionen bisher aber kaum (neuen Prozent).
Thema: Studie: Typologie der Web-2.0-Nutzer

Kommentar von Susan Rönisch

Psychologie für die Media-Planung

Wie die aktuelle Studie zeigt, gibt es acht grundverschiedene Typen von Web-2.0-Nutzern. Vor allem für Community-Betreiber und Marketing-Verantwortliche dürften die Studie-Erkenntnisse von hoher Bedeutung sein.

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 (Hightext)
Bild: Hightext
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