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Internet-Pure-Player im deutschen Versandhandel vorne

31.07.2013 Der Branchenreport Online-Handel 2013   des IFH Köln verdeutlicht die momentan dominante Stellung der Internet-Pure-Player, wie Amazon   oder Zalando  , auf dem Online-Markt. Obwohl aktuell noch alle Online-Vertriebsformen wachsen können, wird der Verdrängungswettbewerb laut der IFH-Experten zukünftig deutlich zunehmen. Aktuelle Hochrechnungen zeigen bereits jetzt einen leichten Rückgang der Marktanteile von Herstellern und Katalogversendern Online.

Um rund 15 Prozent ist das Online-Marktvolumen im Vergleich zum Vorjahr gewachsen. Ob Mode, Unterhaltungselektronik oder Möbel - kaum eine Warengruppe ist online nicht verfügbar. Die unterschiedlichen Vertriebsformen sind dabei am Markt sehr unterschiedlich erfolgreich.

Den größten Umsatz und das stärkste Wachstum erzielten 2012 Unternehmen, die ihre Produkte ausschließlich über das Internet vertreiben. Die Pure-Player sichern sich mit einem Anteil von 35,4 Prozent am Online-Handel das größte Stück vom Kuchen - dicht gefolgt von den stationären Händlern mit ihren Online-Ablegern (29,3 Prozent).

(Grafik: IFH)


Online-Katalogversender, wie Otto   oder Baur  , können nach weiteren Umsatzeinbußen nur noch knapp 24 Prozent Online-Anteil auf sich vereinen. "Anders als es sich vor kurzem noch andeutete, konnten die Stationären Händler Online das Wachstum der Pure-Player nicht nachhaltig bremsen. Umgekehrt ist es sogar so, dass erste Pure-Player im Gebiet der stationären Händler wildern und ihr Online-Angebot durch Filialen ergänzen", so Hansjürgen Heinick , Senior Consultant am IFH Köln. Der Spielwarenhändler Mytoys.de   beispielsweise ist stationär bereits stark vertreten. Wie sehr Pure-Player tatsächlich auch dem stationären Handel Marktanteile streitig machen können, dazu will das IFH keine Prognose abgeben: "Die Kanalvorteile, die die Internet Pure-Player online gegenüber anderen Anbietern haben, können die stationären Händler offline ebenfalls ausspielen", so Heinick weiter.

Laut Prognose der IFH-Experten können bis 2017 alle Vertriebsformen mit positiven Wachstumsraten rechnen. Am stärksten werden mit einem Plus von 13,8 Prozent weiterhin die Internet-Pure-Player wachsen. Sie stellten sich zunehmend solider auf und entdecken beispielsweise Eigenmarken zur Wettbewerbsdifferenzierung und für bessere Margen. Auch die Hersteller Online sind weiter auf dem Vormarsch. Obwohl der Onlineumsatz der Katalogversender in den vergangenen Jahren vom Volumen her gewachsen ist, wird der Anteil der Versender am Gesamtmarkt weiter abnehmen. Das Internet bedrängt demnach nicht nur den stationären Handel - auch die Online-Vertriebsformen stehen untereinander in einem starken Verdrängungswettbewerb. Im Kampf um die Online-Marktanteile gilt - so die IFH-Schlussfolgerung - dass sich Crosschannel-Unternehmen genauso wie Hersteller mit attraktiven Konzepten am Markt positionieren müssen, wenn sie den Pure-Playern Marktanteile streitig machen wollen. Tun sie dies nicht, werden Letztere in absehbarer Zukunft den Online-Markt dominieren.

Nicht zu verwechseln ist beim Betrachten dieser Studienergebnisse allerdings Kanal und Anbieter: Bei der IFH-Studie handelt es sich um eine Kanalerhebung, nicht um eine Betrachtung von einzelnen Anbietern aus den einzelnen Segmenten. "Internet-Handel wird als Kanal wichtiger" ist eben eine prinzipiell andere (und richtigere) Aussage als "Rewe und Otto verlieren, Zalando und Amazon gewinnen".

Die Entwicklungshistorie der Online-Marktanteile der einzelnen Branchen zeigen, dass Unterhaltungselektronik, Spielwaren, Bücher und TK-Endgeräte das Ende ihres schnellen Wachstums noch nicht erreicht haben. Die anderen Marktsegmente werden zu dem, wo sie heute sind wahrscheinlich nur noch wenig dazulegen.,,,
Die Entwicklungshistorie der Online-Marktanteile der einzelnen Branchen zeigen, dass Unterhaltungselektronik, Spielwaren, Bücher und TK-Endgeräte das Ende ihres schnellen Wachstums noch nicht erreicht haben. Die anderen Marktsegmente werden zu dem, wo sie heute sind wahrscheinlich nur noch wenig dazulegen.,,, (Grafik: HighText Verlag)


Bei der Betrachtung der Zahlen ist wichtig, sich zu vergegenwärtigen, dass der Distanzhandel als Kataloghandel immer schon ein Nischenmarkt war. Neu ist seit einigen Jahren, dass neue Player in den Distanzhandel hineindrängen - und hier - wie die iBusiness-Analyse belegt mit einer enorm großen Zahl von Playern. In Deutschland über 1,3 Millionen Unternehmen. Der Kampf um die Zukunft wird strategisch im Crosschannel gewonnen - weil das Internet-Wachstum in den ersten Branchen bereits wieder abflacht (In welchen Branchen der Onlinehandel zur Bedrohung des Einzelhandels wird)
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