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Warum Googles flockige Kohorten Werbern auf den Keks gehen - Video-Podcast
12.03.2021 Google wird ab 2022 in seinem Browser Chrome keine Drittanbieter-Cookies mehr zulassen. Stattdessen gibt es FLoC. Googles Ankündigung seiner 'Federated Learning of Cohorts' beendet alle Cookie-Hoffnung - und ist eine schlechte Nachricht für Europas Digitalindustrie.
Die Ankündigung der vergangenen Woche war nicht neu, sondern im Grunde die Bekräftigung seines Plans, den Google schon im Januar 2020 vorgestellt hatte und an dem der Konzern keine Zweifel übrig lassen will: "Wir möchten es heute noch einmal ganz klar sagen: Wir werden nach dem stufenweisen Verschwinden der Drittanbieter-Cookies keine alternativen Identifikatoren entwickeln, um Personen beim Surfen im Internet zu tracken, und wir werden diese auch nicht in unseren Produkten verwenden", sagt David Temkin , Director of Product Management, Ads Privacy and Trust bei Google .
Der Suchmaschinenriese beugt sich damit den immer stärker werdenden Forderungen nach mehr Privatsphäre im Internet: Schon längst haben andere Browseranwendungen wie Mozillas Firefox oder Apples Safari damit begonnen, Profilbildung und personalisiertes Tracking zu unterbinden. War Googles Chrome bis dato einer der wenigen, die Third-Party-Tracking noch erlaubt haben.
Google Lösungsvorschlag Privacy Sandbox soll aggregierte und pseudonymisierte Gruppen mit ähnlichen Interessen (FLoC) bieten. Im Videopodcast zeigen iBusiness-Analystin Christina Rose und Herausgeber Joachim Graf , dass diese Vorschläge (vorsichtig gesprochen) unausgereift sind. Sie diskutieren, warum die digitale Werbewelt dabei nicht stehen bleiben wird (es wird alles noch viel, viel schlimmer) und welche Auswirkungen das auf europäische Anbieter haben wird (keine guten).

