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Immer noch jeder zweite Interaktiv-Profi will ins Second Life
13.06.2007 Umfragen belegen mittlerweile im Wochentakt, dass sowohl Markenartikler als auch herkömmliche Internetnutzer von der gehypten 3D-Lebenswelt Second Life größtenteils nur enttäuscht sind. Das Interesse der Interaktiven an neuen Second-Life-Projekten scheint dennoch ungebrochen, wie eine aktuelle Umfrage nahelegt.
Von einer Second-Life-Präsenz versprechen sich die Umfrageteilnehmer in erster Linie "gute Kontakte": Zwei Drittel der Befragten hoffen darauf, über Kontakte in Second Life ihre Firmenbotschaft viral im Web verbreiten zu können. Viele spekulieren zudem darauf, durch eine Second-Life-Dependance in den Medien erwähnt zu werden und damit einen Image-Gewinn für ihr Unternehmen verbuchen zu können.
Ob die befragten Interaktiv-Profis allerdings mit einem Second-Life-Auftritt ihre Ziele erreichen, ist mehr als unwahrscheinlich. Denn als Kontaktnetzwerk taugt Second Life nun wirklich nicht gerade, wie eine gemeinsame Studie der Münchner Agentur Inworld Momentum und Hightext iBusiness belegt: 55 deutsche Angebote in Second Life haben Tester für die Studie im Mai 2007 eine ganze Woche lang dreimal am Tag besucht und die anwesenden Avatare gezählt (iBusiness berichtete).
Das Ergebnis: Im Schnitt tummelten sich lediglich sieben Avatare auf einmal bei einem Angebot. Rechnet man noch die verschiedenen Gemeinschaftsangebote ab, in denen mehr als ein Anbieter vertreten ist, wird es noch düsterer: Dann kommen die deutschen Firmenangebote in Second Life auf im Schnitt nur 1,5 Avatare. Nicht nur, dass Kontakten bei solchen miesen Nutzerzahlen nicht funktioniert. Auch Markenartikler müssen sich im Prinzip damit abfinden, in der 3D-Welt kaum Reichweite aufbauen zu können.
