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Trotz Onlinewachstum - Fashionmarkt strauchelt weiter

30.09.2021 Seit Jahren wächst der strukturell geforderte Modemarkt in Deutschland nur schwach und kann nicht von der Konsumlaune der Konsumentinnen und Konsumenten profitieren. Die Pandemie trifft die Fashionbranche besonders hart und führt zu ordentlichen Umsatzeinbußen.

 (Bild: tomwieden / pixabay.com)
Bild: tomwieden / Pixabay
Für das laufende Jahr 2021 rechnen die Experten des IFH Köln zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser mit einer Erholung des Marktes - wenn auch mit einer Hochrechnung für das Marktvolumen, die immer noch zehn Prozentpunkte unter dem 2019er Niveau liegt. E-Commerce-Umsatzanteile werden zumindest teilweise in den stationären Handel zurückfließen. Aber: Der Druck auf den Fachhandel bleibt und wird auch für Filialisten zunehmend spürbar.

Den Marktforschern nach bestimmen bequeme, online-affine und zunehmend nachhaltige Konsumentinnen und Konsumenten mit einer hohen Anspruchshaltung die Nachfrage und stellen eine wesentliche Herausforderung für die Branche dar. "In der Langzeitbetrachtung wird der Online- den Offlineanteil übersteigen und das Wachstum der Branche bestimmen", so Fashionexperte Hansjürgen Heinick 'Hansjürgen Heinick' in Expertenprofilen nachschlagen , Senior Consultant am IFH Köln, zur Zukunft der Branche.

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Die Pandemie trifft die Fashionbranche besonders hart und führt zu ordentlichen Umsatzeinbußen.
(chart: IFH Köln)


Zahlen schwarz auf weiß: Markt mit Minusrekord

Wie hart die Fashionbranche 2020 von Corona getroffen war, zeigen die Zahlen des "Branchenbericht Fashion & Accessoires" jetzt bis auf Ebene einzelner Warengruppen schwarz auf weiß. Um ganze 14 Prozent ist das Fashionmarktvolumen im Coronajahr 2020 eingebrochen. Damit wurden rund acht Milliarden Euro weniger für Mode ausgegeben als noch 2019. Das Gesamtmarktvolumen landet bei knapp 50 Milliarden Euro. Die Gründe liegen auf der Hand: fehlende Anlässe, der Wegfall privater Feiern oder Reisen und weniger Bedarf an neuer Kleidung durch Homeoffice sind für den Einbruch des Marktes verantwortlich. Nahezu alle Einzelmärkte - allen voran die wichtigsten Teilbereiche Damen- (Minus 15,4 Prozent) und Herrenbekleidung (Minus 17,2 Prozent) - haben 2020 deutlich einbüßen müssen. Zu den rar gesäten Gewinnern im Fashionmarkt zählten 2020 Warengruppen aus der Kategorie Berufsbekleidung: Schürzen und Schutzkleidung zählten zu den wenigen Kleidungsstücken, die häufiger als sonst gekauft wurden.

Umsatzeinbruch vor allem stationär - Onlineanteil steigt auf knapp 40 Prozent

Und: Es trifft nicht alle Formate gleichermaßen. Vor allem der kleinbetriebliche Fachhandel sowie Kauf- und Warenhäuser stehen weiterhin zusehends unter Druck - vertikale Anbieter müssen ihre Filialnetze auf den Prüfstand stellen. Vor allem die stationären Vertriebskanäle verzeichnen bekanntermaßen einen erheblichen Umsatzeinbruch.

Ein positives Vorzeichen hingegen zeigt sich wenig überraschend beim Onlineanteil der Branche. Auch der Fashionmarkt verzeichnet weiteres Onlinewachstum. Der Onlineanteil im Modemarkt steigt - vor allem getrieben durch das pandemiebedingt ins Netz verlagerte Konsumverhalten - um fast zehn Prozentpunkte auf knapp 40 Prozent an.

(AutorIn: Susan Rönisch )

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