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Studie: Jeder vierte Jugendliche macht mit bei Web 2.0

09.10.2007 Während die Mehrheit der deutschen Nutzer das Internet nach wie vor passiv nutzt, beteiligt sich jeder vierte Jugendliche aktiv am Web 2.0 und produziert mehrmals pro Woche eigene Inhalte.

 (Bild: photocase.com/LasseSiegmund)
Bild: photocase.com/LasseSiegmund
Fast jeder dritte Junge und jedes fünfte Mädchen mit Interneterfahrung trägt regelmäßig zum Web 2.0 bei, sei es durch das Einstellen von Bildern, Videos, Musikdateien oder das Verfassen von Blogs oder Newsgroup-Beiträgen. Dies sind erste Ergebnisse der repräsentativen JIM-Studie 2007 des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest   zum Medienverhalten 12- bis 19-Jähriger in Deutschland. Wie die Untersuchung konkreter Web 2.0 Angebote weiter zeigt, werden diese aber vor allem passiv genutzt. So haben beispielsweise 78 Prozent der Internetnutzer schon einmal etwas in der Web 2.0-Enzyklopädie Wikipedia gesucht, aber nur vier Prozent haben aktiv Einträge verfasst. Ähnliches gilt für die Videoplattform Youtube  . Hier hat immerhin schon jeder zehnte jugendliche Internetnutzer einmal ein Video eingestellt, drei Fünftel nutzen diese Seite jedoch nur passiv und schauen Videos an. Bei Myspace   haben sieben Prozent der Internetnutzer zwischen 12 bis 19 Jahren schon einmal Inhalte eingestellt.

Dass das Thema Web 2.0 bei den Jugendlichen angekommen ist, zeigen auch die Angaben zu den Lieblingsseiten im Internet. Hier werden neben den Portalen der Provider bzw. Suchmaschinen von den Jugendlichen vor allem Angebote aus dem Bereich Web 2.0 genannt, die von den Nutzern selbst kreierte Inhalte präsentieren. Insgesamt sind Computer und Internet bei den Jugendlichen weiter auf dem Vormarsch: Mehr als zwei Drittel haben inzwischen einen eigenen PC oder ein Laptop, 45 Prozent können vom eigenen Zimmer aus online gehen. Die Bedeutung des Internets nimmt weiter zu: Aktuell zählen 93 Prozent der Jugendlichen zu den Onlinern, die zumindest selten das Internet nutzen. Die meisten sind dabei intensive Nutzer: 83 Prozent gehen mehrmals pro Woche oder täglich ins Netz.

Schon die vorherige JIM-Studie   hatte gezeigt, dass Jugendliche die aktive Mediennutzung bevorzugen. Befragt nach dem Lieblingsmedium entschieden sich 26 Prozent der Studienteilnehmer für den Computer. Der Fernseher war dagegen nur für 19 Prozent der Jugendlichen das Alltagsmedium Nummer Eins, obwohl der Fernseher eigentlich von mehr Jugendlichen genutzt wurde als der Computer. 92 Prozent der Mädchen und 88 Prozent der Jungen sahen der Befragung zufolge mehrmals pro Woche fern. Dagegen nutzten nur 76 Prozent der Mädchen und 88 Prozent der Jungen mehrmals pro Woche einen Computer.

Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest erhebt die JIM-Studie nunmehr zum zehnten Mal erhebt. Die repräsentative Studienreihe bildet das Medienverhalten der Jugendlichen zwischen 12 bis 19 Jahren in Deutschland ab. Die Gesamtergebnisse der JIM-Studie 2007 werden Ende November vorgestellt.
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