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Social-Commerce-Plattform Luupo ist gescheitert

03.03.2009 Nach noch nicht einmal zwei Jahren steht die Eventshopping-Plattform Luupo zum Verkauf. Der Grund: Es ist kein Geld mehr vorhanden. Damit hat das Jahr 2009 seine erste größere Insolvenz im Social Commerce. Die Hintergründe hat iBusiness recherchiert.

Als Luupo   im August 2007 an den Start ging, feierten sich die Gründer Jörn und Kris Kunst damit "ein neues Marktsegment im E-Commerce geschaffen" zu haben: den Gewinnkauf. Bei der Plattform können registrierte Internetnutzer so genannte 'Luupos' zum Preis von 49 Cent pro Stück kaufen und damit auf Artikel im Sortiment bieten. Im Gegensatz zu traditionellen Auktionen fallen aber bei Luupo die Preise: Mit jedem 'Luupo', den ein Nutzer auf einen Artikel setzt, sinkt der Preis der Ware um 40 Cent.

Doch nun haben die beiden Brüder kein Geld mehr und bieten ihre Plattform mit 21.000 registrierten Nutzern und bisher über 5.500 verkauften Artikeln zum Kauf an. Konkret verkauft wird die bestehende Plattform Luupo mit Quellcode, Nutzerdatei, 22 Domains, darunter .de, .com, .net, sowie das Markenrecht an Luupo. Das Angebot ist nach Angaben der Betreiber nur im Komplettpaket zu erwerben.

Auch die Domainrechte an der Betreiberfirma Luupo AG werden abgeben und das Unternehmen liquidiert. "Nach dem Verkauf der Plattform wird die Betreibergesellschaft Luupo AG aufgelöst", verriet Mitgründer Jörn Kunst im Gespräch mit iBusiness. Nach der Gründungsfinanzierung habe Luupo keine Investoren finden können, die bereit waren frisches Geld in das Start-up zu stecken. "In ein paar Monaten geht uns das Geld aus", so Kunst weiter. Man habe das ganze Jahr über mit Investoren verhandelt doch seien sicher gelaubte Finanzierungszusagen "im letzten Augenblick" zurückgezogen worden.

Damit ist Luupo innerhalb von vier Monaten der zweite größere Social-Commerce-Anbieter, der die Segel streichen muss. Bereits im November hat der Liveshopping-Dienst Schutzgeld.de   angekündigt, den Betrieb einzustellen. Wie iBusiness berichtete, sah Schutzgeld-Chef Peter Faisst keine nachhaltigen Marktchancen für sein E-Commerce-Modell. Luupo-Gründer Jorn Kunst wird der Branche allerdings weiterhin erhalten bleiben. "Ich habe noch viele Ideen für das Internet", verrät er iBusiness. Konkrete Pläne und Projekte seien in der Ausarbeitung. Sein Bruder Kris wird sich nach Aussage von Jörn Kunst aber komplett aus dem Internetbusiness verabschieden.
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