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Healthcare-Studie: Deutsche begeistert von Gesundheits-Apps

05.09.2019 Acht von zehn Bundesbürgern (81 Prozent) glauben, dass vor allem Langzeiterkrankungen mithilfe vernetzter digitaler Lösungen besser behandelt werden können. Beispielsweise ließen sich Medikamente exakter dosieren und Fehler durch ein automatisiertes Monitoring von Vital- und anderen Daten vermeiden, so die Auffassung in der Bevölkerung. Rund jeder zweite Patient ist allerdings mit dem aktuellen Angebot von Apps in der Praxis nicht zufrieden.

 (Bild: Pixabay / Arek Socha)
Bild: Pixabay / Arek Socha
Patienten in Deutschland sind offen für die Unterstützung des Behandlungsverlaufs und Pflege durch digitale Lösungen, so die Studie "European Study on the Digitalisation of the Healthcare Pathways" von Sopra Steria Consulting zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser , für die 1.200 Bürgerinnen und Bürger sowie 35 Gesundheitsexperten aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Norwegen und Spanien befragt wurden. Das gilt auch für aus der Fitness- und Lifestylebranche bekannte Apps zur Optimierung von Bewegung und Ernährung. 59 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass sich durch den Einsatz vernetzter Geräte wie Smartwatches und die Auswertung von Bewegungs-, Ernährungs- und Schlafdaten durch Apps die Prävention und Behandlung von Krankheiten deutlich verbessern ließe. 53 Prozent sehen zudem Potenzial für mehr Patientenorientierung und Services, beispielsweise wenn Ärzte Sprechstunden per Smartphone oder Tablet anbieten. Praktische Hilfen auf und mit dem Smartphone und der stärkere Einsatz von Wearables in der Behandlung sollten somit aus Sicht der Bevölkerung bei Digitalreformen im Gesundheitswesen eine Schlüsselrolle einnehmen.

90 Prozent der Deutschen würden laut Studie Smartphone-Erinnerungen an Arzttermine und Hinweise zu möglichen Wechselwirkungen zwischen Medikamenten nutzen. 70 Prozent würden Lifestyle-Funktionen wie Diät-Tipps oder eine Sportberatung in Anspruch nehmen. Das jedoch nur, wenn innovative nutzerfreundliche Lösungen zur Verfügung stünden. Gegenwärtig sind jedoch 52 Prozent der Befragten in Deutschland unzufrieden mit der derzeitigen Entwicklung von Monitoring-Apps, 60 Prozent mit den telemedizinischen Beratungsangeboten. Die Folge: Bisher verwenden trotz App-Begeisterung nur elf Prozent der Deutschen Smartwatches und Apps, die ihren Lebenswandel und ihre Gesundheit monitoren. Acht Prozent führen beispielsweise regelmäßig digital Buch über Blutzuckerwerte und Bluthochdruck, um Krankheiten entgegenzuwirken.

(AutorIn: Susan Rönisch )

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