Unsichtbare Marktpotenziale mit Kaufkraftdaten erschließen Jetzt zum Webinar anmelden
Eigene Daten zeigen oft nur einen Teil des Bildes. Erfahren Sie, wie Kaufkraft-, Markt- und Regionaldaten zusätzliche Perspektiven auf Kunden, Regionen und Standorte eröffnen. Anhand konkreter Praxisbeispiele lernen Sie, wie sich bislang verborgene Marktpotenziale erkennen und gezielter nutzen lassen.
Jetzt zum Webinar anmelden
Expert-Talk: GEO-PR: "Es geht um Relevanz in KI-Systemen" Video-Podcast ansehen
Wer in ChatGPT, Gemini oder Perplexity sichtbar sein will, darf sich nicht auf die eigene Website verlassen. Denn KI-Systeme prüfen, was andere über eine Marke sagen - auf Fachportalen, Bewertungsplattformen, Vergleichsseiten, Reddit oder YouTube. Hier setzt GEO-PR an. Video-Podcast ansehen

November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk

35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.

Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.

Alle Inhalte im November kostenlos
Heute frei lesen. Morgen nichts verpassen.

Registrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.

Das Newsletter-Abo erhalten Sie im Rahmen der kostenlosen Registrierung.

Abruf exklusiv für Premium-Mitglieder

Diese drei Branchen dominieren den E-Commerce 2017

26.10.2017 Welche Produktsegmente haben welche Umsatzanteile im deutschen Onlinehandel? Eine iBusiness-Auswertung zeigt: Vor allem drei Branchen dominieren in den Top-1.000-Onlineshops.

 (Bild: Pixabay / jarmoluk)
Bild: Pixabay / jarmoluk

HANDLUNGSRELEVANZ

 
Operativ
Strategisch
Visionär
Technik
Medien
Wirtschaft
 
heute
morgen
übermorgen
Die iBusiness-Handlungsmatrix zeigt, wie langfristig die vorgestellten Aufgaben angegangen werden müssen.
TL;DR
Viel Bewegung beim Handel mit Medikamenten und Lebensmitteln.
Top-Shop im deutschen Onlinehandel ist nach wie vor Amazon. Mit einem Umsatz von 8,1 Milliarden Euro in 2016 kommt an den Branchenprimus umsatzmäßig auch in den kommenden Jahren kein anderer deutscher Onlineshop heran. Allerdings konnte Amazon "nur" 300 Millionen Euro mehr Umsatz einfahren. Das Wachstum hat sich also 2016 deutlich abgeschwächt. Nichtsdestotrotz: Obwohl die restlichen neun Anbieter in den deutschen Top Ten ebenfalls gewachsen sind, hält der US-Riese einen Umsatzanteil im Spitzensegment des deutschen Onlinehandels von 52 Prozent. Das sind zwar drei Prozentpunkte weniger als im Vorjahr, aber im Vier-Jahres-Vergleich hat sich kaum etwas getan. Gemessen am Gesamtumsatz des Onlinehandels wächst Amazons Anteil von knapp 14,8 Prozent im Vorjahr auf aktuell 15,4 Prozent.

Lesebeispiel: Der Umsatzanteil der Top-100-Shops an den Top-1000-Shops wächst und liegt 2016 bei 69 Prozent. 2013 machten sie 65 Prozent aus.
Lesebeispiel: Der Umsatzanteil der Top-100-Shops an den Top-1000-Shops wächst und liegt 2016 bei 69 Prozent. 2013 machten sie 65 Prozent aus. (Grafik: Quelle: iBusiness, EHI, BEVH; Grafik: HighText Verlag)
Der Vier-Jahres-Vergleich zeigt, dass sich der deutsche Onlinehandelsmarkt mittlerweile sehr stabil, fast homogen entwickelt. Einzig die kleinen professionellen Onlineshops können offenbar dem Preisdruck und den steigenden Markt-Anforderungen z.B. an das Onlinemarketing immer weniger standhalten, im semiprofessionellen Segment gewinnt die schiere Masse, während der Mittelstand langsamer wächst als der Gesamtmarkt. Das zeigen die aktuellen Umsatzzahlen der Top-1000-Onlineshops in Deutschland und die aktuelle Hochrechnung des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e.V. (BEVH)   Onlinehandel in Deutschland, die wir in Relation zueinander gesetzt haben. (Siehe Strukturanalyse: So sieht der deutsche ECommerce-Markt 2017 aus)

Der Anteil von Amazon an den 1.000 umsatzstärksten Shops macht ein sattes Fünftel (20,5 Prozent) aus. Der Anteil der Top-10-Händler am Umsatz der führenden tausend deutschen Onlineshops liegt erneut bei knapp 40 Prozent (39,6 Prozent). Abzüglich Amazon lagen die Umsätze der Top-10-Händler 2016 zwischen 0,4 und 2,7 Milliarden Euro (2010: 0,25 und 1,2 Milliarden Euro). Das heißt, die Konzentration im deutschen ECommerce-Markt bleibt auf sehr hohem Niveau, verschiebt sich allerdings nach oben: Vor allem die ganz großen Shops - und dort in erster Linie Marktprimus Amazon - wachsen.

Top 1.000-Onlineshops: Umsatz nach Produkten und Shopanzahl


Generalisten halten den größten Umsatzanteil in den Top 1.000, während die meisten Shops - nämlich 183 - aus dem Segment Bekleidung kommen.
Generalisten halten den größten Umsatzanteil in den Top 1.000, während die meisten Shops - nämlich 183 - aus dem Segment Bekleidung kommen. (Grafik: EHI/Statista, Grafik: Hightext Verlag)


Generalisten halten Mammutanteil

Mit einem Gesamtumsatz von knapp 14,7 Milliarden Euro machen die Generalisten in den Top 1.000 den größten Anteil aus. Die 84 Shops, die dem Segment Generalist zugeordnet werden, halten 37 Prozent des Gesamtumsatzes der Top 1.000. Zu beachten ist, dass in diesem Segment die beiden Top-Shops nämlich Amazon   und Otto   enthalten sind. Die Umsätze der beiden Platzhirsche (10,8 Milliarden Euro) machen knapp drei Viertel des Generalisten-Umsatzes (73 Prozent) aus. 14 Generalisten sind sogar unter den 50 umsatzstärksten Onlineshops vertreten. Amazon ist gleich doppelt dabei: Neben Amazon.de belegt Amazon.com mit 145,0 Millionen Euro Umsatz Rang 8 der größten Generalisten. Insgesamt ist der Anteil der Generalisten im Gesamtranking etwas rückläufig. So lag dieser im Vorjahr noch bei 42,2 Prozent.


Die zehn stärksten Onlineshops im Segment Generalist
Platz im SegmentPlatz Top 1.000UnternehmenECommerce-Umsatz in Mio.
11Amazon8.122,9
22Otto2.743,4
39Tchibo  450
422QVC  227,5
523Lidl  207,9
630Westfalia Werkzeugcompany  155,1
731K-Mail Order  153,5
833Amazon.com  145
934Home Shopping Europe  144,7
1035Limango  144,1

Auf dem zweiten Rang der umsatzstärksten Hauptsegmente liegt erneut Bekleidung mit 15,8 Prozent. Shops des Segments Bekleidung erzielen in der Summe einen Umsatz von 6,25 Milliarden Euro. Die etablierten Fashion-Shops und bekannten Marken festigen weiter ihre Stellung. Zalando.de   erzielt als einziger Fashion-Shop über eine Milliarde Euro Umsatz und liegt damit weiterhin deutlich vor dem Zweitplatzierten Bonprix.de  , auch wenn dieser mit starkem zweistelligen Wachstum minimal aufholen konnte. Dennoch bleibt es bei einem Abstand von über 500 Millionen Euro Umsatz zwischen den beiden Shops. Wie stark das Segment Bekleidung insgesamt im deutschen E-Commerce ist, zeigt auch der Vergleich zum generellen Top-100-Ranking. Die 17 umsatzstärksten Fashion-Shops sind unter den 100 umsatzstärksten Onlineshops in Deutschland zu finden. Mit 183 Bekleidungsshops im gesamten Ranking ist fast jeder fünfte Shop der 1.000 in diesem Sortimentsbereich angesiedelt.

Die zehn stärksten Onlineshops im Segment Bekleidung
Platz im SegmentPlatz Top 1.000UnternehmenECommerce-Umsatz in Mio.
13Zalando1,121,8
25Bonprix586,6
39Hennes & Mauritz  372,9
412Baur  352
517Esprit  293,1
638Breuninger  133,4
742s.Oliver  127,6
849About You  120
954Heinrich Heine  115
1069Zalando Lounge  91,5


Mit einem Umsatz von knapp sechs Milliarden Euro und einem Anteil von 15 Prozent am Gesamtranking ist Unterhaltungselektronik das drittstärkste Produktsegment. Letztere hat im Vorjahresvergleich von 10,6 Prozent deutlich zugelegt. Im Vergleich zu den Vorjahren dominieren unter den umsatzstärksten Onlineshops des Segments "Computer, Unterhaltungselektronik, Telekommunikation, Zubehör" in diesem Jahr wieder die reinen Händler gegenüber den Herstellern, die einen eigenen Onlineshop betreiben. Angeführt wird das Ranking wie in den Vorjahren von Notebooksbilliger  . Es folgen Mediamarkt.de   , Cyberport.de   sowie Conrad.de    und Alternate.de  . Die Abstände der Plätze 2 bis 5 untereinander sind recht gering, sodass sich hier im nächsten Jahr weitere Verschiebungen ergeben können. Interessant ist außerdem, dass die fünf umsatzstärksten Shops dieses Segments unterschiedlichste Wurzeln haben: Während Notebooksbilliger.de und Cyberport.de als Online-Pureplayer gestartet sind, mittlerweile aber auch stationäre Filialen haben, sind Mediamarkt.de und Conrad.de ursprünglich im stationären Handel und Alternate.de im Versandhandel verortet.

Die zehn stärksten Onlineshops im Segment Unterhaltungselektronik
Platz im SegmentPlatz Top 1.000UnternehmenECommerce-Umsatz in Mio.
14Notebooksbilliger.de706
26MediaMarkt532,8
37Cyberport517,4
48Conrad Elektronik471,8
510Alternate432,3
613Apple  344,5
714Saturn  338,4
819Mindfactory  261
928redcoon  162,6
1069Medion  159,8


Die weiteren Segmente lassen sich auf Grund dieser Methodikanpassung nur schwer mit den Vorjahreswerten vergleichen - alle spielen aber nach den drei großen Segmenten nur im einstelligen Umsatzanteilbereich. Drogerie & Gesundheit kommt auf einen Anteil von 5,6 Prozent, Möbel & Haushaltswaren auf 4,6 Prozent und Hobby & Schreibwaren auf 3,6 Prozent des Gesamtumsatzes. Shops der weiteren Segmente liegen jeweils unter 3 Prozent des Umsatzes der Top 1.000. Das Schlusslicht bilden die Nischen-Shops: Optiker mit 0,3 Prozent Anteil und Erotik mit 0,6 Prozent.

Bewegung bei Lebensmitteln und Medikamenten

Viel Bewegung gibt es darüber hinaus bei den Lebensmittelanbietern und bei Drogerie- und Apothekenprodukten. Food-Vollsortimenter Rewe.de   hat sich mit einem Umsatz von 108 Millionen Euro von Position 163 kommend regelrecht auf Platz 58 katapultiert. Und auch der zweite Lebensmittelanbieter im Ranking - Hellofresh   - konnte sich deutlich verbessern und kletterte mit einem Umsatz von 162,8 Millionen Euro von Rang 63 auf Position 27.

Überdurchschnittlich gut entwickelten sich daneben Apotheken-Angebote. Acht auf dieses Segment spezialisierte Händler sind inzwischen unter den Top 100 zu finden, im Vorjahr waren es gerade einmal fünf. Durchschnittlich konnten sich Online-Apotheken um 30 Positionen gegenüber dem Vorjahr verbessern - so gut geht es keinem anderen Sortiment. Allerdings gab es neben sensationellen Aufsteigern wie apo-rot.de   (+121 Positionen), medpex.de   (+89 Positionen) oder europa-apotheek.de   (+72 Positionen) auch Verlierer. So verschlechterte sich Sanicare.de   gar um 66 Positionen (von Rang 26 auf 92) und shop.apotal.de   wurde um acht Positionen auf Rang 84 durchgereicht. Trotzdem: In keinem anderen Segment ist derzeit soviel Schwung wie beim Versandhandel von Medikamenten.

Die zehn stärksten Onlineshops im Segment Drogerie & Gesundheit
Platz im SegmentPlatz Top 1.000UnternehmenECommerce-Umsatz in Mio.
115DocMorris  317,7
225Douglas  198,8
332Shop-Apotheke  145,5
452Luitpold Apotheke  116
553medpex Versandapotheke115
662Europa Apotheek101,0
775Apotheke am Rothenbaum  82,8
884Heinz-Peter Fichter  72,2
990Flaconi  59,2
1092Sanicare58,1
Thema: Diese drei Branchen dominieren den E-Commerce 2017

Kommentar von Susan Rönisch

Top-1.000-Shops: Wo der Mittelstand stark ist

In den Produktgruppen Bekleidung, Drogerie/Gesundheit und Möbel tragen vor allem kleinere Shops zum starken Umsatzanteil bei.

Weiterlesen
Susan Rönisch (HighText Verlag OHG)
Bild: HighText Verlag OHG
Neuer Kommentar  Kommentare:
Schreiben Sie Ihre Meinung, Erfahrungen, Anregungen mit oder zu diesem Thema. Ihr Beitrag erscheint an dieser Stelle.
Verwandte Beiträge zu dieser Analyse
alle Veranstaltungen Webcasts zu diesem Thema:
Dienstleister-Verzeichnis Agenturen/Dienstleister zu diesem Thema: