Digitales Bezahlen ist heute gewohnt und fremd zugleich. In Online-Shops nutzt es fast jeder, in der Offline-Welt ist es wenig verbreitet. Das soll sich ändern, meint Computop-Gründer Ralf Gladis im iBusiness Expertengespräch.
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IoT, vernetzte Fabriken, weltweite Lieferketten, virtuelle Marktplätze; digitale Prozesse: Was diese Herausforderungen für ECommerce-Lösungen bedeuten.
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Wie sich das Zahlungsverhalten der Deutschen verändert hat

03.12.2021 Seit fast zwei Jahren hält die Corona-Pandemie an - und das hat zunehmend auch Auswirkungen auf das Einkaufs- und Bezahlverhalten. 57 Prozent der deutschen Online-Unternehmen erleben, dass ihre Kunden jetzt anders bezahlen als vor Covid-19.

 (Bild: Mohamed Hassan auf Pixabay)
Bild: Mohamed Hassan auf Pixabay
Es gibt aktuell große Herausforderungen für den Online-Handel: Eine sehr große Mehrheit der deutschen Online-Unternehmen (85 Prozent) ist besorgt wegen Betrug und betrügerischen Transaktionen. In Italien geben dies sogar 93 Prozent an. Und auch Kaufabbrüche - traditionell ein großes Problem im Online-Handel - haben in diesem Jahr noch mehr zugenommen: Mehr als die Hälfte (53 Prozent) der deutschen Online-Unternehmer bestätigen dies. Im europäischen Vergleich erleben damit Italien (54 Prozent) und Deutschland die größte Zunahme an Kaufabbrüchen, und liegen auch vor den USA (46 Prozent). Und es gibt noch eine besondere Herausforderung kurz vor dem Weihnachtsgeschäft: Die Hälfte der deutschen Online-Unternehmen (51 Prozent) geben an, dass ihr E-Commerce-Shop schon mal überlastet war, etwa vor Weihnachten oder am Black Friday. Dieses Jahr werden allerdings sicherlich noch mehr Kunden ihre Weihnachtsgeschenke online kaufen als vor der Pandemie. Dies zeigt die neue, vom Zahlungsdienstleister Paysafe zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser Dienstleister-Dossier einsehen beauftragte internationale Studie "Lost in Transaction".

Deshalb sollte der Online-Bezahlvorgang für Kunden so reibungslos und sicher wie möglich funktionieren. Betrug kann durch ein umfangreicheres Angebot an verschiedenen Bezahlarten effizient bekämpft werden - 53 Prozent der deutschen Online-Unternehmer sind dieser Meinung. Zusätzlich kommt ein individuelleres Bezahlen den sich verändernden Kundenwünschen entgegen.

Online-Händler bieten zunehmend Zahlungen in eCash, Wallets und sogar Bitcoins an

Mehr als die Hälfte (57 Prozent) der deutschen Online-Unternehmer bemerken eine deutliche Zunahme bei der Bezahlung mit eCash oder Online-Barzahlung. Dementsprechend bieten 61 Prozent der deutschen Online-Händler diese Lösungen auch bereits an oder planen dies in nächster Zeit. Da eCash- und Prepaid nicht die Eingabe von sensiblen Konto- oder Karteninformationen erfordern, gelten diese Lösungen als sehr sicher. Auch bei anderen Bezahloptionen stocken deutsche Online-Unternehmen ordentlich auf: 81 Prozent der Befragten in Deutschland bieten ihren Kunden Digital Wallets, wie zum Beispiel Skrill, an, oder planen dies. Bei Mobile Wallets sind es 73 Prozent. Besonders überraschend ist, dass auch Bitcoin & Co als reguläres Bezahlmittel immer mehr Verbreitung finden. Mehr als die Hälfte (52 Prozent) der deutschen Händler bieten Zahlung per Kryptowährung an oder planen dies.

Um in diesen Zeiten voller Veränderungen und Herausforderungen das Geschäft aufrechtzuerhalten und Kunden den Service anzubieten, den sie erwarten, sind auch die Payment-Anbieter gefragt. Deutsche Online-Unternehmer erwarten von ihrem Payment-Partner laut der Studie besonders Verlässlichkeit und hohe Sicherheit bzw. Schutz vor Betrug - diese Aspekte befinden sich unter den meistgenannten Antworten.

(AutorIn: Susan Rönisch )

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