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Möbelbranche wächst hauptsächlich online

05.12.2017 Laut einer Branchenanalyse der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC   steigen die Umsätze in der Möbelproduktion bis 2020 stabil an - um durchschnittlich zwei Prozent pro Jahr. Im Möbelhandel liegt das prognostizierte Umsatzwachstum im gleichen Zeitraum bei 1,5 Prozent jährlich. Das Onlinesegment wächst hingegen zweistellig, bis 2020 erwarten die PwC-Experten ein jährliches Umsatzplus von 14 Prozent.

 (Bild: sferrario1968 / Pixabay)
Bild: sferrario1968 / Pixabay
Laut Möbelstudie 2017   ist Deutschland bei der Produktion von Möbeln europäischer Spitzenreiter: Der Umsatz lag 2015 bei 22 Milliarden Euro und damit knapp vor Italien, das auf einen Jahresumsatz von 20,9 Milliarden Euro kommt. Gegenläufig zur gesamtdeutschen Handelsbilanz werden in Deutschland jedoch 25 Prozent mehr Möbel importiert als exportiert: Möbel aus dem Niedrigpreissegment und Mitnahme-Möbel stammen häufig aus dem Ausland, wohingegen hochwertige Möbel aus Manufakturen, Handwerksprodukte und Systemmöbel mit einem hohen Anteil an automatisierter Fertigung überwiegend in Deutschland hergestellt werden.

Online-Anteil am Umsatz legt kräftig

Eine Besonderheit der deutschen Möbelbranche ist der vergleichsweise niedrige Online-Anteil am Umsatz. Dieser lag 2016 bei rund 17 Prozent und damit deutlich niedriger als in vielen anderen Handelssegmenten. Das wird sich jedoch mittelfristig ändern: Bis 2020 erwarten die PwC-Experten einen Anstieg des Online-Umsatzes im Möbelhandel um 14 Prozent pro Jahr. Neben der Digitalisierung prägen technische Innovationen die Branche: Erste Vorreiter bei der 3D-Druck-Anwendung produzieren etwa kleinteilige Möbelstücke wie Stühle und Dekorationsartikel. Auch moderne gesellschaftliche Entwicklungen spiegeln sich in der Möbelbranche wieder: Die zunehmende Mobilität und Urbanisierung der Menschen schafft beispielsweise einen Markt für multifunktionale Möbel, die besonders flexibel einsetzbar sind. Und nicht zuletzt verlangt das steigende Umweltbewusstsein der Verbraucher nach einer nachhaltigen und fairen Möbelproduktion, energieeffizienten Wohnkonzepten und trendbewussten Möbeln aus Re- oder Upcycling-Prozessen.
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