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Shopware-Umfrage: 75 Prozent der deutschen Onlinehändler erwarten Wachstum
12.12.2016 Der deutsche Onlinehandel blickt offenbar positiv in die Zukunft, so eine Umfrage von Shopsoftware-Anbieter Shopware , an der knapp 1.400 kleine und mittelständische Shopbetreiber teilgenommen haben. Demnach erwarten dreiviertel der Onlineshops eine positive Umsatzentwicklung für das laufende Jahr. 12,7 Prozent rechnen sogar mit einer Umsatzsteigerung von mehr als 30 Prozent.
Die wichtigsten Branchen für den Onlinehandel sind hierzulande nach wie vor Bekleidung und Accessoires (14,53 Prozent) sowie Nahrungs-, Genussmittel und Getränke (14,06 Prozent). Beide konnten sich im Laufe des Jahres immer deutlicher von der Langen Liste der im E-Commerce vertretenen Branchen absetzen. Zu dieser Liste gehören außerdem die Bereiche Bau- und Heimwerkerbedarf, Möbel und Sport- bzw. Freizeitartikel.
Auffällig ist, dass im Vergleich zu 2015 immer mehr Händler auch an Geschäftskunden verkaufen. Mehr als die Hälfte der Shops (53 Prozent) ist heute sowohl im klassischen B2C- als auch im B2B-Bereich tätig. Etwa die gleiche Anzahl der Händler, nämlich 50 Prozent, bietet im Shop auch Produkte aus eigener Herstellung an.
Ein weiterer Trend ist die Entwicklung hin zu immer kleineren, spezialisierten Shops. Zwar ist die Zahl der angebotenen Artikel in den Shops zurückgegangen (60 Prozent der Shops bieten ein Sortiment mit weniger als 1.000 Artikeln), gleichzeitig ist aber der Warenkorbwert der getätigten Bestellungen deutlich gestiegen. Im Jahr 2016 konnte ein deutscher Shopbetreiber durchschnittlich zwischen 80 und 100 Euro Umsatz pro Bestellung verbuchen. Letztes Jahr lag dieser Wert noch bei circa 70 Euro.
Bei der Wahl der Zahlarten setzen die Shopbetreiber auch 2016 weiterhin auf die Klassiker: So haben Vorkasse mit 88,78 Prozent und Paypal (84,52 Prozent) mit Abstand die Nase vorn. Es folgen der Kauf auf Rechnung (48,16%), Kreditkarte (42,18 Prozent) und Sofortüberweisung (39,8 Prozent). Vor allem die Zahlung mit Kreditkarte ist im Vergleich zum letzten Jahr wesentlich in ihrer Beliebtheit gestiegen.
Amazon und Ebay zeichnen sich in der Umfrage als beliebteste Ergänzungen zum eigenen Shop ab. Ein Drittel der Händler vertreibt seine Produkte auf mindestens einem dieser Portale. Knapp 40 Prozent der Händler betreiben zusätzlich noch ein Ladengeschäft. Somit lassen sich 60 Prozent als so genannte "Online Pureplayer" bezeichnen, was in etwa der Quote von 2015 entspricht.
Unverändert ist auch die Rangliste der Länder, in die deutsche Shops liefern. Platz eins belegt wie zu erwarten Deutschland. Österreich (73 Prozent), die Schweiz (57 Prozent) sowie BeNeLux und Frankreich (beide 39 Prozent) komplettieren die Top 5 der deutschen E-Commerce Exportländer.
Als wichtigste E-Commerce-Trends haben sich für das kommende Jahr vor allem technische Themen herauskristallisiert. So bezeichnen viele Shopbetreiber zum Beispiel SEO, Sicherheit und Mobile als besonders interessant und wichtig. Außerdem liegen Marketing-Themen wie Individualisierung, Kundenbindung und Storytelling im Trend.
