Jetzt zum Webinar anmelden
November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk
35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.
Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.
Alle Inhalte im November kostenlosRegistrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.
Das werden die Logistik- & Versand-Trends 2017 für Onlinehändler
15.07.2016 Deutsche Online-Shopper geben jährlich pro Kopf im Schnitt 1.160 Euro aus. Dabei fordern sie immer mehr Flexibilität und Service seitens der Logistiker ein. Onlinehändler und Logistiker stehen hierbei 2017 vor sieben Herausforderungen.
HANDLUNGSRELEVANZ
|
|
Operativ |
Strategisch |
Visionär |
|
Technik |
|
|
|
|
Medien |
|
|
|
|
Wirtschaft |
|
|
|
|
|
heute |
morgen |
übermorgen |
- den Kunden selbst: Er muss länger als nötig auf sein Päckchen warten oder es sich sogar im Paketshop abholen - was oft mit Schlangestehen verbunden ist.
- den Dienstleister: Auf der anderen Seite kommen die Fehlzustellungen den Paketdienst teuer zu stehen, denn er muss seinen Zusteller mehrmals hinschicken.
- den Händler: Darüber hinaus ärgert die verspätete Zustellung auch den Onlinehändler. Denn ein Paket, das lange nicht zugestellt werden kann, wird eher vom Kunden retourniert.
Um diese Probleme zu lösen, werden Onlineshops und Paketdienstleister den Kunden immer mehr Services anbieten, die die kundenindividuelle Lieferung ermöglichen. Logistik wird zunehmend ein Wettbewerbsfaktor für Online- und Crosschannel-Händler. Das stellt Versender vor die immer größer werdende Herausforderung, noch schneller zu sein. "Just in time, am besten heute bestellt und heute beliefert", beschreibt Daniel Wild das Dilemma. "Die lückenlos funktionierende Wertschöpfungskette wird neben allen crossmedialen Direktmarketing-Maßnahmen die nächsten Jahre mit zum Schlüssel des Erfolges eines jeden Onlinehändlers", ist er sich sicher.
Die erfolgreiche Lieferung im E-Commerce entscheidet maßgeblich darüber, wie zufrieden der Kunde ist, ob er wiederkehrt - oder beim nächsten Mal bei Amazon einkauft. Aber gerade die erfolgreiche Erstzustellung entpuppt sich als die Achillesferse im Onlinehandel. Während die meisten anderen Prozesse bei vielen Onlinehändlern inzwischen reibungslos, schnell und zur Zufriedenheit der Kunden funktionieren, hapert es bei der Lieferung regelmäßig. Und was bringt dem Kunden die schnellste Bestellungsabwicklung seitens des Shopbetreibers, wenn das Paket beim Nachbarn landet, der dann vielleicht übers Wochenende verreist ist, im Paketshop, der abends schon vor Feierabend schließt, oder in der Postfiliale, wo den Kunden lange Schlangen am Schalter erwarten?
1. Transformation: Digitalisierung hält Einzug in der Logistik
Für Frank Rausch , CEO Hermes Germany , bleibt die Digitalisierung der Megatrend in der globalisierten Welt. Das veränderte Nutzungsverhalten von Versendern führt dazu, dass "Logistikservices zunehmend mobil via Smartphone oder Tablet abgewickelt werden", so seine Prognose. Mobile Services sind deshalb mehr als je zuvor ein "zentraler Erfolgsfaktor bei der Kundenbindung", weiß er. Angesichts der zunehmend komplexen Anforderungen an Schnelligkeit und Flexibilität geht die Digitalisierung auch einher mit einer stärkeren Automatisierung. Bei Hermes betrifft das etwa die Logistikzentren, in denen zum Beispiel durch den Einsatz von selbstfahrenden Fahrzeugen die Durchlaufzeiten von Sendungen und damit die Cut-Off-Zeiten verkürzt werden.Auch Peter Rey von DPD Dynamic Parcel Distribution ist überzeugt, dass "Logistiker die Möglichkeiten der Digitalisierung konsequenter ausnutzen" werden. Ihm zufolge gewöhnen sich Empfänger beispielsweise schnell daran, ihr Pakete in Echtzeit mittels Smartphone oder einem anderen mobilen Device zu jeder Zeit und an jedem Ort zu verfolgen. Er ist überzeugt, dass es immer selbstverständlicher werde, die "eigene Sendung bequem vom Büro oder Sofa fernzusteuern und gegebenenfalls noch bis kurz vor der Zustellung umzuleiten". Pakete werden digital und verknüpfen zunehmend die Online-Welt des E-Commerce mit der Offline-Welt der physischen Waren. In ein ähnliches Horn bläst der Händlerbund, der neben der lückenlosen Sendungsverfolgung über Apps und Schnittstellen, auch "die wachsende Schnelligkeit und Convenience bei der Lieferung und Rücksendung von Waren" sieht. Denn die Kunden werde bequemer und möchten den Empfang und die Rücksendung von Päckchen einfach und ohne zusätzlichen Aufwand in ihren Alltag integrieren.
2. Individualisierung der Logistik
Die Logistik soll 2017 individualisiert werden. "Es geht um exakte Lieferinformationen zu Ort und Zeit, aber auch um eine flexible Anpassung von Lieferort und Lieferzeit", meint Sebastian Karger , Gründer und Geschäftsführer Liquam GmbH . Er ist überzeugt, dass auch Crowd-Logistik, also der Warentransport durch Privatpersonen um Same-Day-Delivery zu erreichen, ein Thema wird. Die Fähigkeit, Produkte schneller in die Lieferkette zu integrieren und dem Kunden direkt zur Verfügung zu stellen, wird Einzelhändlern auf Dauer helfen, Netzkosten zu reduzieren und Lieferzeiten zu verbessern. "Die Chance besteht darin, die eigene Lieferkette und deren Kosten zu optimieren sowie den eigenen Service zu verbessern".Auch im Bereich Verpackung spielen individuelle, personalisierte Angebote eine immer größere Rolle. "Dabei werden die Wünsche immer ausgefallener", berichtet Delphine Jean , Direktorin Marketing & Produktmanagement bei Rajapack . Besonders im Bereich Druck sei man hier noch lange nicht am Ende der Möglichkeiten angelangt. "Immer komplexere Designs bis hin zum naturgetreuen Fotodruck werden angefragt", berichtet sie. Unter www.rajaprint.de können Kunden ihr Logo hochladen und das Layout ganz einfach selbst gestalten. Bedruckung anderer Produkte und Materialien beziehungsweise komplexe Motive besprechen wir dann im Einzelfall mit den Kunden - und finden mit dem Lieferanten gemeinsam die wirtschaftlichste Lösung.
