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E-Commerce: Elf Designtrends 2012

27.10.2011 Auch das Shopdesign unterliegt Moden. ECommerce-Designer müssen immer berücksichtigen, wie die Trends von der jeweiligen Zielgruppe adaptiert werden und ob sie schon für diese eingesetzt werden können. Das Prêt-à-porter des ECommerce-Designs 2012:

 (Bild: Zara.com)
Bild: Zara.com
 (Bild: Zara.com)
Bild: Zara.com
Das Design eines Shops ist weit mehr als nur eine Idee nett angepinselt. Vielmehr ist es ein wichtiger Einflussfaktor auf die Konversionsrate eines Onlineshops. So muss das Design nicht nur für den Nutzer nutzbar sein, sondern muss diesen auch emotional ansprechen, ihm Glaubwürdigkeit vermitteln und das Vertrauen des Nutzers in den Shop stärken. Der Shop hat durch das Design eine Art Charakter, der sich auf Zielpersonas sympathisch, aber auch negativ auswirken kann.

Mit den stetig wachsenden Ansprüchen an das Design und der schnellen Weiterentwicklung der Technik muss man als Designer immer auf dem Laufenden bleiben und neue Trends im Auge behalten.

Um einen Überblick zu erhalten, welche Designtrends im E-Commerce zu beobachten sind und mit welchen Trends man sich 2012 noch beschäftigen wird, habe ich die wichtigsten Trends zusammengefasst.

1. Bildschirmfüllende Bilder

Gerade mit bildschirmfüllenden oder großen Bildern kann der Nutzer (bei richtiger Bildauswahl) sehr gut emotional angesprochen werden. Ein größeres Bild kann wesentlich stärker wirken als ein kleiner Bildteaser.

Screenshot: Cassette (Bild: Screenshot)
Bild: Screenshot
Screenshot: Cassette



Eine bildschirmfüllende Variante kann hierbei den Effekt noch mal verstärken. Allerdings benötigt man hierfür eine sehr gute Bildauswahl, die optimal auf ein bildschirmfüllendes Konzept ausgelegt ist. Andere Elemente wie zum Beispiel Sicherheitssignale oder Navigationselemente können hierbei allerdings untergehen. Deshalb ist diese Variante eher für Markenshops empfehlenswert, bei denen schon die Marke genügend Sicherheit ausstrahlt.

Screenshot: Zara.com (Bild: Screenshot)
Bild: Screenshot
Screenshot: Zara.com



Vollflächige Bilder mit hoher Zoomstufe eignen sich auch als Produktbilder, um Begehrlichkeiten zu wecken und dem Nutzer die Möglichkeit zu geben, jedes Detail des Produktes zu entdecken. Das beweisen beispielsweise Zara  , Indochino   oder der französische Schuh-Shop The Cassette  , der Bildschirm füllende Startbilder auch noch animiert anbietet:

Screenshot: Indochono (Bild: Screenshot Webarts)
Bild: Screenshot Webarts
Screenshot: Indochono



Auch Hard Graft   ist ein gutes Beispiel, wie man mit großen Bildern zukunftsorientiert Designs gestaltet:

Screenshot: Hard Graft (Bild: Screenshot Webarts)
Bild: Screenshot Webarts
Screenshot: Hard Graft



2. Dunkle Designs

Dunkle Designs werden eher vermieden. Erstens ist eine helle Schriftart auf dunklem Hintergrund schlecht zu lesen und zweitens kann ein dunkles Design schnell unfreundlich und abschreckend wirken.

Screenshot: Sageflyfish.com (Bild: Screenshot Webarts)
Bild: Screenshot Webarts
Screenshot: Sageflyfish.com



Setzt man dunkle Flächen allerdings gekonnt ein, wie beispielsweise Sage Fly Fisch  , Finis   oder Más Design  , können sie gezielt Stärke und Exklusivität vermitteln.

Screenshot: Maselement.com (Bild: Screenshot Webarts)
Bild: Screenshot Webarts
Screenshot: Maselement.com



Diese Exklusivität kann gerade bei der Zielgruppe der Männer gut ankommen.

Screenshot: Finis.com (Bild: Screenshot Webarts)
Bild: Screenshot Webarts
Screenshot: Finis.com



3. Endlos Scrollen

Auf Webseiten begegnet uns das asynchrone Nachladen von Inhalten und das "Endlose Scrollen" schon immer häufiger unter anderem auf Seiten wie Twitter und Facebook. Im E-Commerce hingegen wird es noch relativ zaghaft als Ersatz für die Paginierung auf Kategorieseiten verwendet.

Screenshot: Mirapodo.de (Bild: Screenshot Webarts)
Bild: Screenshot Webarts
Screenshot: Mirapodo.de



Beide Systeme haben Ihre Vor- und Nachteile. Ob das asynchrone Nachladen von Inhalten von der jeweiligen Zielgruppe schon verstanden und akzeptiert wird, sollte auf jeden Fall in einem Nutzertest überprüft werden.

Die Scrollleiste kann bei Mirapodo   schon etwas länger werden, insofern man die Filter nicht benutzt.

4. Große Footer

Der Footer ist 2012 nicht mehr lediglich eine kleine Zeile, in der das Impressum verlinkt ist und die Rechte festgehalten werden, wie Bigbrownbox   aus Australien zeigt:

Screenshot: Bigbrownbox.au (Bild: Screenshot Webarts)
Bild: Screenshot Webarts
Screenshot: Bigbrownbox.au



Sondern der große Footer wird zu einem vertrauensbildenden Element, welches nützliche Informationen wie Kontaktmöglichkeiten, Sicherheitssiegel, Bezahlmöglichkeiten, Versandmethoden usw. für den Nutzer bereit hält.

Screenshot: Zalando.de (Bild: Screenshot Webarts)
Bild: Screenshot Webarts
Screenshot: Zalando.de



Der deutsche Schuh-Shop Zalando   zeigt den Trend.

5. Konfiguratoren und Mass Customization

Auch wenn uns als Konsumenten für gewöhnlich zu viel Auswahl überfordert, so möchten wir doch trotzdem ein höchst individuelles Produkt kaufen und besitzen. Dadurch bleibt auch die Thematik des Mass Customization für 2012 interessant.

Individuelle Fahrräder verkauft Bike by Me   - und das, ohne dass es kompliziert wird. Der Fahrradhändler markiert damit die Vorreiterrolle bei den ECommerce-Trends des Jahres 2012:

Screenshot: Bikebyme.com (Bild: Screenshot Webarts)
Bild: Screenshot Webarts
Screenshot: Bikebyme.com



Neben Schokolade, Hemden und Notizbüchern wird es weitere Produkte geben, die man nach seinen individuellen Ansprüchen zusammenstellen kann. Wichtig ist es, dass die Individualisierung leicht von der Hand geht und auch schnell umsetzbar ist, wie Brandbook   belegt:

Screenshot: Brandbook.de (Bild: Screenshot Webarts)
Bild: Screenshot Webarts
Screenshot: Brandbook.de



Der Shop für Notizbücher ("Entdecken Sie unsere Notizbuch Welt") gewann im Jahr 2011 den Reddot-Design-Award   und verfügt über einen Notizbuch-Konfigurator  .

6. Minimalismus

Der minimalistische Stil ist eigentlich schon ein alter Hut, aber nach wie vor hält sich dieser Trend:

Screenshot: 7trends.de (Bild: Screenshot Webarts)
Bild: Screenshot Webarts
Screenshot: 7trends.de



Denn die Klarheit der minimalistischen Designs bietet eine gute Übersichtlichkeit und Platz für emotionale Bilder:

Screenshot: Grenson (Bild: Screenshot Webarts)
Bild: Screenshot Webarts
Screenshot: Grenson



Diese Kombination funktioniert nach wie vor sehr gut, wie Asos  , der deutsche Shop 7trends  , Grenson   aus den UK und Selekkt.com   zeigen.

Screenshot: Asos (Bild: Screenshot Webarts)
Bild: Screenshot Webarts
Screenshot: Asos



Aufpassen muss man allerdings, dass das Design nicht austauschbar wird und die Shopmarke zu kurz kommt und sich der Shop nicht mehr von der Konkurrenz abheben kann.

Screenshot: Selekkt (Bild: Screenshot Webarts)
Bild: Screenshot Webarts
Screenshot: Selekkt



Auch 2012 wird minimalistisches Design dort im E-Commerce eingesetzt werden, wo für die Zielgruppe Coolness und Emotion wichtig sind.

7. Mobil angepasste Designs

Webseiten werden immer häufiger von mobilen Geräten aufgerufen. Um dem Nutzer auch mobil ein gutes Nutzererlebnis bieten zu können, müssen Webseiten für die mobilen Geräte optimiert werden.

Screenshot von der Mobilseite von Asos.com (Bild: Screenshot Webarts)
Bild: Screenshot Webarts
Screenshot von der Mobilseite von Asos.com



Kleinere Datenmengen, Ausrichtung auf die Bedienung mit dem Finger und Anpassung des Layouts auf den kleineren Bildschirm sind grundsätzliche Dinge, die beim Design für mobile Geräte berücksichtigt werden müssen.

8. Dominante Social-Media-Elemente

Social Media ist viel mehr als lediglich einen Onlineshop auf Facebook zu betreiben. Neue Shopkonzepte nutzen den Effekt, dass sich Menschen nach anderen Menschen (vor allem aus ihrem Umfeld) richten, auch direkt im Shop selbst.

Screenshot: King.me (Bild: Screenshot Webarts)
Bild: Screenshot Webarts
Screenshot: King.me



Der Shop als eigenständige Community mit Empfehlungselementen, die auf eigenen und Empfehlungen der Freunde basiert, ist das Ergebnis und mit Sicherheit noch nicht alles.

Screenshot: Levis Friendstore (Bild: Screenshot Webarts)
Bild: Screenshot Webarts
Screenshot: Levis Friendstore



Beispiele wie KING.ME   , der
Levi's Friendstore   und Style.ly   zeigen, dass auch in den nächsten zwölf Monaten die Entwicklung von sozialen Konzepten zum Warenverkauf weitergehen wird - wenn auch vielleicht mit leicht gedämpftem Hype.

Screenshot: Style.ly (Bild: Screenshot Webarts)
Bild: Screenshot Webarts
Screenshot: Style.ly



9. Symmetrische Layouts

Während die meisten Layouts links das Logo tragen und dadurch eine Asymmetrie entsteht, kann man immer häufiger auch symmetrische Layouts entdecken, die das Logo mittig ausrichten und um das Logo herum die Navigation und Layout symmetrisch aufbauen.

Screenshot: Jenier World of Teas (Bild: Screenshot Webarts)
Bild: Screenshot Webarts
Screenshot: Jenier World of Teas



Gerade für Webseiten, die eine beruhigende Ausstrahlung haben sollen, ist ein symmetrisches Layout eine Überlegung wert.

Screenshot: Foureleven.se aus Schweden (Bild: Screenshot Webarts)
Bild: Screenshot Webarts
Screenshot: Foureleven.se aus Schweden



Jenier World of Teas   und
Foureleven   sind richtungsweisende Vertreter dieses Trends.

10. Texturen statt Verläufen

Lange Zeit waren vollfarbige Flächen und Farbverläufe an der Tagesordnung im Web. Gerade der Web 2.0-Stil ist geprägt von Verläufen mit Glanzelementen.

Screenshot: Desina.co.uk aus England (Bild: Screenshot Webarts)
Bild: Screenshot Webarts
Screenshot: Desina.co.uk aus England



Diese teilweise sterilen Designelemente werden - wie bei Desina  , Neve Inspired  
und Jesus Skid   - immer häufiger aufgebrochen und mit Texturen wird den Webseiten Seele eingehaucht.

Screenshot: Neve Inspired (Bild: Screenshot Webarts)
Bild: Screenshot Webarts
Screenshot: Neve Inspired



Von einer edlen Anmutung mit Holz- und Ledertexturen bis hin zu natürlichen Eindrücken mit Stoff- oder Papptexturen - Texturen können den Eindruck eines Shops positiv unterstützen.

Screenshot: Jesusskid (Bild: Screenshot Webarts)
Bild: Screenshot Webarts
Screenshot: Jesusskid



11. Mehr Wert auf Typografie

Gerade mit dem Einzug des minimalistischen Designs erfuhr die Typografie eine erhöhte Zuwendung.

Screenshot: A Modern Eden (Bild: Screenshot Webarts)
Bild: Screenshot Webarts
Screenshot: A Modern Eden



Während zunächst auf Bilder zurückgegriffen werden musste, um individuelle Fonts darzustellen, entwickelt sich die Technik immer weiter und das Angebot für Fonts die über den @font-face Tag eingebunden werden können, steigen 2012 weiter.

Screenshot: Custom Bag HQ (Bild: Screenshot Webarts)
Bild: Screenshot Webarts
Screenshot: Custom Bag HQ



A Modern Eden  , ZaraMama   und Custom Bags HQ   sind hierfür Beispiel gebend.

Screenshot: Zaramama (Bild: Screenshot Webarts)
Bild: Screenshot Webarts
Screenshot: Zaramama




Manuel Ressel

Manuel Ressel ist Conversion Designer bei der Web Arts AG  . Seine Leidenschaft gilt dem Thema der Emotionalisierung von Kauf-Prozessen in ECommerce-Portalen. Er bloggt auf Conversion Design  .

Thema: E-Commerce: Elf Designtrends 2012

Kommentar von Joachim Graf

Design ist der USP des Onlineshops 2012

Der ECommerce-Kunde möchte 2012 ein Einkaufserlebnis über den klassischen Schubladenshop hinaus. Emotionalisierendes Design umfasst allerdings weit mehr als Produktvideos und Rundumansichten.

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Joachim Graf (Michael Poganiatz)
Bild: Michael Poganiatz
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