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OVK-Report: Zwei von drei Online-Werbeformen korrigieren ihre Wachstumsprognosen
18.09.2008 Schon vor einem Monat war klar: Der OVK muss seine Wachstumsprognosen in mindestens einem Werbesegement nach unten korrigieren. Jetzt liegen die aktuellen Zahlen des OVK-Reports für das zweite Halbjahr 2008 vor und die Einschätzung der Experten hat sich nicht bestätigt.
Das hat der BVDW in seinem halbjährlichen Report auf der gestarteten online-marketing-düsseldorf bestätigt. Bis zum Jahresende erwartet der OVK für das Segment klassische Online-Werbung ein Gesamtvolumen von 1,8 Milliarden Euro. Dies würde einem Wachstum von rund 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprechen. Im Frühjahr waren die Branchenexperten noch von einem Wachstum von 30 Prozent ausgegangen. Die Umsätze bei den Suchwort-Marketern können die angepeilten 29 Prozent Wachstum aus dem Frühjahr nicht halten. Bis Jahresende rechnet der Verband hier mit einem Wachstum von 24 Prozent auf ein Marktvolumen von 1,4 Milliarden Euro. Einzig die Anbieter aus dem Affiliate-Marketing halten an ihrer Prognose fest. Zum Jahresende wollen sie nach wie vor 268 Millionen Euro in Deutschland umsetzten und damit um 25 Prozent wachsen.
Unter dem Strich verläuft ach das Jahr 2008 für die Interaktiv-Branche sehr erfreulich, denn noch vor einem Monat blickte OVK-Chef Paul Mudter noch wesentlich pessimistischer auf die Wachstumszahlen. Im Gespräch mit iBusiness ging er davon aus, "dass wir zum Jahresende bei zehn bis 15 Prozent Netto-Wachstum herauskommen könnten.". Sowohl die klassische Online-Werbung als auch die gesamte Branche (plus 25 Prozent) liegen mit ihrem Wachstum deutlich über diesem Wert.
Im Vergleich zu den Offline-Werbekanälen beansprucht die Interantiv-Branche mittlerweile einen Marktanteil im Media-Mix von 13,5 Prozent. "Online-Werbung ist nicht mehr aus dem Media-Mix der Werbewirtschaft weg zu denken. Der Anteil von Online-Werbung ist in den letzten vier Jahren von anfänglichen 4,4 Prozent Werbeumsatz auf 13,5 Prozent im Jahr 2008 gestiegen", verkündet Mudter stolz. Ebenfalls eine positive Bilanz zieht der OVK-Vize Frank Bachér von der eBay Advertising Group : "Wir stehen kurz davor das drittstärkste Werbemedium nach Zeitung und TV zu werden. Ich gehe sogar davon aus, dass Online die anderen Mediengattungen bald überholen wird."
Aber die OVK-Verantwortlichen sehen nicht nur Grund zum Jubeln. Sie mahnen einen "Nachholbedarf in werbeintensiven Branchen" an, so ist im Report zu lesen. Zwar habe sich die Online-Werbung inzwischen in allen Wirtschaftsbereichen etabliert, stehe aber in einigen Branchen noch hinter dem Dienstleistungssektor, der am stärksten auf Online setzt, zurück. Ein Vergleich der zehn Wirtschaftsbereiche mit den höchsten Online-Werbebudgets verdeutlicht, wie groß die Unterschiede sind. Insbesondere für Medien, Körperpflege, Handel und Versicherungen wird im Internet noch vergleichsweise wenig geworben. Bei dem am stärksten auf dem Werbeträger Online präsenten Bereich der Dienstleistungen liegt der Online-Anteil am Media-Mix etwa fünf- bis achtmal höher. Vor allem bei den Medien und im Segment Körperpflege machen die Werbebudgets für Online-Werbung weniger als zwölf Prozent aus.
