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Studie: Marketingchefs verpennen Social Media

12.11.2012 Inzwischen soll es gerüchteweise ein sogenanntes "Social Media" geben. Für die Hälfte der deutschen Entscheider im Marketing und Vertrieb ist das - dem TV-Gott sei dank - völlig egal. Für sie haben soziale Netzwerke keine hohe Relevanz im Marketing-Mix des eigenen Unternehmens. 3.719 Top-Entscheider aus Marketing und Vertrieb hat die Wiesbadener Agentur UGW    im Rahmen ihres Expertenbarometers online befragt. Immerhin: Das mit dem Interline (Onnet?) hat Deutschlands Marketingelite scheint's inzwischen begriffen.

Für knapp 50 Prozent der Befragten ist eine Facebook-Präsenz des eigenen Unternehmens "weniger wichtig" beziehungsweise "unwichtig". Nur jeder Fünfte hält einen Facebook-Auftritt für sehr wichtig.

Gefragt nach der eigenen Facebook-Nutzung, gaben rund 60 Prozent der Befragten an, den Service privat und/oder beruflich zu nutzen. Ausschließlich privat bzw. ausschließlich beruflich nutzt jeweils nur jeder Fünfte das Netzwerk. Jeder Dritte ignoriert soziale Netzwerke komplett.

(Grafik: UGW)

Zu beobachten ist eine intensive Verschmelzung zwischen privatem und beruflichem Nutzerprofil der Entscheider. Nur ein Fünftel gab an, mehrere Accounts zu führen, um somit klar zwischen privatem und beruflichem Profil zu trennen. Auch die Art der Nutzung differenziert stark.

Neben der Kommunikation mit Freunden und der Familie (36 %), spielt Facebook   im beruflichen Umfeld vor allem zur Unterstützung des eigenen Unternehmens bzw. der eigenen Marke sowie als Monitoring-Tool eine bedeutende Rolle. Die Befragten nutzen das Netzwerk, um sich über andere Marken und Unternehmen, öffentliche Personen sowie Vereine zu informieren und Wettbewerber zu beobachten (44 %). Als businessrelevante Kontaktplattform zur Vernetzung mit Arbeitskollegen und Geschäftskontakten findet Facebook allerdings nur bei knapp 13 Prozent Verwendung.

Ihre beruflichen Kontakte pflegen drei Viertel in den klassischen B2B-Netzwerken: Jeder Zweite besitzt einen Account bei Xing  , jeder Fünfte bei LinkedIn   .
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Thomas Lang
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