Jetzt zum Webinar anmelden
November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk
35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.
Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.
Alle Inhalte im November kostenlosRegistrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.
Studie: Auf welche Angebote Online-Händler getrost verzichten können
27.08.2008 Im E-Commerce können Betreiber von Online-Shops viel Geld verbrennen. Eine Studie von Novomind zeigt jetzt, in welche Angebote ein Online-Händler erst gar nicht zu investieren braucht, da sie die Kunden sowieso nicht wollen.
Insbesondere Frauen halten wenig von Kundenberatung gegen Geld. Nur jede achte Online-Kundin würde für einen verbesserten Service tiefer ins Portemonnaie greifen. Dagegen ist jeder fünfte männliche Internet-Käufer bereit, eine Gebühr oder einen höheren Preis zu zahlen, wenn er dafür bevorzugt bedient wird. Unter dem Strich sieht jedoch die Mehrheit der Internetkäufer in kostenpflichtigen Leistungen keinen Mehrwert. Das bestehende Service-Angebot reicht den Internetkunden vollkommen aus. 95 Prozent der E-Shopper waren bei ihrem letzten Kauf mit dem Kundenservice des Online-Händlers zufrieden.
Für die Betreiber der Web-Shops kommt es somit stärker darauf an, ihren Kundenservice mit den bestehenden Budgets effizienter zu organisieren, empfiehlt E-Commerce-Experte Martin Groß-Albenhausen . Die Studie zeigt, dass sich mehr als 85 Prozent der Servicewünsche mittlerweile durch automatisierte Text-Chats kostenlos für die Kunden beantworten lassen. So setzten beispielsweise der Möbel-Konzern Ikea oder der Stromanbieter Yellow-Strom auf solche virtuellen Berater. "FAQ-Bots, also automatisierte Kommunikationssysteme, halten verstärkt Einzug in den Kundenservice", weiß Alexander Stricker , Geschäftsführer der Internet-Agentur Charamel und zudem Experte für audiovisuelle Kommunikationslösungen.
Stricker weist im Gespräch mit iBusiness auf einen kommenden Trend in der Online-Kunden-Kommunikation hin: "Avatare übernehmen zunehmend eine Rolle als Gesprächspartner und führen den Kunden durch einen Service-Dialog. Dies macht vor allem dort Sinn, wo sich die benötigten Informationen aus den Datenbeständen generieren lassen. Also beispielsweise: Auskunft über die Verfügbarkeit, die Lieferdauer, Annahme eines Retourenwunsches". Erst wenn der Bot die Kundenanfragen nicht mehr beantworten kann, wird der Kunde in ein Service-Center weitergeleitet. "Chat- und Messenger-Kommunikation gehört bei den meisten Call- und Kundencentern mittlerweile zur Standardausrüstung", erklärt Stricker.
Eine Entwicklung, die sich auch bei Business-Kunden feststellen lässt. So bestätigt Jürgen Schrank vom Business-Versender für IT- und Kommunikationsprodukte Bechtle , dass viele Einkäufer aus den Führungsetagen und den Controllingabteilungen klare Vorgaben haben, die Beschaffungen so zu organisieren, dass beispielsweise Zusatzkosten für Express- oder Schnelllieferungen unterbleiben. Da sich in vielen Online-Shops die Lieferverfügbarkeit eines Artikels anzeigen lasse, können die Einkäufer ihre Order entsprechend terminieren. Somit würde in den meisten Fällen eine Expresslieferung unnötig. Ein wenig anders verhalte es sich bei Zusatzleistungen wie beispielsweise Garantieverlängerungen und Vor-Ort-Services. Hier lasse sich branchenabhängig feststellen, dass Business-Kunden bereit seien, für Instandhaltungs-Services Geld auszugeben.
Selbst die kleine Gruppe derjenigen, die für zusätzlichen Service zahlen würden, gibt sich bei der maximalen Höhe des Aufpreises sehr heterogen. Für mehr als die Hälfte der Online-Konsumenten liegt die Obergrenze für eine Beratungspauschale bei zwei Euro. Nur jeder vierte Webkäufer ist bereit, fünf Euro Service-Aufschlag hinzunehmen.
