Jetzt zum Webinar anmelden
November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk
35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.
Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.
Alle Inhalte im November kostenlosRegistrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.
Reality Check Influencer-Marketing: Wie es wirklich funktioniert
05.03.2018 Influencer-Marketing hat den Höhepunkt seines Hypes passiert - und nimmt langsam Kurs Richtung Mainstream. Für Marken bedeutet das: Die Ansprüche der Kunden steigen, die Influencer werden teurer, der Kanal muss professionell aufgezogen werden. Fünf Trends für das Influencer-Marketing in der Post-Hype-Ära.
HANDLUNGSRELEVANZ
|
|
Operativ |
Strategisch |
Visionär |
|
Technik |
|
|
|
|
Medien |
|
|
|
|
Wirtschaft |
|
|
|
|
|
heute |
morgen |
übermorgen |
Wie also geht es mit dem einst hochgehandelten Hype-Marketing-Instrument weiter? Ein iBusiness-Realitätscheck - und wie man Influencer-Marketing richtig macht, wenn man es macht.
Im Tal der Ernüchterung: Influencer-Marketing sucht den Weg in den Mainstream
Andreas Bersch, Geschäftsführer der Agentur für digitale Markenführung und Social Media Brandpunkt sieht heute im Influencer Marketing einen chancenreichen Kanal: "Man kann ihn jetzt noch zu einem guten Zeitpunkt betreten, aber er erfordert Ernsthaftigkeit in der Auseinandersetzung." Und Felix Beilharz , Berater für Online- und Social-Media-Marketing und selbst als Influencer aktiv, sieht den Kanal auf dem Weg in die Breite: "Bei den kleineren Unternehmen kommt das gerade erst noch an. Auch in vielen Branchen ist es noch nicht etabliert, während es beispielsweise aus Mode oder Fitness nicht wegzudenken ist."Marken, die nun planen, mal einen Zeh ins Influencer-Marketing-Gewässer zu stecken oder bestehendes Engagement auszubauen, sollten ein paar Punkte auf der Checkliste abhaken, bevor sie loslegen.
Checkliste Influencer-Marketing: Worum es gehen muss, bevor es losgeht
- Long Tail und Mikroreichweiten: Die großen Top-Influencer haben sich in den vergangenen Jahren eigene Managements und Hoheit über die Preisgestaltung angeeignet. Statt nur sie zu nutzen, sollten Advertiser den Long-Tail-Markt anschauen und erwägen, sich ihre Zielgruppen-Abdeckung mit Mikroinfluencern zu generieren. "Influencer-Marketing ist ein Kooperationsmodell, kein Kauf von Werbeflächen", sagt Andreas Bersch. "Und im Mittelteil und Long Tail der Influencer-Landschaft wird die Kooperationsbereitschaft höher sein."
- Langfristigkeit: Influencer-Marketing muss nicht kurzfristig und lediglich auf Kampagnen ausgelegt sein. Es kann genauso gut einem langfristigen Markenaufbau dienen. Ein Beispiel hierfür ist etwa das Influencer-Programm Asics Front Runner , bei dem der Sportschuhhersteller Konsumenten mit Reichweite in den sozialen Medien von Hand verliest und auf lange Sicht hin zu Markenbotschaftern macht, sie zu Events einlädt und mit neuen Produkten versorgt.
- Gegenseitiger Content-Vorteil: Beide Seiten, Advertiser und Influencer müssen jenseits des Finanziellen profitieren - der Content muss beide weiterbringen: Die Marke muss er bewerben, den Influencer als kompetent oder herausragend dastehen lassen. Es braucht also beispielsweise wertvolle Infos oder herausragende Creatives, die Influencer exklusiv bekommen und mit denen sie sich profilieren können. Ein Produkt zu schicken, damit es der Influencer vor der Kamera hochhalten kann, reicht nicht aus.
- Händisches People-Business: Für kleinere Firmen und den Einstieg sind Influencer-Plattformen wie etwa Reachhero probat, dauerhaft lässt sich Influencer-Marketing jedoch nicht via Plattform einbuchen - die Auswahl und die Kommunikation muss von Hand geschehen. Hier gerät man allerdings schnell in aufwändige und kostenintensive Gewässer.
- Rechtsberatung: Wer Influencer-Marketing beginnt, sollte sich zunächst rechtlich beraten lassen. Anfänger können über Stolpersteine wie Schleichwerbung oder Sittenwidrigkeit der Inhalte fallen: "Früher wurde das vernachlässigt, heute ist der Kanal kein Wilder Westen mehr", sagt Felix Beilharz.
