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Live Shopping steckt noch in den Kinderschuhen

14.04.2021 Während stationäre Geschäfte nach wie vor weitestgehend geschlossen sind, rücken alternative Servicekanäle hin zu den Kundinnen und Kunden immer mehr in den Fokus. Neben Click & Collect und Click & Meet setzen erste Händler auch auf den interaktiven Service Live Shopping.

Auch die Modemarke Marc Cain setzt auf Live Shopping. (Bild: Marc Cain / Muse Production)
Bild: Marc Cain / Muse Production
Auch die Modemarke Marc Cain setzt auf Live Shopping.
Das Konzept: Via Livestream werden Produkte präsentiert, die die ZuschauerInnen zeitgleich erwerben können. Ob dieser digitale Verkaufskanal den KundInnen überhaupt schon ein Begriff ist und wie er genutzt und bewertet wird, untersucht der aktuelle Corona Consumer Check des IFH Köln zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser . Fazit: Bekanntheit und Nutzung sind noch verhalten, jedoch überzeugt Live Shopping vor allem durch seine Innovationskraft. Eine Zukunftsperspektive sehen vor allem jüngere NutzerInnen.

Die Möglichkeit online Produkte live einzukaufen, ist den meisten KonsumentInnen (67 Prozent) noch nicht bekannt. Rund ein Drittel (30 Prozent) der Befragten kennt den digitalen Service Live Shopping - genutzt haben diesen jedoch gerade einmal vier Prozent. Leicht bessere Werte bei Bekanntheit (33 Prozent) und Nutzung (5 Prozent) sind bei der jüngeren Zielgruppe der 18- bis 29-Jährigen zu verzeichnen.

Im Vergleich zu Click & Collect und Click & Meet zeigen sich die befragten NutzerInnen vor allem von dem innovativen Gedanken des Live Shoppings überzeugt (36 Prozent). Auch wird der Service als ähnlich bequem wie Click & Collect und genauso zielführend wie Click & Meet wahrgenommen. Deutlich schlechter schneidet Live Shopping bei den Befragten in puncto Notwendigkeit und Nützlichkeit ab. Auffällig: Im Vergleich am nützlichsten wird in der aktuellen Situation Click & Collect bewertet.

26 Prozent der Befragten, denen Live Shopping ein Begriff ist, können sich aktuell vorstellen, Liveangebote auch nach der Coronakrise zu nutzen. Deutlich wahrscheinlicher ist das unter jüngeren KonsumentInnen: Für 41 Prozent der 18- bis 29-Jährigen, die schon einmal live gekauft haben oder den Service kennen, birgt Live Shopping Zukunftspotenzial. Aber: Altersübergreifend geben 47 Prozent der KennerInnen und NutzerInnen an, dass es unwahrscheinlich sei, dass sie nach der Krise weiter live shoppen.

(AutorIn: Susan Rönisch )

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