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Social Commerce: Deutsche Start-Ups erproben neue Shopping-Konzepte
27.11.2007 Eine frisch gestartete Online-Plattform für Empfehlungsmarketing und ein neues Shopping-Portal für klickfreudige Internetnutzer: Deutsche Start-Ups sind nach wie vor gut für spannende Shopping-Konzepte. Auch etablierte Anbieter wie der deutsche Woot-Klon Schutzgeld.de machen mit interessanten Neuerungen wieder auf sich aufmerksam.
Hinter Handeln.de steckt die Nürnberger Media-Agentur Dialogbetrieb . Geschäftsführer Christian Dereser sucht nach wie vor Online-Shopbetreiber, die ihre Produkte über Handeln.de vermarkten wollen: "Langfristig wollen wir alle Produkte, die im Internet zu kaufen sind, auch über Handeln.de vermarkten."
Aktuell können Internetnutzer auf der Plattform bereits Artikel von renommierten Händlern wie Buch.de oder Conrad.de weiter empfehlen. Interessierte Shop-Betreiber können sich per E-Mail an Dereser wenden. Allerdings müssen Händler bestimmte Auflagen erfüllen: beispielsweise ihre Produktdaten als Text-Datei auf ihrem Server zur Verfügung stellen.
Internetnutzer können einen eigenen Shops bislang erst auf Handeln.de veröffentlichen. Geplant sind Widgets, um den Handeln.de-Shop auch auf der eigenen Website oder dem eigenen Blog anbieten zu können. Um ihren Shop zu bewerben, bekommen Internetnutzer von Handeln.de kostenlose Visitenkarten. Damit sollen sie beispielsweise Freunde auf ihren Shop aufmerksam machen, wenn etwa jemand einen neuen MP3-Player braucht. Internetnutzer bekommen zudem einen 50-Euro-Gutschein für Yahoo Search Marketing , um ihren Handeln.de-Shop über Suchmaschinen zu bewerben.
Neu am Start ist auch das Social-Shopping-Portal Deutschland klickt , das leicht an das Gewinnkauf-Prinzip des Mainzer Start-Ups Luupo erinnert. Bei dem Klick-Portal startet alle zehn Tage eine Kampagne, die jeweils drei Tage dauert. Pro Kampagne bekommen registrierte Nutzer 15 Freiklicks: sieben am ersten, fünf am zweiten und drei am dritten Tag einer Kampagne.
Bei jeder Kampagne gibt es ein weißes Klickfeld. Das Prinzip: Hinter jedem Pixel dieses Feldes kann sich ein Gewinn verbergen: beispielsweise ein Gutschein oder ein Produkt. Shopper können nun immer auf einen Pixel klicken und hoffen, dass sie damit einen Treffer landen. Hat ein Nutzer etwas gewonnen, so wird der Gewinn sofort angezeigt und das Produkt ist für andere Nutzer aus dem Rennen.
Am zweiten und dritten Kampagnentag schrumpft das Klickfeld und für Nutzer erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, ein Produkt zu erklicken. Allerdings natürlich nur, wenn nicht bereits am ersten Kampagnentag bereits alle Produkte einer Kampagne von anderen Nutzer erklickt wurden. Das Angebot ist für Nutzer kostenlos, finanziert wird die Shopping-Plattform über Werbung von Online-Shops, die ihre Produkte auf Deutschlandklickt.de anbieten.
Hinter dem Angebot steckt die Düsseldorfer Egenium GmbH von Geschäftsführer Murat Icer , der zuvor als Projektleiter bei der ortsansässigen Marketing Factory GmbH tätig war. Marketing Factory betreibt den deutschen Woot -Klon Schutzgeld.de . Dessen Geschäftsmodell hat Geschäftsführer Peter Faisst nun geändert.
Seit vergangener Woche können nur noch registrierte Mitglieder die aktuellen Tagesangebote einsehen. Zuvor war die Website öffentlich zugänglich. Durch die Umstellung will Marketing Factory die Konversionsrate steigern. Bisher mussten Interessenten sich immer erst noch registrieren oder anmelden, wenn sie ein Produkt kaufen wollten. Durch die Vorabanmeldung entfällt diese Hürde nun. "Wir konnten bereits eine deutliche Steigerung beim Absatz bemerken", freut sich Faisst.
Zumdem ist die Zahl der Registrierungen binnen einer Woche von 8.500 auf knapp 10.000 gestiegen. Weiterer Vorteil des neuen Konzepts: "Händler können nicht mehr argumentieren, dass wir mit unseren billigen Tagesangeboten die Preise versauen", erklärt Faisst. "Denn die Preise sehen ja nur noch registrierte Mitglieder und sind nicht mehr öffentlich."
