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Facebook-Widget läutet neue Stufe bei Social Commerce ein
13.03.2008 Das Ziel bei Social Commerce ist eigentlich, dass Internetnutzer dezentral auf einem Web-2.0-Portal bei einem Shop einkaufen können: ohne diesen dafür extra aufsuchen zu müssen. Doch bislang hatte diesen Ansatz noch kein Shopbetreiber umgesetzt. Bis heute.
Ein weiteres ECommmerce-Widget, das Amazon für Facebook entwickelt hat, nennt sich Amazon Grapevine und streamt Aktivitäten auf Amazon zu Facebook. So wird beispielsweise angezeigt, wenn sich Bewertungen ändern oder Rezensionen zu einem Buch hinzukommen. Auch werden Änderungen der Wunschliste und getätigte Käufe des Nutzers in Echtzeit übertragen. Der Facebook-Nutzer kann diese Veränderungen sodann an seine Freundesliste weiterleiten. Beide Widgets laufen zur Zeit nur auf Amazon.com.
Laut ECommerce-Experte und Betreiber des Weblogs Exciting Commerce , Jochen Krisch, ist im Social Commerce "das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht". Seiner Einschätzung nach bieten viele Portale zwar interessante Ansätze. "Auf einer Skala von 100 Prozent haben die aktuellen Anbieter aber erst einen Wert von 30 Prozent des Machbaren erreicht."
Zusatzdienste wie Communities und Bewertungsfunktion seien zwar wichtig, gehörten aber mittlerweile eben schon zum Standard. Sein Hauptkritikpunkt ist vielmehr, dass bei fast allen Anbietern das Social-Shopping-Konzept noch tief im Web 1.0 verwurzelt ist. "Der Verkauf findet nach wie vor in der Regel auf einer zentralen Plattform statt", bemängelt er (iBusiness berichtet).
