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Agentur wird überflüssig: Sieben Trends im Performance-Marketing 2018
15.03.2018 Marken haben die Daten und die Tools - folgerichtig verzichten ihre Marketingverantweotlichen zunehmend auf die Unterstützung von Agenturen beim Performance-Marketing. Nur ein Trend, der das Performance-Marketing in 2018 prägen wird.
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Marken entkoppeln sich zusehends von den Performance-Agenturen. Aktuell ist dies vor allem bei den größeren Playern der Fall. Doch schon längst nicht mehr ausschließlich bei den Großen. Ein Otto spielt beim Abschied von der Performance-Agentur längst mit, klar. Aber man muss kein globaler Konzern mit 4.500 Mitarbeitern sein, um den Abschied von der Agentur zu vollziehen: Auch ein Spreadshirt macht mit, eine mit 500 Angestellten große, aber nicht gerade Lichtjahre von der KMU-Definition entfernte Firma: "Wir nutzen (...) die Möglichkeiten, zum Beispiel auf Social Media, um unsere Audiences zusammenzustellen und verzichten hier auf eine Agentur", sagt Franziska Barth, Head of Marketing Personalization Services bei Spreadshirt. Weiterhin können wir auch verschiedene Audiences gegeneinander testen und so unsere Kampagne Schritt für Schritt optimieren."
Bei der Otto Group beobachtet Sabrina Zeplin, Direktorin Business Intelligence, "eine deutliche Tendenz in Richtung Selbstvermarktung." Allerdings sei nicht das Einsparungspotenzial die einzige treibende Kraft: "Tatsache ist, dass Werbetreibende mit ihren immensen Datenschätzen nicht nur großes Potenzial besitzen, sondern auch eine Menge Verantwortung gegenüber Verbrauchern tragen." Bedeutet dann wohl auch: Die Lust des Konzerns hält sich in Grenzen, Daten pauschal bei Großkonzernen wie Google und Facebook , aber auch bei Performance-Agenturen abzuliefern. Zeplin hält jedenfalls wenig von " Freifahrtschein(en) für algorithmische Experimente(..) Sowohl der Schutz der Daten als auch deren sinnhafte Aussteuerung sollten immer mehr wert sein."
Damit erlebt das Performance-Marketing aktuell einen großen Shift: Weg von den Agenturen, hinein ins eigene Haus. Dass erstmal die Dickfische vorangehen, sollte Agenturen weniger in Sicherheit wiegen. Zum einen adaptieren stets die Riesen zuerst die Marketing-Trends. Zum anderen reichen die Riesigen (wie Otto) den Trend bereits nach unten durch - zunächst zu den Größeren (wie Spreadshirt). Und ein Performance- und Growth-Marketing-Experte wie Bernhard Kalhammer, Mitbegründer der Kinoheld GmbH , rät auch kleineren Marken, den Abschied vom externen Dienstleister in Betracht zu ziehen: "So bleibt die Datenhoheit beim Advertiser, das ist doch extrem vorteilhaft. Und davon abgesehen: Was passiert denn, wenn ich als kleiner Player das Performance-Marketing outsource? Ohne die hohen Budgets lande ich beim Junior oder gleich beim Praktikanten."
Mit dem Verzicht auf die Performance-Marketing-Agentur geben große Advertiser einen Trend vor, der weiter nach unten durchsickern wird, zumal, wie Bernd Kalhammer diagnostiziert "viele Marketer mit Performance-Fachwissen verfügbar sind." Darüber hinaus werden noch sieben weitere Trends das Performance-Marketing bestimmen.
