Jetzt zum Webinar anmelden
November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk
35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.
Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.
Alle Inhalte im November kostenlosRegistrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.
Agentur-Markt: Das sind die 24 größten Umsatzbringer deutscher Agenturen
25.04.2018 Eine iBusiness-Sonderauswertung der Datenbasis zum Internetagentur-Ranking zeigt, wer die Auftraggeber für die Dienstleister sind, woher die Umsätze stammen, wo brachliegendes Potenzial vorhanden ist und was den Agenturen Kopfzerbrechen bereitet. Der Agentur-Markt in Zahlen und Fakten:
HANDLUNGSRELEVANZ
|
|
Operativ |
Strategisch |
Visionär |
|
Technik |
|
|
|
|
Medien |
|
|
|
|
Wirtschaft |
|
|
|
|
|
heute |
morgen |
übermorgen |
Das ist nominell sowohl bei der Gesamtmitarbeiterzahl als auch beim Gesamtumsatz jeweils ein Rückgang zum vergangenen Ranking. Hintergrund: Im Vorjahr hatte das IAR noch 200 Agenturen gelistet. Kalkuliert man die am IAR dieses Jahr nicht mehr teilnehmenden Agenturen mit ihren hochgerechnet 400 Millionen Euro Jahresumsatz hinzu, dann beträgt der interaktive Top-200-Dienstleistungsumsatz in Deutschland immerhin knapp zwei Milliarden Euro. Vergleicht man die Umsatzentwicklung der Agenturen, die sowohl im vergangenen Jahr als auch aktuell gemeldet haben, liegt ein durchschnittliches Wachstum von sehr guten zwölf Prozent im Agenturmarkt vor.
Damit wächst der deutsche Agentur-Markt etwas stärker als der deutsche ECommerce-Markt, der laut Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (BEVH) um 10,9 Prozent zugelegt hat. Nicht mit den Internetagenturen mithalten kann der Display-Markt, dessen Werbewachstum der Online-Vermarkterkreis auf acht Prozent beziffert. Eine detaillierte iBusiness-Sonderauswertung der Datenbasis zum Internetagentur-Ranking zeigt, woher die Umsätze aus dem deutschen Agentur-Markt stammen, wo künftig investiert wird und wo Potenzial und Probleme liegen:
Wo der Agentur-Umsatz herkommt
Etwa ähnlich verteilt sich die Anzahl der Mitarbeiter. 29 Prozent aller Beschäftigten der größten deutschen Digitalagenturen sind 2018 in dem Tätigkeitsbereich Technische Umsetzung/Backend angestellt. Weitere tragende Tätigkeitsbereiche für die gesamte Branche sind die Bereiche Beratung/Produktmanagement, in denen ein Viertel aller fest Angestellten ihren Wirkungskreis haben. Weitere 13 Prozent des Interaktiv-Personals sind im Bereich kreative Umsetzung eingebunden. Acht Prozent der Interaktiven verantworten den Bereich Grafik/Design. Jeweils sieben Prozent sind mit inhaltlichen Umsetzungen sowie Usability/ Konzeption beschäftigt. Weitere neun Prozent der Mitarbeiter kümmern sich um administrative Aufgaben beziehungsweise arbeiten im Bereich Verwaltung.
Insgesamt leicht verbessert hat sich der Anteil von Frauen, die in der digitalen Wirtschaft beschäftigt sind. Der Auswertung zufolge liegt die Frauenquote bei den Full-Service-Internetagenturen bei 43 Prozent (Vorjahr 40 Prozent).
Zielplattform mit der größten Bedeutung für das Agentur-Auftragsgeschäft bleibt weiterhin das Internet. Gut sechs von zehn Umsatzeuro (65 Prozent) der Interaktiven werden übers Web eingefahren. Mit einem deutlichen Abstand folgt hinter dem Internet der Einfluss mobiler Plattformen, über die 22 Prozent der Agenturumsätze erzielt werden.
Welche Themen den Agentur-Markt beherrschen
Bei der Abfrage verschiedener Thesen zum Markt der digitalen Wirtschaft findet die höchste Zustimmung - wie bereits im Vorjahr- die These "Digitale Transformation ist Kernthema der Agenturen für die nächsten Jahre." Die Digitalisierung der deutschen Wirtschaft treibt die gesamte Interaktivbranche um. Was für den Verbraucher längst Alltag ist, beginnt sich nun in immer mehr Unternehmen durchzusetzen. Vernetzung, Crosschannel, digitale Kommunikation: Das heißt, Unternehmen müssen ihre (stark wachsenden) Onlinegeschäftsfelder mit ihren klassischen Geschäftsfeldern vermählen, um in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein. Und so beginnen immer mehr deutsche Firmen in ihre digitale Transformation zu investieren. Vor allem die großen und mittelgroßen Agenturen haben in diesem Feld ihre Kompetenzen bereits gestärkt und begonnen, Kunden und Aufträge an Land ziehen.Eine der größten Herausforderungen - nicht nur für Agenturen - sind die fehlenden Mitarbeiter, die entsprechendes Knowhow haben und digitale Prozesse managen beziehungsweise umsetzen können. Der Fachkräftemangel wird sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen. Überall in der deutschen Wirtschaft fehlt es an Digital-Experten, der Weiterbildungsbedarf läuft aus dem Ruder. Seit Jahren davon betroffen sind die Interaktivagenturen. Daher ist wenig verwunderlich, dass die These "Größte Herausforderung ist fachlich geeignetes Personal zu finden", die zweitstärkste Befürwortung findet. Im Vergleich zum Vorjahr hat die Zustimmung zur These sogar etwas angezogen. Der Fachkräftemangel in der Internetwirtschaft wird nicht besser, sondern strukturell schlimmer:
- Der Digitalanteil in den Unternehmen steigt - immer mehr Arbeitnehmer brauchen Internet-Fähigkeiten.
- Die Dienstleisterszene, die digital Hochgebildete benötigt, wächst, weil PR-Agenturen und Berater, Systemhäuser und Werbeagenturen in das Geschäft um digitale Transformation und Internet-Kommunikation einsteigen.
- Der Anteil der Berufseinsteiger wächst, die sich selbstständig machen, statt sich einstellen zu lassen.
- Die Zahl der Berufseinsteiger sinkt demografisch.
- Die digitalen Herausforderungen wachsen, wodurch die Anforderungen an digital beschäftigte Arbeitnehmer steigen.
Was die Mitarbeiter betrifft, bleibt es unter dem Strich ein massives Branchenproblem geeignetes Personal zu finden. Zusammengefasst: Nachfrage wächst, Angebot sinkt.
Dennoch, geht es nach den Prognosen der meisten Agenturen, soll der Mitarbeiterstamm wachsen. Drei von vier Agenturen (73 Prozent) gehen davon aus, dass die Zahl der Angestellten steigen wird. Nur zwei Prozent rechnen damit, dass die Mitarbeiterzahl abnehmen wird. 15.202 fest angestellte Mitarbeiter beschäftigen die deutschen Top-Agenturen aktuell; nominell ein Plus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Branche stellt also ein. Damit wächst die Mitarbeiterzahl in den Agenturen fast proportional zum Umsatz, der aktuell um zwölf Prozent wuchs.
Wer die Auftraggeber sind und woher sie kommen
Neben den 'sonstigen' sind es vor allem 24 nennenswerte Branchen, mit denen die Agenturen ihre Umsätze machen. Mit 14,7 Prozent Anteil am Branchen-Umsatz machen Aufträge aus dem 'Handel und Versand' den höchsten Anteil im deutschen Agentur-Markt aus. Auf Aufträge aus dem Kraftfahrzeugmarkt entfallen 6,6 Prozent gefolgt von 'Industriellen Verbrauchsgütern' mit fünf Prozent. Leicht nachgelassen haben Medien-Projekte für Agenturen. Sie generieren aktuell 4,5 Prozent der Dienstleister-Umsätze, während sie im Vorjahr noch mit 6,7 Prozent Anteil am Umsatz zu Buche schlugen.
