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Marketing Suites: Was die Marktführer für die Zukunft planen
07.07.2021 Adobe, Hubspot, Mapp, Optimizely, Salesforce und SAP - wie sich die sechs große Marketing-Suite-Anbieter für die Zukunft wappnen.
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Beides hinterlässt Spuren im Marketing. Das gilt auch, wenn es um die Auswahl geeigneter Marketinglösungen geht. Die Mega-Trends im Marketing lauten daher (siehe iBusiness: Marketing-Software - Wie das Cookiegeddon den Markt verändert):
- CRM- und Datenstrategien im MittelpunktQualifizierte Reichweite lässt sich in Zukunft nicht mehr kaufen. Damit ist eine zuverlässige CRM-Strategie wichtiger denn je geworden. Moderne CRM-Tools bieten mehr als eine einfache Kontaktdatenverwaltung. Sie bilden den Nukleus für Marketing auf allen Kanälen, einschließlich Social Media, Print und POS.
- Erweiterte Planungs- und KontrolltoolsDigitales Marketing hat an Komplexität gewonnen. Inzwischen steht eine Vielzahl von Kanälen zur Verfügung, die präzise personalisiert und individualisiert werden können. Funktionen zur Orchestrierung bzw. Marketing Automation sind daher von zentraler Bedeutung, um den Kunden bzw. die Kundin und nicht den Kanal in den Mittelpunkt des Marketings zu stellen.
Weitere Komplexität kommt hinzu, wenn auch das Unternehmen global, dezentral und agil organisiert ist. Damit es nicht zum Chaos kommt, sind Funktionen aus dem Bereich Marketing Resource Management (MRM) wichtig.
- Analytics, Datenschutz und Consent-ManagementDatenschutzrechtliche Überlegungen sind eine dritte Säule, die viele Unternehmen zum Umdenken bringen. Entscheidend ist vor allem eine Consent-Optimierung, um möglichst viele Zustimmungen zu erhalten.
In dieser Übersicht hat iBusiness Überprüft, inwieweit die Anbieter großer Marketing-Suites diese Entwicklung berücksichtigen und welche Neuerungen sie zuletzt eingeführt haben oder für die Zukunft planen. Eine vollständige Besprechung der einzelnen Suites finden Sie hier: Die besten Marketing-Suites der Enterprise-Klasse durchleuchtet.
Diese Suites haben wir berücksichtigt:
- Adobe Experience Cloud
- Hubspot
- Mapp Cloud
- Optimizely (zuvor: Episerver)
- Salesforce Marketing Cloud
- SAP / Emarsys
Adobe
Adobe hat in diesem Jahr ein ganze Reihe neuer Funktionen in seiner Experience Cloud vorgestellt. Zumindest dem Papier nach verteidigt Adobe dabei seine Spitzenposition: Nahezu alle Forderungen der Marketingbranche finden sich in der Featurelist der Software - allerdings sind manche Funktionen noch in einem Beta-Status.Kern der Cloud-Lösung ist die Experience Platform, deren Aufgabe es ist, die unterschiedlichsten Daten im gesamten Unternehmen zu sammeln und zu konsolidieren, um aussagekräftige Kundenprofile und eine einheitliche Datenbasis für alle weiteren Anwendungen zu bilden. Der Single-Source-of-Truth-Ansatz ist damit erfüllt.
Die eigentlichen Marketing-Operationen werden im Customer Experience Management (CXM) verwaltet. Hier gibt es Neuerungen im Customer Journey Management, Data Insights und Audiences, Content und Personalisierung, Commerce und Marketing Workflows.
Der neue Adobe Journey Optimizer identifiziert anhand der Kundensignale relevante Customer Journeys und ermöglicht es, die einzelnen Kontaktpunkte zu optimieren. Zielgruppenbasiertes Outbound-Marketing soll so mit Elementen aus dem One-on-One-Marketing verbunden werden. Die neue Customer Journey Analytics soll es zudem Marken ermöglichen, On- und Offline-Kundendaten zusammenzuführen. Weitere Neuigkeiten:
- Adobe Real-time CDP: Adobe will mit der neuen Generation seiner Real-time Customer Data Platform (CDP) eine konsequente First-Party-Data-basierte Kundengewinnung ermöglichen - auch wenn etwas unklar bleibt, wie dies geschehen soll. In der Pressemitteilung heißt es dazu wortreich, aber inhaltsarm: "In der B2B-Edition von Adobe Real-time CDP können Unternehmen zunächst sowohl individuelle als auch Account-Profile zusammenführen, um umfassende Informationen und Aktivierungen zu erhalten. Dies hilft B2B-Unternehmen dabei, wie B2C-Marken zu denken und zu handeln."
- Segment Match: Konkreter ist die als Beta-Version verfügbare Funktion Segment Match in der CDP. Unternehmen können damit eigene First-Party-Datensätze austauschen. Als Beispiel nennt Adobe Einzelhändler, die Haarprodukte und -accessoires verkaufen. Sie könnten eine Partnerschaft mit einer Marke für Hautpflegeprodukte eingehen, um nicht-sensible Segmentdaten über ihre KundInnen auszutauschen und passende Produkte empfehlen zu können.
- Headless Content Management System (CMS)-Funktionen erleichtern die Integration. Inhalte können so als Daten über APIs bereitgestellt werden. Assets Essentials ermöglicht eine Standard-Asset-Management-Funktion.
- Adobe Commerce: Gerade erst hat Adobe die Shop-Software Magento in Adobe Commerce umgetauft (lediglich die Open-Source-Variante behält noch den Namen "Magento"), da gibt es auch schon erste Synergien: Produktempfehlungen auf Basis von den zentral gesammelten Kundendaten und der KI-Engine Sensai sowie eine neue Live Search für die Händlerwebsite gehören dazu.
Hubspot
In seinem Marketing Report 2021 hat Hubspot die Generierung von hochwertigem Traffic und Leads als die größte Herausforderung der kommenden Monate identifiziert. Dabei geht es weniger darum, Traffic zu erzeugen (diese Aufgabe hält Hubspot für machbar), sondern darum, daraus Sales und Leads zu generieren. Insbesondere die Veränderungen hinsichtlich Privacy und 3rd-Party-Cockies sorgen für hohe Hürden. Die Hubspot-Antwort: Marketer sollen perfekten, hochwertigen, präzise optimierten Content bieten, um so an hochwertige 1st-Party-Daten zu gelangen.Tatsächlich ist Hubspot seit seiner Gründung auf Inbound-Marketing spezialisiert und damit dafür prädestiniert, die Cookie-Herausforderung anzunehmen. Der Kern von Inbound-Marketing besteht darin, potentielle KundInnen mit passendem Content auf seine Website und Produkte aufmerksam zu machen und schrittweise zu qualifizieren. Die Generierung von 1st-Party-Daten gehört so zur ureigensten Kernidee von Hubspot.
Hubspot verfolgt einen schlüssigen - und in sich geschlossenen - Marketing-Ansatz. Daher versteht sich die Software als eine geschlossene Anwendung. Einerseits sind dadurch schnell Erfolge zu erzielen. Andererseits sieht Hubspot vergleichsweise wenige Integrationsmöglichkeiten vor.
- Content Hub: Folgerichtig ist vor diesem Hintergrund die Entwicklung eines eigenständigen CMS, das im April 2020 vorgestellt wurde. Als grundlegender Baustein einer Inbound-Stratege ist eine präzise Aussteuerung, Gestaltung, Personalisieren von Content und eine Auswertung des Nutzerverhaltens (zum Beispiel durch Umfragen) essentiell.
- Kampagnen und Automation: Die konsequente Inbound-Ausrichtung macht sich auch bei der Kampagnenplanung und Automation bemerkbar. Das entsprechende Vorgehen ist fester Bestandteil der Software. Dies führt vom SEO-Tool (das Themen für Landingpages identifiziert), über das Content-Management-System (mit Call-to-Action-Manager), Social-Media-Tool (zur automatisierten Steuerung von Postings) bis zum Lead-Management für den Vertrieb. Facebook-, Instagram-, Linkedin- und Google-Anzeigen lassen sich ebenfalls integrieren. Automatisierungs-Workflows sind effektiv gehalten.
- Sales hub:Im September 2020 hat Hubspot außerdem sein CRM-System Sales Hub erneuert. Erstes Ziel war es, Reibungsverluste innerhalb des Unternehmens zu eliminieren und die Sales-Abteilung besser zu unterstützen.
- Outbound und E-Commerce: In anderen Bereichen bleibt die Kampagnenplanung aber eingeschränkt: So sehr die Stärken im Inbound-Marketing hervorstechen, so sehr fallen die Schwächen in ECommerce-lastigen Szenarien auf. Hubspot ist ein starkes Tool, solange es um Inbound-Marketing und Lead-Nurturing geht. Für diesen Einsatzzweck ist Hubspot gedacht, hier fühlt sich die Anwendung rund an, ist in sich stimmig und verspricht schnelle Erfolge bei effizientem Mitteleinsatz.
- Marketing Ressource Management: Etwas schwach ist Hubspot auch bei Funktionen zum Marketing Ressource Management aufgestellt. Zwar lässt sich die Produktivität der Vertriebsteams genau analysieren, es fehlen jedoch erweiterte Funktionen zum Management verteilter Teams, Ressourcen, Budgets und Assets.
Mapp Cloud
Mapp (der Name ist schlicht ein Akronym von Marketing Application) hatte in den vergangenen Jahren einen ausgesprochen guten Lauf und konnte ihren Umsatz deutlich steigern. Die Marketing Cloud mit umfassendem Anspruch ist neu und alt zugleich. Alt, weil sie im Kern aus namhaften Marketing-Anwendungen (Stichworte: Teradata, Bluehornet, eCircle, Ozone, Argyle Social, Webtrekk) besteht. Neu, weil Mapp erst 2017 zu einem neuen Unternehmen geformt wurde und sich daran machte, die Software-Bestandteile zu einer umfassenden Suite zusammenzufügen.Die Mapp Cloud versteht sich als digitale Customer Experience-Plattform, die es erlaubt, Kundendaten zu managen, belastbare Insights daraus zu generieren und diese kanalübergreifend zur Kundenbindung und Neukundengewinnung zur Verfügung zu stellen. Analytics-Daten werden in Insights übersetzt und dies ermöglicht hochgradig personalisierte Marketing-Aktivitäten. Unternehmen werden dabei unterstützt, Interaktionen durch echtzeitbasierte Insights einfach und effektiv zu automatisieren.
Auch wenn Mapp als Suite konzipiert wurde und die einzelnen Funktionen aufeinander abgestimmt sind, können auch Module der Mapp Cloud Stand-Alone gebucht werden. Wesentliche Bestandteile sind eine Customer Data Platform (CDP), eine Data Management Platform (DMP), eine KI-gestützte Engine sowie ein Marketing-Automatisierungs- und ein umfangreiches Analysetool.
- Mapp Intelligence: Diese Herangehensweise gilt auch für das jüngste Mapp-Familienmitglied, die Analytics-Anwendung Mapp Intelligence. Dahinter steckt nichts anderes als Webtrekk aus Hamburg, eine Lösung, die bis 2019 als eigenständiges Werkzeug entwickelt und vermarktet wurde. Inzwischen bekam Webtrekk bereits unter Mapp-Führung an entscheidenden Stellen Updates und wurde Anfang 2020 fester Bestandteil der Marketing Cloud.
- Data Management Platform (DMP): Das Herzstück der DMP ist eine integrierte Dateninfrastruktur, die eine Vielzahl an APIs bietet, um Daten einfach und flexibel zusammenzuführen bzw. auszuspielen. Daten lassen sich mit der Mapp Cloud aus den unterschiedlichsten Quellen in einem zentralen Daten-Hub bündeln. Dadurch werden Datensilos aufgebrochen und der Marketer profitiert von verständlichen, leicht zugänglichen und einfachen nutzbaren Insights.
- Customer Relation Management (CRM): Dank zentraler Kundenprofile ermöglicht Mapp eine 360-Grad-Sicht auf die KundInnen und Kontakte. Durch die Erfassung unterschiedlicher Informationen wie persönliche Attribute, Einkaufshistorie, Interaktionen, Transaktionen und Treuestatus entsteht ein verlässliches Kundenbild. So entstehen vollständige Kundenprofile mit Bestell- und Engagement-Informationen für eine passgenaue Zielgruppen-Ansprache, die für eine erweiterte Segmentierung und automatisierte Kontaktaufnahme im Cross-Channel nutzbar sind.
- Content: Digitale Assets werden in Mapp zentral verwaltet und können automatisiert eingebunden werden. Das Cross-Channel-Modul Mapp Engage verfügt über einen robusten und intuitiven WYSIWYG-Editor. Mithilfe von Templates lassen sich einfach und effektiv neue E-Mails und Landingpages ohne HTML-Code erstellen. Inhalte lassen sich ohne größeren Aufwand bearbeiten und per Drag&Drop verschieben.
- Personalisierung / Individualisierung: Eine kanalübergreifende Eins-zu-Eins-Personalisierung basierend auf sämtlichen Online- und Offline-Kundenaktivitäten ist eine der zentralen Funktionalitäten der Mapp Cloud. Zugleich lassen sich u. a. Produktempfehlungen, Banner, Overlays, Smart-Coupons und Gewinnspiele aus unserer Marketing-Plattform heraus generieren und ausspielen.
- Marketing Automation: Die Mapp Cloud verfügt über ein eigenes Marketing Automation Modul ("Whiteboards"). Dieses verfügt unter anderem über eine selbst entwickelte "Best Sendout Time"-Funktionalität sowie eine einfache Workflow-Integration mit Dritt-Systemen. Durch die Automatisierungen in der Mapp Cloud können Nutzerkriterien und Kampagnenaktionen für jede Zielgruppe per Drag & Drop nach Belieben miteinander kombiniert werden. So können auf einfache Art Kampagnen-Templates erstellt werden, z. B. Onboarding Workflows, Up- und Cross-Sell-Aktivitäten, Kundenbindung oder Retargeting abgebrochener Warenkörbe.
- ECommerce/Shop-Funktionen: Mapp Cloud verfügt über umfangreiche Onsite-Marketing-Möglichkeiten zur Personalisierung von Webseiten (Banner, Custom HTML, Layer, Recommendations). Zugleich werden Product Recommendations sowie Smart Coupons unterstützt. Ein Shopsystem mit PIM und Ordermanagement gehört nicht zum Mapp-Funktionsumfang.
Optimizely (zuvor: Episerver)
Episerver, Software-Anbieter für CMS-, ECommerce- und EMail-Marketing, und Optimizely, eine Test- und Optimierungs-Plattform, operieren seit Jahresbeginn gemeinsam unter dem Namen Optimizely - nachdem Episerver das Unternehmen im vergangenen Jahr übernommen hat.Beide Produkte sollen zu einer stärkeren Anwendung verschmolzen werden. Episerver steuert dabei die Funktionen seiner Customer Centric Digital Experience Plattform bei, Optimizely die Funktionen eines Experimentations-Unternehmen. Kern bleibt dabei eine Suite mit datengetriebenem Digital-First-Ansatz. Die Anwendung verspricht ein Set an ineinandergreifenden digitalen Marketing- und ECommerce-Prozessen, die bestmöglichen Ergebnisse erzielen sollen.
- Optimization-as-a-Service: Erstes Produkt auf diesem Weg ist ein Optimization-as-a-Service-Angebot, das Targeting, Testing und Empfehlungen kombiniert.
- Content-as-a-Service: Daneben soll im Laufe des Jahres ein Content-as-a-Service-Angebot mit einer vollständigen Headless DXP und neuen Authoring- und Editierfunktionen auf den Markt kommen.
- Customer-Data-Plattform (CDP): Ende März hat Optimizely außerdem die Customer-Data-Plattform (CDP) Zaius übernommen. Damit hat sich das Unternehmen Zugriff auf eine KI- und ML-Engine gesichert und den Anspruch unterstrichen, Marketer noch besser bei der Gewinnung von 1st-Party-Data zu unterstützen. Konkret verspricht sich Optimizely folgende Vorteile:
- Datengewinnung und -harmonisierung sollen von 50 Connector-Apps profitieren, die durch One-Click-Integrationen und automatisierte Identitätsbestimmung mit Zustimmungsmanagement verbesserte Kundendate bieten.
- Die Segmentierungs-Engine von Zaius liefert in Kombination mit Verhaltensdaten (aus Tests und Experimenten) und Transaktionsdaten (aus der Content- und Commerce-Plattform) neue Insights mit Hilfe von Prognosen durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen.
- Zaius erhält 125 vorkonfigurierte Orchestrierungsoptionen, um zielgruppenspezifisch auf die so gewonnenen Kundensignale zu reagieren und das Ergebnis zu optimieren.
- Datengewinnung und -harmonisierung sollen von 50 Connector-Apps profitieren, die durch One-Click-Integrationen und automatisierte Identitätsbestimmung mit Zustimmungsmanagement verbesserte Kundendate bieten.
Salesforce
Kundenzentriertes Marketing gehört zur DNA des CRM-Entwicklers Salesforce. Die Salesforce Marketing Cloud ist eine Marketing-Automatisierungs- und Analysesoftware für EMail-, Mobil-, Social- und Online-Marketing. Wie bei den Wettbewerbern Adobe, SAP und Mapp bildete eine Mailmarketing-Lösung ursprünglich den Kern der Software (hier hieß sie Exacttarget), die anschließend um weitere Werkzeuge (etwa: CoTweet, Pardot und iGoDigital) ergänzt und zu einer umfassenden Marketing-Suite weiterentwickelt wurde.Im Unterschied zu den Wettbewerbern stellte Salesforce von Beginn an den Kunden bzw. die Kundin in den Mittelpunkt - schließlich ist das Unternehmen als CRM-Anbieter gestartet. Die Marketing-Cloud wurde daher immer als eine Erweiterung der CRM-Anwendung betrachtet. Allerdings ist dieser Unterschied heute allenfalls historisch bedeutsam, denn ein kundenzentrierter, CRM-basierender Ansatz ist inzwischen längst State-of-the-Art und wird von allen Wettbewerbern verfolgt und beherrscht.
Die Tatsache, dass in der Marketing Cloud verschiedene Produkte zu einem Ganzen verschmolzen sind, zeigt sich in der modularen Organisation der Funktionen. Zwar greifen die einzelnen Anwendungen ineinander und folgen einem logischen Ablauf. Sind aber eben nicht völlig nahtlos integriert. Was sich in den vergangenen Monaten getan hat:
- Interaction Studio analysiert kanalübergreifende Markeninteraktionen und nutzt die KI-Engine Einstein, um sofort eine Nachricht, ein Produktangebot oder eine Inhaltsempfehlung festzulegen und zu versenden.
- Loyalty Management ermöglicht es, ein Loyalty-Programm einzurichten und die KundInnen hinsichtlich Mitgliedsstatus, Treuestufe und Punktestand zu verwalten. Durch die Verbindung dieser Funktion in Salesforce CDP können Unternehmen die Zielgruppensegmentierung und -aktivierung schnell verbessern, um dynamischere Erlebnisse in den Bereichen Marketing, Werbung und Handel zu bieten.
- Google und Salesforce: Eine strategische Partnerschaft nutzt First-Party-Daten für eine verbesserte Messung und Aktivierung der KundInnen, einschließlich Customer Match. Auf diese Weise soll Kundenbedenken hinsichtlich Datenschutz begegnet und der Einsatz von 3rd-Party-Daten überflüssig werden. Die Zusammenarbeit soll ausgebaut werden.
- Snapchat Audience Match: Marketer können ihre in Salesforce gespeicherten First-Party-Daten mit Snapchat abgleichen, um dort Werbezielgruppen zu identifizieren und mit personalisierter Werbung anzusprechen. Außerdem lassen sich mithilfe von Lookalikes neue Zielgruppen identifizieren.
- WhatsApp-Integration: Mit der WhatsApp Business Solution der Marketing Cloud können Unternehmen direkt mit ihren KundInnen auf WhatsApp kommunizieren und dort ein Konto und Kanäle mit Keyword-Erkennung und Nachrichtenvorlagen einrichten, um beispielsweise Transaktionsnachrichten zu verschicken.
- Commerce Cloud 360: Commerce Cloud-Daten sind jetzt in Salesforce CDP integriert. Somit erhalten Unternehmen einen vollständigen Überblick zu First-Party-Kundendaten über jeden Touchpoint hinweg und alle relevanten Informationen sind an einem Ort gebündelt. Hinzu kommt die Möglichkeit, Commerce-Daten im kanalübergreifenden Marketing zu nutzen.
- B2B2C Commerce bietet die Möglichkeit, B2B- und B2C-Geschäfte auf derselben Plattform zu betreiben. So können B2B-Unternehmen schnell und einfach Direct-to-Consumer-Angebote starten und die Gesamtumsatzchancen erhöhen.
- Salesforce Order Management: Salesforce Order Management bietet einen durchgängigen Prozess vom Auftragseingang bis zu Fulfillment und Lieferung. Die neue Version umfasst nun auch Omnichannel Inventory, Distributed Order Management und Order Management für B2B. Damit ist es Unternehmen und KundInnen möglich, den gesamten Warenbestand auch dann einzusehen, wenn dieser in verteilten Filialen und Fulfillment Centern vorgehalten ist. So lassen sich Warenflüsse vom klassischen Versand, dem Versand aus der Filiale, über Click-&-Collect, der Vor-Ort-Reservierung bis hin zur dezentralen Warenrückgabe organisieren.
- Headless PWA Kit und Managed Runtime: Mit dem neuen Progressive Web Application (PWA) Kit und Managed Runtime können Entwicklerteams schnell und kosteneffizient Front-End- und Back-End-Technologien entkoppeln und eine Headless-Commerce-Architektur umsetzen.
SAP / Emarsys
Zu einem radikalen Schritt hat sich SAP entschlossen. Statt seine bestehende Marketing-Suite in C/4 HANA weiter zu entwickeln, kauften sich die Walldorfer mit Emarsys eine der Größen auf dem Markt. In ein eigenes Produkt integriert wurde die Software indes bis heute nicht. Lediglich der kleine Zusatz "Emarsy is Part of SAP" schmückt die Lösung.Emarsys selbst versteht sich als Omnichannel Customer Engagement-Plattform für Enterprise-KundInnen. Die Suite setzt sich aus einer Customer Data Platform, einem starken Personalisierungs- und Automatisierungs-System, einer AI-Engine und einem umfangreichen Reporting- und Analytics-Modul zusammen. Die Stärken der Plattform liegen in personalisierter 1:1 Kommunikation.
Zuletzt wurden die Personalisierungsfunktionen der Plattform weiter ausgebaut, damit Marketer einfacher die Daten zum Kundenverhalten in Echtzeit nutzen können. Verbesserungen in den Omnichannel-Funktionen sollen für mehr Agilität sorgen und durch ein optimiertes Reporting einen tieferen Einblick in das Nutzerverhalten liefern.
- Marketer können seit dem letzten Update im März 2021 kontextbezogene Daten über die Kundenerfahrung zur Personalisierung in Echtzeit aus der Omnichannel-Automatisierungslösung nutzen. Zuvor waren dafür zwei separate Omnichannel-Automatisierungs-Module nötig, eines für Lifecycle- und produktgetriebene Kampagnen sowie ein weiteres für Kampagnen, die auf Echtzeit-Kundendaten basieren. Jetzt sind beide Funktionen innerhalb des Automatisierungscenters verfügbar, damit Marketer einfacher auf das Kundenverhalten in Echtzeit reagieren können. Auch können sie personalisierte Omnichannel-Kampagnen von einem Ort aus konsistent automatisieren. Das soll das Handling agiler machen.
- Mobile Inbox: Eine "Mobile Inbox"-Funktion, die direkt in die App einer Marke eingebettet ist, soll sicherstellen, dass Marketer auch dann 1:1 personalisierte Angebote, Aktionen und Nachrichten an KundInnen senden können, wenn sich diese beispielsweise aus dem EMail-Verteiler abgemeldet haben. Das stärkt langfristig die Kundenbindung und Rentabilität.
- Web-Push Neu ist auch eine Funktion für Web-Push-Benachrichtigungen. Sie funktionieren über den Desktop-Browser eines Kunden/einer Kundin, um personalisierte Benachrichtigungen auf 1:1 Basis zu liefern, mehr Umsatz aus Echtzeit-Anwendungsfällen zu erschließen und Omnichannel-Programme zur Kundenbindung zu stärken.
- CLV-Optimierte Reportings: Mit der neuen Funktion zur Filterung von Zielgruppen und der Auswirkung auf den Umsatz können Marketer nun im Detail sehen, wie verschiedene Segmente des Customer Lifecycle auf unterschiedliche Kampagnen reagieren, die über verschiedene Kanäle verbreitet werden. Besonders vorteilhaft ist, dass sichtbar wird, welche Kampagnen und welche Kanäle den größten Umsatz für jedes Zielgruppensegment liefern. Mit diesen Informationen können Marketer einfach und schnell den gesamten Customer Lifetime Value optimieren und so dazu beitragen, die Kundenloyalität kontinuierlich zu steigern.
