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Studie zeigt, wie Unternehmen auf Kritik in Blogs reagieren können
23.11.2006 Egal ob berechtigte Kritik oder unsachgemäße Behauptungen: In der Blogosphäre kann ein einzelner Internetnutzer mit minimalem Aufwand millionschwere Unternehmen an den Pranger stellen. Eine aktuelle deutsche Studie gibt jetzt konkrete Handlungsempfehlungen, wie Unternehmen auf Vorwürfe aus der Blogosphäre am besten reagieren sollten. Denn wer sich als Unternehmen mit diesem Thema nicht auseinandersetzt, hat der Studie zufolge im Prinzip bereits verloren.
Unternehmen brauchen daher der Studie nach eine passende PR-Strategie um etwa auf Kritik oder Behauptungen in Blogs zu reagieren. Bei berechtigter Kritik empfiehlt knapp die Hälfte der befragten Kommunikationsexperten (20 von 44), "aktiv öffentlich" in der Blogosphäre zu reagieren. Unternehmen sollten also auf Blogbeiträge mit Kommentaren unter ihrem eigenen Namen reagieren. Hüten sollten sich Unternehmen davor, "verdeckt öffentlich" vorzugehen: beispielsweise durch Postings unter einem Pseudonym. Keiner der befragten Experten empfiehlt diese PR-Strategie. Ebenfalls kein PR-Berater spricht sich für die "Vogel-Strauss-Methode" aus. Unternehmen müssen daher laut der Studie in jedem Fall auf Blogbeiträge rund um ihre Firma reagieren und dürfen auf keinen Fall einfach den Fehler machen, die Sache aussitzen zu wollen.
Das gilt übrigens nicht nur bei einer berechtigter Kritik. Auch wenn falsche Behauptungen in Blogs kursieren, müssen Unternehmen laut der Studie reagieren. Ein Drittel der Kommunikationsexperten empfiehlt, hier ebenfalls "aktiv öffentlich" vorzugehen und mit Postings unter dem Firmennamen auf die Beiträge zu reagieren. Sieben der befragten PR-Berater sprechen sich zudem für eine "halb-öffentliche" Kommunikationsstrategie aus: Unternehmen sollten dabei zuerst die Blogger wegen den Vorwürfen kontaktieren, Ungereimtheiten ausräumen und anschließend unter eigenen Namen mit Beiträgen in den Blogs antworten.
Für die Studie wurden 44 PR- und Kommunikationsberater aus Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt.
