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Akquise-Chance: Fachmedien haben Nachholdbedarf bei Bewegtbild-Werbung
15.05.2009 Eine gute Nachricht für Agenturen und Dienstleister der Onlinebranche: Die deutschen Fachmedien brauchen kompetente Beratung beim Ausbau ihres Mediaangebots mit Video-Werbeplätzen. Dies hat die Infotainweb AG in einer aktuellen Studie herausgefunden.
"Viele Fachmedien haben das Thema entdeckt und befinden sich gerade in der Planungs- oder Experimentierphase. Wenn die ersten erfolgreichen Beispiele auf dem Markt bekannt werden und erkannt wird, dass Fachmedien mit Videos Geld verdienen können, dann wird der große Durchbruch kommen", prognostiziert Stefan Huber , Vorstand Marketing und Vertrieb bei Infotainweb. Allerdings ist die Onlinewerbebranche momentan noch uneins, wohin die monetäre Entwicklung bei der Video-Werbung tendiert. Nach Ansicht von York von Heimburg , Vorstandsvorsitzender des Medienhauses IDG , "verramschen" sich deutsche Medienhäuser und andere Anbieter von Webangeboten im Internet. Es sei eine logische betriebswirtschaftliche Folge, da Monat für Monat Milliarden von Page Impressions durch neue Webangebote generiert würden. Je mehr angeboten werde, desto mehr sinke der Preis auch für Video-Werbung, erklärte von Heimburg (iBusiness berichtete). Unverständnis für diese Marktinterpretation äußerte dagegen Frank Herold , Leiter Interactive Solutions bei IP Deutschland , im Gespräch mit iBusiness: "Was die Online-TKPs für Bewegtbild betrifft, liegen wir hier über den TV-TKPs und dies wird sich auch im kommenden Jahr nicht ändern", erklärte er.
Die häufigsten Videoformate sind Berichte von Messen und Veranstaltungen sowie redaktionelle Beiträge (73 und 67 Prozent); gefolgt von Interviews, die etwa die Hälfte aller untersuchten Websites bereits anbietet. Kaum zu sehen sind Studio-Produktionen. Sie spielen - "wohl aus Kostengründen", glaubt Huber - derzeit noch kaum eine Rolle bei den Fachverlagen. Eine Entwicklung, die auch bei den Tageszeitungsverlagen zu beobachten ist, hat iBusiness herausgefunden. Auf der Grundlage einer Erhebung des Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) lässt sich ableiten, dass 45 Prozent der deutschen Tageszeitungen Video-Content von externen Lieferanten beziehen. 44 Prozent der Redaktionen ergänzen ihre Eigenproduktionen mit Material von Drittanbietern. Gerade einmal elf Prozent der vom BDZV gelisteten Redaktionen setzten ausschließlich auf eigenproduzierte Videos.
Wie effizient Video-Werbung im Vergleich zur klassischen Bannerwerbung sein kann, hat das Onlinewerbe-Netzwerkes Adtech unlängst für iBusiness ermittelt. Im Durchschnitt weisen Video-Anzeigen Klickraten von zwei bis drei Prozent auf. Alle andere Banner liegen dagegen bei der Klickrate mitunter weit unter Werten von einem Prozent.
