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CeBIT: Zwölf Trends, die für Interaktive relevant sind

08.03.2012 Je mehr Daten im Internet entstehen, die vom Verbraucher nicht kontrolliert werden können, desto mehr wird Datenschutz zum alles beherrschenden Überthema. "Managing Trust" lautet darum das Motto der diesjährigen CeBIT. Daneben sind in Hannover elf weitere Trends zu beobachten, die für die Internet-Wirtschaft zentral sind.

 (Bild: Viktor Schwabenland Pixelio)
Bild: Viktor Schwabenland PIXELIO
Die Cebit setzt auf IT-Sicherheit (Bild: Viktor Schwabenland Pixelio)
Bild: Viktor Schwabenland PIXELIO
Die Cebit setzt auf IT-Sicherheit
Keine Frage, Sicherheit wird bei immer größeren Datenmengen, die zugleich immer bedeutsamer für den Unternehmenserfolg sind, zum entscheidenden Credo. Daher verwundert es nicht, dass es auch das bestimmende Thema der CeBIT   ist. Und vermutlich auch noch der CeBITs der kommenden Jahre.

Megathema Datenschutz


Dass die Messeveranstalter   richtig liegen, bestätigt auch die Haltung der deutschen Wirtschaft. DieS Sicherheit bei der Nutzung von Cloud Computing und die Abwehr von Hackerangriffen sind 2012 die größten Herausforderungen, so beispielsweise der Tenor einer aktuelle Studie "IT-Sicherheit und Datenschutz 2012", welche die Nationale Initiative für Informations- und Internet-Sicherheit   auf der diesjährigen CeBIT vorgestellt hat. Demnach sorgen sich 64 Prozent der Unternehmen um die ausreichende Sicherheit beim Cloud Computing. Für 59 Prozent steht der Schutz vor Hackerangriffen in diesem Jahr an erster Stelle. 53 Prozent räumen dem Thema Datenschutz eine weiterhin hohe Priorität ein.

Vielen Verbrauchern ist mehr als unwohl bei dem Gedanken, dass Profile von ihren Interneteinkäufen generiert, ihre Surfgewohnheiten mitgeschnitten und die Daten womöglich weitergegeben werden. "Wenn digitale Geschäftsmodelle auf Dauer tragen sollen, ist das Vertrauen der Anwender unerlässlich", wirbt Prof. Dieter Kempf , Präsident des IT-Branchenverbandes Bitkom   für Datenschutz - vor allem aber für Datenschutz gegenüber Dritten. Verbraucher erwarteten zu Recht, "dass das Schutzniveau bei mobilen Diensten und Geräten genauso hoch ist wie bei stationären Endgeräten". Die Sicherheitsstandards müssten mit der technologischen Entwicklung Schritt halten. Was den Umgang mit vom Kunden zur Verfügung gestellten Daten angeht - hier versucht die Industrie traditionell, allzu restriktive Vorgaben vonseiten der Politik per Lobbyarbeit auszuhebeln. Und im Lobby-Windschatten von Google und Facebook mitzuschwimmen.

Matthias Steinforth, Kernpunkt GmbH (Bild: Kernpunkt GmbH)
Bild: Kernpunkt GmbH
Matthias Steinforth, Kernpunkt GmbH

Die Internet-Größen sind ohnehin die Stars der diesjährigen CeBIT. Kein geringerer als der Verwaltungsratchef von Google  , Eric Schmidt , hielt zur Eröffnung die Keynote seitens der Industrie. Erst kürzlich hatte der Internetriese seine Datenschutzbestimmungen gebündelt und angekündigt, die Nutzerdaten aller Dienste zusammenzuführen. Eine Maßnahme, die bisher sowohl bei europäischen Datenschützern wie auch aktuell bei der Verbraucherzentrale Bundesverband   auf deutliche Kritik stieß und gar juristische Konsequenzen haben kann.

Nicht ohne Kalkül ist auch der angekündigte Besuch von Facebook  -Vertreter Richard Allan als Director of Policy in Europe, zu werten. Erstmals präsentiert sich das soziale Netzwerk auf dem weltgrößten ITK-Kongress. Wenn es um Datenschutz geht, ist Facebook zuletzt immer wieder in die Schusslinie geraten und wird sicher darum bemüht sein Vertrauen zurückzugewinnen.

"Die Neuheiten und Lösungen auf der diesjährigen CeBIT werden sich verstärkt auf die Bedürfnisse der Nutzer konzentrieren. Die Digitalisierung schreitet unaufhaltsam voran. Damit wachsen die Pflichten der einzelnen Institutionen, für professionelle, sichere und nützliche Angebote zu sorgen. Usability und hochwertiger Content werden mit Sicherheit im Vordergrund stehen", sagt Matthias Steinforth , Geschäftsführer der Kernpunkt GmbH   . Die Internetagentur hat als Schwerpunkt des Messeauftritts mehrsprachige internationale Onlineprojekte sowie Suchmaschinenoptimierung mit dem Content Management System FirstSpirit   des Partners e-Spirit AG   ausgewählt. seit mehr als einem Jahrzehnt etabliert, jetzt erscheint die neue Version 5, die laut Steinforth "neue Maßstäbe in puncto Usability, Integrationsfähigkeit und Effizienzoptimierung" setzt.

Auf dem Messestand des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)   stehen neben Themen wie Zertifizierung, sicherer Mobilkommunikation, Cloud Computing oder IT-Grundschutz die Angebote des Bundesamtes zur Cyber-Sicherheit in Verwaltung und Wirtschaft im Fokus. Daneben informiert das BSI ausführlich über neue Entwicklungen und technologische Grundlagen zum Thema De-Mail, dem verbindlichen und vertraulichen Versand elektronischer Dokumente und Nachrichten.

Elf technische CeBIT-Trends, die für die Interaktivbranche relevant sind

Trend
Beschreibung
1. Big Data

Olav Strand, Splunk (Bild: Splunk)
Bild: Splunk
Olav Strand, Splunk

Die Themen Big Data, Business Intelligence, Predictive Analytics und Data Management haben so starken Zuspruch, dass sogar die Messe-Ausstellungsfläche vergrößert werden musste.
Nahezu jedes technische Element in einem Unternehmen wie IT-Infrastruktur, Webseiten, Kommunikation oder Komponenten erzeugt massive unstrukturierte Datenströme, die mit herkömmlicher Technik nicht genutzt werden können, erklärt Olav Strand Regionaldirektor bei Splunk  . Dabei enthalten diese Daten sehr wertvolle Informationen über das Kundenverhalten, die Service Levels, Sicherheitsgefahren sowie den allgemeinen Zustand der Infrastruktur. "Der Big-Data-Ansatz soll IT- und Business-Anwendern helfen, die Daten aus all diesen Quellen in Echtzeit zu überwachen, zu durchsuchen, zu analysieren, grafisch zu visualisieren, um damit bessere Entscheidungen zu treffen, Probleme schneller zu beheben, Kosten zu senken und Sicherheitsrisiken zu vermeiden", sagt Strand.

Dr. Ingo Mierswa, Rapid-I (Bild: Rapid-I)
Bild: Rapid-I
Dr. Ingo Mierswa, Rapid-I

Der Trend verlagere sich von "retrospektiver Datenbetrachtung mittels Reports hin zu Aussagen über den am wahrscheinlichsten eintretenden Fall in der Zukunft", untermauert Dr. Ingo Mierswa , Geschäftsführer von Rapid-I  . Methoden des Data Mining erlauben so eine frühzeitige Erkennung neuer Geschäftsmöglichkeiten und schaffen damit echten Business Value. Unstrukturierte Daten können zudem mittels Text Mining analysiert werden.

Was passieren wird: Unternehmen erkennen immer mehr die Bedeutung von Business-Intelligence-Lösungen und lernen sie zu nutzen. Denn die in der IT-Infrastruktur entstandenen Daten müssen in Echtzeit genutzt werden, um den Kunden besser zu verstehen und analysieren zu können.

2. Datenschutz in der Cloud Der Aspekt des Datenschutzes spielt eine immer gewichtigere Rolle und avanciert zum Topthema. Mit ihren abgespeckten Office-Programmen eignen sich Smartphones zum Bearbeiten von Dokumenten aus dem Büro. Je nach Unternehmen können diese vertrauliche oder sogar brisante Informationen enthalten. Browser oder Apps speichern auf Wunsch Zugangsdaten zu Webseiten und Internetdiensten auf dem Smartphone. Der Nutzer muss Nutzernamen und Passwort so nicht jedes Mal wieder eingeben. Gelangt ein Handy etwa mit diesen Daten in die falschen Hände kann der mögliche Schaden immens sein.

Pierre Curien von Doctor Web  : "Je mehr Smartphones im Umlauf sind, desto größer ist der Sicherheitsbedarf der Unternehmen, ihre eigenen Firmendaten auf mobilen Geräten und unterwegs zu schützen. Wir gehen auch in diesem Jahr von zahlreichen Attacken auf Organisationen und Unternehmen aus. Immer mehr Unternehmen arbeiten in Projekten mit internationalen Partnern zusammen. Dadurch hat sich das mobile Arbeiten auch außerhalb der Geschäftszeiten etabliert. Laptops, Smartphones und Tablet-PCs müssen daher auch unterwegs geschützt werden."
Die Telekom    mit ihrer TelekomCloud, die Telekom-Tochter Strato   mit HiDrive oder Microsoft   mit SkyDrive. Alle drei Anbieter werben beispielsweise mit verschlüsselter Übertragung und mehrfacher Speicherung der Dateien.

Was passieren wird: Die Entwicklung hin zu zuverlässigen Datenschutzsystemen, die vorzugsweise in der Cloud gespeichert werden und von überall abgerufen werden können, wird bei zunehmender mobiler Nutzung firmenrelevanter Daten immer weiter um sich greifen.

3. Mobile Nutzung und Sicherheit Die Nachfrage nach "uneingeschränktem Zugang zu dynamischen und personalisierten Inhalten" sei inzwischen die Norm, sagt Michael Heuer , Vice President und Country Manager Central Europe bei Akamai  . Dennoch sei das Surfen auf dem Smartphone oft noch "weit von einem optimalen Nutzungserlebnis entfernt, was zur Unzufriedenheit der Kunden und für Onlineshops im schlimmsten Fall zur Abwanderung der Kunden führen kann."

Michel Heuer, Akamai (Bild: Akamai)
Bild: Akamai
Michel Heuer, Akamai


Im gleichen Zuge, wie sich Geschäftsprozesse und Entertainment-Angebote immer mehr ins Internet verlagern, nehmen Sicherheitsbedrohungen an Häufigkeit und Gefährlichkeit zu, so Heuer. Sicherheit sei längst keine reine IT-Sache mehr, sondern eine "geschäftskritische Angelegenheit." Attacken könnten heutzutage einen "Markennamen nachhaltig schädigen und ein Unternehmen Millionen kosten." Mit seiner Synchronisations-Software Teamdrive 3.0 wird beispielsweise Teamdrive   der stärker werdenden Nachfrage nach mobilem und zugleich sicherem Zugriff auf Cloud-Daten gerecht. Indem die Daten-Verschlüsselungs-Technologie nun auch für Smartphones anwendbar ist und die Möglichkeit bietet, den eigenen Server zu nutzen, werde die Software "zum besten Cloud-Synchronisations-Tool für Unternehmen, die File Sharing betreiben und zugleich ihr geistiges Eigentum schützen wollen", so Geschäftsführer Volker Oboda .

Was passieren wird: Ohne eine passende Cloud-Plattform wird es schwierig werden mobile Nutzung und Sicherheit unter einen Hut zu bringen.

4. Innovative Displays Dockingstationen für iPads und iPhones erlauben dem Nutzer Musik, Videos und Fotos, die auf dem mobilen Device gespeichert sind, statt auf dem kleinen Display mit schwacher Klangqualität auf einem so genannten innovativen Monitor anzusehen bzw. anzuhören. Das gleiche gilt für Games, die sich über die Dockingstationen auf dem Monitor abspielen lassen. Diese Monitore sind darüber hinaus auch 3D-tauglich. Noch einen Schritt weiter geht der Mini-Beamer mit iPhone-Anschluss. Bei diesen Projektoren sorgt eine Laserdiode für das Licht, das Bild wird per DLP erzeugt.

Was passieren wird: Foto-Slideshows und Youtube-Videos über Monitore zu betrachten widerspricht eigentlich dem mobilen Gedanken und wird daher nur eine Randerscheinung bleiben. Sie zeigt allerdings, dass mobile Devices problemlos auch stationär einsetzbar sind.

5. TV erobert das Internet Internetbasiertes Fernsehen bietet dank Rückkanalfähigkeit weit mehr als "nur" TV: vom zeitversetzten Sendestart der Lieblingsserie über das Anhalten des laufenden Fernsehprogramms bis hin zur elektronischen TV-Zeitschrift (EPG) mit einfacher Aufnahmefunktion. Bei Entertain   , dem TV-Angebot der Telekom, gibt es zudem den Programm-Manager. Damit lassen sich Sendungen von unterwegs übers Internet zur Aufnahme programmieren, zum Beispiel mit dem Smartphone.

Was passieren wird: Die Verschmelzung von TV und Internet wird weiter fortschreiten, besonders die individuelle Bedienbarkeit von mobilen Endgeräten aus wird weiter zunehmen.

6. Enterprise Content Management (ECM) Enterprise Content-Management-Systeme helfen Unternehmen, ihre Online-Angebote bis ins Detail zu professionalisieren.
Der Nutzer erhalte eine hoch performante Seite mit strukturierten Inhalten und profitiere von den technischen Finessen, die sich im Hintergrund abspielen, sagt Matthias Steinforth, der darauf hinweist, dass nicht nur die technische Basis stimmen muss. Besonders wichtig sei es, dass die Online-Angebote bis in die letzte Ecke durchdacht sind. "Wir arbeiten deshalb mit der sogenannten nutzerzentrierten Konzeption", so Steinforth und "konzipieren Webangebote um die Bedürfnisse der Nutzer herum." Ziel sei es, "den Nutzer virtuell an die Hand zu nehmen, ihm idealerweise auf ihn abgestimmte Informationen zu liefern und diese strukturiert und verständlich abzubilden." Diese Vorgehensweise bei der Webseiten-Konzeption und bei der technischen Umsetzung garantiert Online-Angebote, die akzeptiert werden und lange Bestand haben, so die Erfahrung des Kernpunkt-Geschäftsführers.

Mobile ECM-Anwendungen liegen im Trend
Ein weiteres Beispiel ist etwa der Trend hin zu Business-Applikationen für mobile Endgeräte. Sie erweitern den Aktionsradius professioneller ECM-Systeme und bieten den Unternehmen damit neue Geschäftschancen. So wird mit so genannten Apps für iPad und Co. der unbegrenzte Zugriff auf Dokumente, Rechnungen, Verträge oder andere Unternehmensinhalte möglich - schnell, sicher, an jedem Standort und in jeder Zeitzone. Außerdem lassen sich Inhalte einfach von unterwegs aus aktualisieren und für den Workflow in der Firma freigeben. Die Vorteile: beschleunigte Prozesse, schnellere Ergebnisse, schafft Wettbewerbsvorteile und steigert die Produktivität.

Wie eine effiziente Rechnungs- und Dokumentenorganisation mit Enterprise Content Management (ECM) funktioniert, können Unternehmen künftig auf dem Online-Portal ecm-navigator.de   des Branchenverbandes erfahren. Zudem finden sie dort Lösungen für den Umgang mit gedruckten und elektronischen Dokumenten. "Das neue ECM-Portal informiert Anwender mittels Experten-Interviews, Best-Practice-Beispielen und Neuigkeiten aus Markt und Technik", sagt Andreas Nowottka , Vorstandsvorsitzender des Kompetenzbereichs ECM im Bitkom. Die ECM-Technologie erlaubt es Unternehmen u. a., ihre Dokumente strukturiert zu digitalisieren. Beispielsweise können komplette Geschäftsprozesse in einer so genannten digitalen Akte gebündelt werden: Mitarbeiter greifen von verschiedenen Standorten auf die Mappe zu, auch mit dem Smartphone. Im Gegensatz zur Papierakte können in einer digitalen Akte mehrere Abteilungen zeitgleich arbeiten, die Bearbeitungs- und Umlaufzeiten werden drastisch reduziert. Die digitale Mappe gibt immer den augenblicklichen Stand des Geschäftsvorfalls wieder, Entscheidungen basieren so auf aktuellsten Informationen.

Was passieren wird: Enterprise Content- und Dokumenten-Management-Systeme werden künftig in nahezu allen Branchen Kosten reduzieren, Zeit einsparen und Zukunfts- und Rechtssicherheit sowie Ordnung herstellen.

7. Cloud Connected Content Durch Enterprise 4   von Alfresco   wird nach eigenen Angaben für alle Benutzer Mobile Content und Social Publishing erschlossen. Darüber hinaus legt sie den Grundstein zu einer umfangreichen Erweiterung in die Cloud. Es unterstützt mobiles Arbeiten per Tablet-PC, Smartphone oder via Browser und erleichtert die Interaktion mit sozialen Netzwerken. IT-Verantwortlichen in Unternehmen eröffnet die Software nach Herstellerangaben neue Möglichkeiten bei der Skalierung sowie bei der Anpassung und Erweiterung. Zusätzlich wartet die neue Software mit umfangreichen Verbesserungen bei Geschwindigkeit, Indizierung, Administration und Konfigurierbarkeit auf. Mit dem so genannten "Cloud Connected Content"-Konzept realisiert Alfresco den Angaben zufolge die Erweiterung von Enterprise Content Management in die Cloud.

Was passieren wird: Das Hochladen von Content in die Cloud wird zum entscheidenden Thema der Zukunft, denn die Bedienfreundlichkeit ist ein wichtiges Mehrwertkriterium.

8. Super-Smartphones mit NFC-Chip Die Smartphones des Jahrgangs 2012 sind echte Hightech-Geräte mit hoch aufgelösten HD-Displays. Sie sind schneller, komfortabler und können noch mehr als ihre Vorgänger. Auch bei der Rechenleistung ist mit den aktuellen Dual-Core-Prozessoren noch Luft nach oben: Denn die Einsatzfelder der Multimedia-Geräte werden immer anspruchsvoller - vom perfekt organisierten Business-Assistenten bis zum vernetzten Navigations-Lotsen, der mit einem integrierten NFC-Chip auch zur Geldbörse wird. Wieder ein neuer Termin der Hoffnung ist in Sicht: Ab dem dritten Quartal 2012 wollen Mobilfunkanbieter erste Dienste hiezulande anbieten.

Was passieren wird: Die Smartphones werden von Generation zu Generation leistungsfähiger. Damit wird der Weg frei für ungebremsten M-Commerce, von Shopping bis zu Entertainment werden Anwendungen und Lösungen entstehen.

9. Tablets für Professionals Hersteller Dell   präsentiert mit dem Latitude ST ein Tablet für professionelle Anwender, das vor allem Kunden im Medizin- und Bildungsbereich ansprechen soll. In mit einem 10,1 Zoll breiten Bildschirm ausgestattete Mobilrechner mit Windows-Betriebssystem lassen sich nach Herstellerangaben nahtlos die Electronic-Medical-Records- oder Mobile-Clinical-Computing-Lösungen des IT-Anbieters integrieren. Ärzte und Krankenpfleger können Krankenakten einsehen, die Ergebnisse medizinischer Untersuchungen protokollieren oder Forschung betreiben.

Im Bildungsbereich können Lehrer per Tablet-PC mit den Schülern im Klassenzimmer interagieren. An Connectivity-Extras hat das Multitouch-Modell WLAN, Breitband-Internet, eine HDMI-Schnittstelle plus zwei Webcams an Bord. Eine weitere Entwicklung bei den mobilen Endgeräten sind die dünnen so genannten Ultrabooks, die weitaus leistungsfähiger sind als die konkurrierenden Netbooks. Sie verfügen über ein rahmenloses Display und sind sehr stabil.

Was passieren wird: Es wird einen Trend geben, den Einsatz von Tablets weiter zu spezialisieren, und für bestimmte Berufsgruppen schmackhaft zu machen. HD-Auflösung und 3D wirken hier als Treiber. Netbooks werden durch Ultrabooks immer weiter vom Markt verdrängt.

10. Unified Communications mit Highspeed Lösungen wie Unified Communications, die Kontakte via Telefonie, Mail, Videokonferenz, Instant Messaging oder Groupware auf einer Plattform bündeln, führen zur Vereinfachung der Interaktion, wie der Bitkom bestätigt. Auch das Auto werde zunehmend zu einem mobilen Endgerät: Location Based Services stellen je nach Position des Nutzers Informationen bereit. Telematik-B2B-Lösungen wie das digitale Flottenmanagement ermöglichen die Optimierung und Kontrolle der Fahrtrouten per GPS. Das Herz dieser Lösungen - und das Rückgrat der Unternehmens-IT - sind Datacenter, die als Schnittstelle zwischen den Peripheriegeräten und den Akteuren dienen.

Moderne Highspeed-Verbindungen wie der neue Mobilfunkstandard LTE gelten dabei als treibende Kraft dieser Entwicklungen. Gerade hier werde sich die IT-Security als kritischer Faktor erweisen, verweist der Branchenverband.

Was passieren wird: Ein Zukunftsszenario, bei dem es darauf ankommt, dass intelligente Netzwerklösungen in einer Art Wartungsfunktion für die notwendige Sicherheit sorgen können.

11. Sichere AppsSmartphonebesitzer in Deutschland luden 2011 rund 962 Millionen Apps herunter, der Umsatz mit mobilen Applikationen wuchs um 123 Prozent auf 210 Millionen Euro, so die Zahlen des Bitkom. "Gerade wenn die digitale Welt auch sensible und anspruchsvolle Zielgruppen adressieren soll, muss das Thema Vertrauen und Effektivität groß geschrieben werden", meint Dr. Torsten Oelke , Geschäftsführer der Smart Mobile Factory GmbH  , dessen Full-Service App-Entwicklungs-Agentur die mobile iPad-Applikation zur 48. Münchner Sicherheitskonferenz 2012 entwickelte. Im Gegensatz zu öffentlichen Apps sind Nutzungsberechtigungen für diese besondere Applikation beschränkt. Auf die Applikation zugreifen kann nur, wer im Vorfeld der Veranstaltung persönliche Zugangsdaten erhalten hat, die je nach den individuellen Ansprüchen des Teilnehmers zu unterschiedlichen Features der App berechtigen, so die Agentur, die auf der Messe in Hannover zeigt, welche weiteren sicheren App-Entwicklungen es für Smartphones und Tablets in Unternehmen gibt. Die Branchen reichen von Automobil, Handel, Verlags- und Medienbranche bis zum Tourismus.

Was passieren wird: Die Ansprüche an die App-Entwicklung werden in dem Maße zunehmend steigen, indem sie als unentbehrliches Business-Tool eingesetzt werden. Wie das Beispiel der Sicherheitskonferenz zeigt, gelten höchste Anforderungen an die Datensicherheit

Thema: CeBIT: Zwölf Trends, die für Interaktive relevant sind

Kommentar von Markus Howest

Hohes Datenaufkommen braucht Vertrauen

Auf der weltgrößten IT-Messe CeBIT geht es nicht allein um mehr Bytes und Bandbreite - diesmal spielt auch die Datensicherheit eine wichtige Rolle und wird daher auch für die Interaktivbranche interessant.

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Markus Howest (Edelfedern.de)
Bild: Edelfedern.de
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