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Was Internetnutzer in Online-Shops tatsächlich wollen
07.08.2007 Aktuelle ECommerce-Studien zeigen: Die meisten Internetnutzer besuchen erst dann einen Online-Shop, wenn bereits ein konkretes Kaufinteresse an einem bestimmten Produkt besteht. Und wenn Nutzer sich dann über diese Produkte im Detail informieren, haben diejenigen Online-Shops einen Wettbewerbsvorteil, die auf ihrer Plattform nutzergenerierte Inhalte wie Produktbewertungen anderer Nutzer anbieten.
Auf die Übersicht der einzelnen Produktkategorien in einem Onlineshop klickten nur 23 Prozent der Besucher. 16 Prozent der Studienteilnehmer haben sich zuerst die Sonderangebote angeschaut. Und nur elf Prozent damit angefangen, den Shop ohne bestimmtes Produktinteresse zu durchstöbern.
| Was Internetnutzer als erstes in einem Online-Shop machen | |
|---|---|
| Aktion | Anteil der Befragten |
| Ein bestimmtes Produkt suchen | 27 Prozent |
| Kategorie aus der Navigation anklicken | 23 Prozent |
| Sonderangebote suchen | 16 Prozent |
| Kategorie über Suchmaske suchen | 16 Prozent |
| Ohne konkretes Produktinteresse stöbern | 11 Prozent |
| Nach Lieblingsmarken suchen | 5 Prozent |
| Sonstiges | 2 Prozent |
Die Analyse zeigt: Die meisten Online-Shopper besuchen ECommerce-Plattformen dann, wenn bereits ein konkretes Interesse an einem bestimmten Produkt vorhanden ist. Shopbetreiber müssen also dafür sorgen, dass ihre Suchmaske auf der Homepage einfach zu finden ist. Usability-Studien zufolge erwarten die meisten Internetnutzer Suchmasken in Online-Shops am oberen rechten Seitenrand. Außerdem müssen Shopbetreiber sich darum kümmern, dass die Suche möglichst relevante Treffer ausspuckt. Wird das gesuchte Produkt nämlich nicht gelistet - lehrt die Analyse - verlassen Internetnutzer den Shop auch wieder.
Klicken die Nutzer dann einzelne Produkte an, so haben wiederum diejenigen Händler einen Wettbewerbsvorteil, die bei dem Produkt Besprechungen anderer Kunden anbieten. Das ist das Fazit einer Umfrage unter US-amerikanischen Online-Shoppern des auf Empfehlungsmarketing spezialisierten Unternehmens Bazaarvoice und des Marktforschers Vizu Corporation . Demnach halten acht von zehn befragten Kunden diejenigen Shops und Markenartikler für vertrauenswürdiger, die auf ihren Online-Plattformen Produktbewertungen anderer Nutzer anbieten.
76 Prozent der befragten Shopper wünschen sich, vor dem Online-Einkauf eines Artikels die Meinung anderer Käufer zu einem Produkt zu erfahren. Was die Gestaltung der Produktbewertungen betrifft, haben die Shopper übrigens konkrete Vorstellungen. So wünschen sich die meisten der befragten Online-Einkäufer auf Online-Plattformen ein System, wo Nutzer Artikel mit Noten zwischen einem Punkt ("sehr schlecht") und sechs Punkten ("sehr gut") bewerten können.
"Nutzergenerierte Inhalte wie Kundenbewertungen werden zunehmend wichtiger für die Markenidentität", erklärt Bazaarvoice-Gründer Brett Hurt . "Kundenbesprechungen werden zu einem ECommerce-Standard, den immer mehr Internetnutzer bei Online-Shops erwarten."
| Welche ECommerce-Features Online-Einkäufer in Shops für am wichtigsten halten | |
|---|---|
| Feature | Anteil der Befragten |
| Nutzerbewertungen | 44 Prozent |
| Preisvergleiche | 15 Prozent |
| Produktübersichten | 4,2 Prozent |
| Richtlinien zum Datenschutz | 11 Prozent |
Übrigens: Die Wünsche der Konsumenten decken sich durchaus mit den Investitionsabsichten der Shopbetreiber. So geht aus einer weiteren BazaarVoice-Studie hervor, dass mehr als die Hälfte der europäischen Onlinehändler das Einbinden von nutzergenerierten Inhalten als "wichtig" bis "sehr wichtig" für ihre Firmenstrategie im kommenden Jahr halten. Nicht zuletzt, weil die Shopbetreiber damit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen können. Dienen Produktbewertungen nicht nur dazu, Kunden zu binden. Sondern auch, einen Online-Shop für die Auffindbarkeit in Suchmaschinen zu optimieren (iBusiness berichtete)
