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Studie zeigt den Siegeszug deutscher Shopping-Apps ...
04.08.2025 Die Zahlen unserer repräsentativen App-Studie 2025 zeigen: Immer mehr Deutsche nutzen eine Shopping-App. Wer die Apps vor allem nutzt, welche App am erfolgreichsten ist und wo die Shopoholiker wohnen.
Eine hohe Installationsdichte führt dabei nicht zwangsläufig dazu, dass die Menschen die App auch nutzen. Und "App-Nutzung" ist nicht gleichbedeutend mit einem Kauf. Das sind drei Kernaussagen unserer bevölkerungsrepräsentativen App-Studie.
Für die Untersuchung hat die Redaktion das Hamburger Marktforschungsinstitut Splendid Research im Juli 2025 insgesamt 1.003 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger befragen lassen. Das Ergebnis dieser Befragung ist bevölkerungsrepräsentativ für Menschen zwischen 18 und 69 Jahren.
Überdurchschnittlich oft hat die Generation Z Shopping-Apps installiert. Auch Menschen mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen (HHNE) von 4.000 Euro und mehr haben Apps von ECommerce- und Crosschannel-Unternehmen auf ihrem Mobiltelefon gespeichert. Es sind aber vor allem Menschen mit Kindern, die Shopping-Apps installiert haben: 99 Prozent der von uns befragten Eltern besitzen nach eigenen Angaben eine oder mehrere Shopping-Apps im Zugriff.
Im Schnitt liegen sechs Shopping-Apps auf jedem Smartphone
Wo die Shopoholiker wohnen
Shopoholiker - also die Menschen, die nach eigenen Angaben mehr als 30 verschiedene Shopping-Apps auf ihrem Smartphone gesammelt haben - gehören zum überwiegenden Teil der Generation Z an (85 Prozent). Sie sind männlich (58 Prozent) und haben Kinder (60 Prozent). Jeder zweite Shopoholiker verfügt über ein Haushaltsnettoeinkommen von mehr als 4.000 Euro monatlich.Besonders viele der Shopoholiker leben in Nordrhein-Westfalen: 29 Prozent derjenigen, die besonders viele Shopping-Apps-installiert haben, leben dort. Das ist deutlich mehr als der NRW-Bevölkerungsanteil (21 Prozent) hätte vermuten lassen.
Generell kaufen Menschen, die sehr viele Apps installiert haben, seltener, aber gezielter als andere App-Nutzer. Die Hälfte der App-Bevölkerung, die nur sechs oder weniger Apps installiert hat, hat beispielsweise über ihre Amazon-App in den vergangenen sechs Monaten überhaupt eingekauft. Von den Shopoholikern ist es etwas mehr als ein Viertel (28 Prozent). Fragt man allerdings nach einem Kauf in den vergangenen sechs Wochen, dann haben dies 36 Prozent der Wenig-App-Nutzenden, aber 25 Prozent der Shopoholiker getan.
Vor allem Marktplatz- und Händler-Apps sind installiert
Fast alle Befragten, die überhaupt eine Shopping-App installiert haben, nutzen eine Marktplatz-App, also beispielsweise Apps von Amazon , Temu , Otto oder Zalando . 83 Prozent der App-Nutzenden haben eine oder mehrere Marktplatz-Apps im Zugriff auf ihrem Smartphone installiert.Das werbemäßige Dauertrommeln von Einzelhändlern wie Lidl , Rewe oder Netto , doch die konzerneigene App zu installieren, hat sich mittlerweile ausgezahlt. Immerhin knapp drei Viertel der befragten App-Nutzenden hat sich eine Einzelhändler-App installiert.
Rabattangebote im Laden und der Trend zum E-Rezept hat dazu geführt, dass Apotheken und Drogerien wie Rossmann , Shop-Apotheke und DM ebenfalls hohe Installationsraten haben. Über 60 Prozent der Befragten haben eine solche App installiert.
Reichweite und Nutzung der von uns untersuchten einzelnen Apps sind natürlich deutlich geringer als die jeweilige Branchen-Reichweite. Mit einer durchschnittlichen installierten Reichweite von 32 Prozent liegen hier durchschnittlich die Marktplatz-Apps ganz vorne.
Dieser Durchschnitt wird vor allem durch die Amazon-App nach oben getrieben, die auf immerhin 64 Prozent der deutschen Smartphones zu finden ist. Die Apps von Rossmann , Ebay und Lidl sind mit jeweils rund 45 Prozent Installationsrate ebenfalls bei überdurchschnittlich vielen Bundesdeutschen im Einsatz, weswegen Pharma-Apps und Einzelhandels-Apps ebenfalls hohe durchschnittliche Installationsraten haben.
Marktplatz, Handels- und Pharma-Apps werden am meisten genutzt
Interessant: In den drei Branchen Marktplatz, Handel und Pharma ist auch der durchschnittliche App-Nutzungsindex am höchsten. Einzelhandels-, Marktplatz- und Pharma-Apps werden also nicht nur am häufigsten installiert von allen Shopping-Apps. Apps aus diesen drei Genres werden gleichzeitig am häufigsten benutzt.
Auch die Shopping-Apps in den Branchen Parfüm, Tierbedarf und Mode verfügen über einen überdurchschnittlichen Kaufindex. Der liegt über alle Apps hinweg durchschnittlich bei 1,9. Nutzungsindex und Kaufindex werden von uns berechnet, indem wir jeder Angabe von "habe über die App gesucht" und "habe über die App gekauft" einen Wert zuweisen - je aktueller die jeweilige Aktion ist, umso höher der Wert. Nutzungsindex und Kaufindex können zwischen den Werten 0 und 6 liegen, wobei höhere Zahlen einen besseren Index bedeuten.
Nutzende der Apps von Möbel-, Accessoires- und Elektronik-Unternehmen haben umgekehrt die geringste Veranlassung, auf den Kauf-Buttons zu drücken, selbst wenn sie die Apps häufiger nutzen.
Amazon, Rossmann und Ebay führen bei der App-Reichweite
Knapp zwei Drittel der Deutschen haben die Amazon-App auf ihrem Smartphone installiert. Damit hat die App des ECommerce-Marktführers rund ein Drittel höhere Reichweite als sämtliche anderen von uns abgefragten ECommerce-Apps.Deutlich dahinter - mit jeweils rund 45 Prozent Reichweite - liegen Rossmann, Ebay und Lidl. Trotz deutlich niedrigerem Marktplatz-Umsatz (900 Millionen gegenüber 30 Milliarden) schafft es Ebay, zumindest bei der App-Reichweite in Verfolger-Distanz zu bleiben. Der Billigchinese Temu profitiert von seinem enorm hohen Werbedruck und hat es in kurzer Zeit geschafft, auf immerhin schon 30 Prozent der deutschen Handys mit seiner App präsent zu sein.
Im Segment der Drogerien und Apotheken deklassiert Rossmann die Konkurrenz von Shop-Apotheke und DM deutlich, die in unserer Befragung mit 30 beziehungsweise 27 Prozent auf deutlich niedrigere Reichweiten kommen.
Mit Lidl, Rewe und Netto schaffen es drei Lebensmittelhändler in die Reichweiten-Top15. Hier zahlt sich offensichtlich der hohe Werbedruck sowie die am POS beworbenen Rabattangebote aus.
Die kompletten Daten der App-Studie 2025 zum Herunterladen verfügbar
Für die App-Studie 2025 haben wir die Deutschen gestützt abgefragt, welche Shopping-Apps sie installiert haben und wie sie diese dann auch nutzen. Dafür haben wir allen Umfrageteilnehmenden eine Liste von Onlineshops vorgelegt. Ausgewählt haben wir dafür aus dem Ranking der größten deutschen Onlineshops die umsatzstärksten Shops der jeweiligen Kategorie, die auch über eine Shopping-App in den einschlägigen App-Stores verfügen.
Den kompletten Datensatz zur 'App-Studie 2025' können Sie ab sofort für 99 Euro beziehen. Sie erhalten die komplette Studie inklusive sämtlicher Originaldaten als XLS-Datei. Enthält über 37.000 Einzelauswertungen der Nutzung von 65 Shopping-Apps aus zehn Branchen. Mit dem Kauf des Datensatzes erhalten Sie zusätzlich den Zugriff auf sämtliche elf Auswertungsanalysen inklusiver aller 28 Charts.
