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Trend: SEO wird für Video-Werbung "die große Herausforderung"
21.04.2008 Die Online-Marketer sind aktuell so aufgeregt, wie seit der Einführung der animierten Gifs nicht mehr. Video-Werbung ist für viele Werbetreibende im Netz das Medium der Zukunft. Die Prognosen überschlagen sich. Mehrere Studien zeigen, woran Online-Markter in Zukunft noch arbeiten müssen.
Allein in Europa soll der Anteil der Spendings für Video-Ads von aktuell 200 Millionen US-Dollar auf 2,4 Milliarden US-Dollar in Jahr 2012. Dies prognostiziert die Marktstudie Online Video Advertising: Focus on the UK, France and Germany des US-Branchenblattes eMarketer . In den USA rechnen die Analysten nur mit einem Volumen von 2,1 Milliarden US-Dollar. Absoluter Spitzenreiter werde aber Asien sein. Nach den Berechnungen der Studienmacher beläuft sich das Volumen der Werbespendings zukünftig auf 3,3 Milliarden US-Dollar.
Unterstützt wird diese Prognose durch die Analysen des Nielsen Media Research . Nach Ausweis dieser Studie stiegen die Werbeausgaben für Video-Ads im zweiten Halbjahr 2007 um 228 Prozent auf 3,92 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres gaben die deutschen Marketer gerade einmal 1,19 Millionen Euro für Bewegtbild-Werbung aus.
Und das Geld scheint gut angelegt, meint eine dritte Studie, diesmal vom IBM Institute für Business Value in Zusammenarbeit mit dem Webanalyse-Dienstleister Zoomerang : Nach ihr geben 71 Prozent der über 18-Jährigen Internetnutzer in Deutschland an, Online-Videos zu schauen.
Video-Ads werden in Deutschland aktuell noch verstärkt im Bereich der Imagewerbung und bei Branding-Maßnahmen eingesetzt, weiß beispielsweise Ralf Haberic , Marketingleiter D/A/CH von Webanalyse-Anbieter Nedstat . Jedoch seien bereits Werbungen im Bewegtbild zu sehen, über die der direkte Abverkauf eines Produkts oder einer Dienstleistung möglich ist. Wichtig sei hierfür, dass der Kanal 'Online Video Werbung' von den Nutzern gelernt und akzeptiert werde. Zudem sei es unerlässlich, den gesamten Prozess eines Kunden verfolgen zu können. Jeder Webseiten-Betreiber wolle genau wissen, wie viel das Video zur Bestellung beigetragen hat. "Der ideale Weg ist also: der Besucher kommt auf die Website, sieht sich das neue (Produkt-)Video an, geht aus dem Video heraus direkt zu den Produktseiten, wählt das beworbene Produkt, legt es in den Warenkorb und schließt diese Bestellung ab."
"Und der Erfolg gibt der Kommunikation durch Online Videos recht", erklärt Haberich gegenüber iBusiness. "Die Konversion ist bei Werbung in Online Videos teilweise bis zu 800 Prozent größer als bei herkömmlichen Bannern oder Pop-Ups."
Da der technische Aufwand beim Video-Tracking gegen Null gehe, sei eine der nächsten "großen Herausforderungengegen Videos in suchmaschinenoptimierter Form einzusetzen", ist sich Haberich sicher. Und natürlich hätten Google & Co. hier ein großes Interesse, vor allem die eigenen Suchergebnisse relevant darstellen zu können. "Eine suchoptimierte Darstellung von Videos ist jedoch noch nicht ausgereift. Wesentlicher Bestandteil wird sein, die Inhalte des Videos entsprechend 'aufzuschlüsseln', um bei Suchmaschinen auch hier die begehrten ersten Plätze zu bekommen", zeigt er die momentanen Grenzen der Video-Werbung auf.
Für Wolfhart Fröhlich von MIVA Deutschland wird sich diese Grenze allerdings schon bald verschieben: "Mit mehr Indexierbarkeit von Video-, Audio- und Bildinhalten wird auch das Suchmaschinen-Marketing in diesen Umfeldern möglich", so Fröhlich.
