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Darknet: Der Krieg um den Rohstoff 'Daten'

26.11.2012 Immer größere Datenmengen im Web werden dem systematischen Zugriff der Suchmaschinen entzogen. Das hat technische, aber auch politische Gründe: Vielen ist an einem dunklen Web gelegen. Ein Krieg um Wissen tobt, der die Freiheit des Webs bedroht.

 (Bild: Reporter ohne Grenzen)
Bild: Reporter ohne Grenzen
Die dunkle Seite des Webs wird stärker - das ist ungesund, nicht nur für die Meinungsfreiheit (Bild: Jonny Ekholm/grappl.deviantart.com)
Bild: Jonny Ekholm/grappl.deviantart.com
Bild: Jonny Ekholm/grappl.deviantart.com unter Creative Commons Lizenz by-sa
Die dunkle Seite des Webs wird stärker - das ist ungesund, nicht nur für die Meinungsfreiheit

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Google findet eben doch nicht alles. Auch wenn Nutzer die Suchmaschine als Tor zum Internet, als allwissendes Interface wahrnehmen: Google eröffnet nur den Zugriff auf einen Teil des im Web gespeicherten Wissens - und der Zugriff, den die Suchmaschine erlaubt, wird sich auf einen immer kleiner werdenden Anteil reduzieren. Immer mehr verschwindet in einem dunklen Web (auch: Deep Web  , Hidden Web oder Invisible Web).

Das hat technische, ökonomische und politische Ursachen - und führt dazu, dass es zwar immer mehr Daten gibt - dies aber nicht notwendigerweise für alle. Die Verfügbarkeit über den Rohstoff Daten konzentriert sich immer mehr auf weniger Akteure. Diese Verknappung bedroht zum einen die Freiheit des Webs. Und sie unterminiert die Grundstruktur des Internets als einem weltweiten, verbindenden Netz. Die Konsequenzen werden nahezu alle spüren:
  • Marken und Unternehmen werden für Daten mehr bezahlen müssen und in größerer Abhängigkeit zu den Händlern der Informationen stehen.
  • Bürger - und nicht nur die in autoritären Staaten - werden immer seltener den vollen Zugriff auf das im Web gespeicherte Wissen haben.
  • Das Web ist immer weniger ein einheitliches, verbundenes Welt-Netz, sondern eine Ansammlung an unverbundenen, isolierten Dateninseln, unter denen eine Kommunikation gar nicht oder nur schwierig möglich ist.
Dieses wachsende, dunkle Web ist ebenso ein Mysterium wie die dunkle Materie. Und ebenso mächtig: Studien zu seinen Ausmaßen stammen nach Internet-Maßstäben aus der frühen Kreidezeit. Sie gehen aber davon aus, dass das unsichtbare dunkle Web vielfach größer ist als das allgemein zugängliche Web: So kommt die elf Jahre alte Bergmann-Studie   zu dem Ergebnis, das dunkle Web mache ein 400- bis 500-faches des sichtbaren Webs aus. Ein Wert, der seitdem noch deutlich gestiegen sein dürfte.

Wieso Suchmaschinen immer weniger vom Web finden

Dass immer größere Teile des Internets in einem Dunkel verschwinden, das sich dem Suchmaschinen-Zugriff entzieht, hat drei Hauptursachen.
  1. Technische Grenzen

    Das weltweite Datenaufkommen wächst in einem Maße, das die Fähigkeiten von Suchalgorithmen übersteigt. Wollte Google den kompletten Datenbestand des Internets durchsuchen, käme sein Crawler zum Erliegen, weil er sich buchstäblich überheben würde.
    Die Datenberge, die sich im Internet erheben und die Datenmassen, die neu dazu kommen, haben längst das menschliche Fassungsvermögen überstiegen: 2016 wird das jährliche Datenaufkommen die Zetabyte-Grenze durchbrechen. Damit würden 2016 über 1.300.000.000.000.000.000.000 Byte an Internet-Traffic anfallen. So viel Daten passen auf 328 Milliarden DVDs - aufeinander gestapelt würden sie 393.000 Kilometer ergeben, ein Stapel, der höher wäre als die Mondumlaufbahn. Parallel dazu wächst die Anzahl der im Internet vorhandenen Domains weiter rasant an: Im Juli 2012 waren allein über 15 Millionen Webseiten mit der deutschen Top-Level-Domain .de registriert.
Entwicklung der Anzahl von Internetseiten mit .de-Endung
Entwicklung der Anzahl von Internetseiten mit .de-Endung (Grafik: Denic) Quelle: http://www.denic.de/fileadmin/public/stats/de-dom-linear.PNG

  1. Ökonomische Interessen

    Immer größere Areale im Netz sind abgeschottete Bereiche. Dazu zählen etwa Walled Gardens wie die sozialen Netzwerke, deren Inhalte nicht von Suchmaschinen erfasst werden können oder die hinter Registrierungen und Paywalls verborgenen Bereiche von Informationsportalen, Nachrichtenseiten und Archiven. Allein Facebook   zählt über eine Milliarde aktive Nutzer, die dort Inhalte produzieren, die sich dem Suchmaschinenzugriff entziehen. Ähnliches gilt für geschlossene Ökosysteme, die als eigene Sperrbezirke im Netz funktionieren: Hinter den Logins bei Apple  , Google, Amazon   und Co. bewegen sich die Nutzer in isolierten Bereichen, die von außen nicht erfasst werden können und mehr noch: den Zugriff auf die restliche Web-Welt da draußen als nicht wünschenswert unterbinden: Ein Kindle-Nutzer kann nicht auf jeden beliebigen EBook-Shop zugreifen, ein Nutzer von Apple-Endgeräten seine Apps nicht auf ein Android-Handy mitnehmen oder von einem Android-Handy aus bei Apples iTunes shoppen. Das Internet verinselt sich hier unter dem Vorzeichen von Geschäftsmodellen: Amazon hat ein Software-Geschäftsmodell und will seinen E-Reader durch den Verkauf elektronischer Bücher amortisieren, sperrt also den Zugriff auf andere Inhalte. Apple hat ein Hardware-Geschäftsmodell und will Nutzer an seine Endgeräte binden. Diese Verinselung von Online-Content im Web spiegelt sich im globalen Maßstab auf politischer Ebene.
  2. Politische Interessen

    Die Sperren von Online-Inhalten oder die Blockade der Kommunikationsinfrastrukturen sozialer Netze sind nahezu schon ein altbewährtes Mittel autoritärer Regime im Kampf gegen ihre Bürger. Neue Qualitäten werden bei der Weite der Ambitionen erreicht, die Regime entfalten, um das Internet als freiheitlich-demokratisches Instrument zu beschneiden. Während sich Russland noch mit dem Aussortieren unerwünschter Inhalte begnügt, baut China eine monströse Firewall um das nationale Internet - und der Iran erwägt gar ein eigenes, nationales Internet als autonome Einheit. Damit würden nicht nur Teileinheiten im Web von der Bildfläche der Durchsuchbarkeit verschwinden, sondern gleich ganze Nationen.
Staaten mit unfreiem Web und solche, die dazu tendieren
Staaten mit unfreiem Web und solche, die dazu tendieren (Grafik: Reporter ohne Grenzen) Quelle: http://www.reporter-ohne-grenzen.de/fileadmin/rte/pics/Pressemitteilungen/120312_Internetbericht_2012_eng.pdf


Doch die Bestrebungen, das Internet einzudunkeln, den Bestandteil unauffindbarer Daten zu erhöhen, ist kein Privileg autoritärer Regime. Das können Demokraten auch. So steht im Dezember die Weltkonferenz zur internationalen Telekommunikation   an. Sie will die internationalen Vorschriften und Reglements, nach denen internationale Telefonate abgewickelt werden, um Spielregeln für das Internet erweitern. Die Forderungen einiger Teilnehmer-Staaten kommen dem Ende eines freien Internets gleich, zeigt ein Brandbrief von Google gegen die ITU  :
  • Kontrolle und Regulierung des Internets innerhalb der eigenen Ländergrenzen
  • Einsicht in private Inhalte wie etwa die Texte von E-Mails
  • Das Erheben von Gebühren für die Kommunikation über Ländergrenzen hinweg (betrifft vor allem internationale Konzerne wie Google und Facebook, die mehr dafür zahlen müssten, damit ihre Dienste international nutzbar bleiben)
  • Vergabe von Domains durch die UN (bedeutet: die Abschaffung und Quasi-Verstaatlichung der privat geführten Domain-Vergabeorganisation ICANN  )
  • Content-Regulierung zur Spam-Bekämpfung durch die EU

Auch grundsätzlich erfüllt die Konferenz nicht die Erwartungen an Transparenz und Demokratie, die bei ihrem Gegenstand angeraten wäre. Verfahren zur Bürger-Mitbestimmung sind nicht vorgesehen, Informationen über die deutsche Delegation bei der Konferenz sind kaum verfügbar.

Gegenbewegungen: Wie das Web um seine Freiheit kämpft

Ähnlich wie autoritäre Bestrebungen auf politischer Ebene so rufen auch Unterdrückungs- und Zensurpläne für das Web Gegenbewegungen auf den Plan, die der Verdunklung des Online-Informationsbestandes entgegenwirken.
  • Das Internetportal WCITLeaks   hat sich im Vorfeld der Weltkonferenz zur internationalen Telekommunikation gegründet, um dem Mangel an Transparenz entgegenzuwirken. Es listet etwa die von den Delegationen eingereichten Dokumente und machte so den russischen Vorschlag zur staatlichen EMail-Einsicht publik.
  • Google startete im Vorfeld der Konferenz eine Kampagne   für die Freiheit des Internets, die die Bedeutung und möglichen Konsequenzen der Konferenz illustriert. Wer jeden idealistischen Einfluss dahinter negiert und Googles Engagement einzig auf die Furcht vor steigenden Netzgebühren zurückführt, dürfte nur teilweise den Antrieb des Suchmaschinenriesen begreifen.
  • Die Webseite Blocked in Iran   macht für Nutzer außerhalb des Irans transparent, welches Ausmaß die Zensur dort erreicht, indem sie prüfbar macht, welche Webseiten im Iran blockiert sind.
  • Psiphon   ist eine Internet-Tarnkappe, mit der Nutzer ihre Datenspuren verwischen können. Das hat nicht nur eine gewisse Sicherheit vor staatlichem Tracking zur Folge. Es bewirkt auch, dass unerreichbare Seiten plötzlich wieder verfügbar sind. Denn die Anfragen nach unerwünschten Internetseiten werden an staatlichen Zensurbehörden vorbeigeleitet und kommen von unauffälligen, ausländischen Servern.
  • Nicht an der politischen, aber an der technischen Dimension des dunklen Webs arbeiten Spezialsuchmaschinen, die auch in abgeschotteten Bereichen funktionieren, indem sie sich dort einloggen und die Inhalte scannen. Scirus   ist eine solche, für die wissenschaftliche Recherche in Datenbanken konzipierte Suchmaschine. Weitgehend unbekannt existieren mehrere solcher Dienste, doch mangels Interesse sind bereits einige von ihnen wieder offline oder eröffnen nur den statischen Zugriff auf einen veralteten Datenbestand.



Es zeigt sich, dass solche Gegenbewegungen einen schwierigen Kampf führen. Besonders auf politischem Gebiet findet jede Gegenbewegung ihre Gegen-Gegenbewegung: In Syrien benutzt der Geheimdienst das soziale Netz, um sich anbahnende Proteste nachzuvollziehen und an Namen der Oppositionellen zu gelangen - um sie zu verhaften, zu foltern und umzubringen. Das Medium der Freiheit und Revolution wird zum Mittel der Gegenrevolution. Doch die digitale Gegenrevolution geht noch darüber hinaus, indem regierungstreue Sockenpuppen die Netze infiltrieren. Die unter falschen Identitäten auftretenden, staatstreuen Nutzer pusten Pro-Regime-Propaganda in die Streams. Oder sie gehen noch perfider vor und unterwandern im virtuellen Gewand des oppositionellen Nutzers Protest-Gruppen, um Erkenntnisse über sie zu gewinnen.

Auch Inhaftierten gewaltsam Login-Daten abzupressen gehört längst zum Werkzeugkasten der Geheimdienste: Als angebliche Regimegegner betreiben die Regierungsagenten das Profil dann weiter, um die Gruppen als Informationsquellen für sich anzuzapfen.

So wird der Kampf gegen das dunkle Web zu einem Wettrüsten: Auf der einen Seite stehen private wie staatliche Institutionen mit einem Interesse an der Blockade des freien Wissensstroms. Auf der anderen Seite Nutzer, Blogger und Aktivisten. Ein Nutzer, der sein iPhone jailbreakt, um an nicht autorisierte Apps zu gelangen, tut im Grunde unter harmloserem Vorzeichen das gleiche, wie ein Rebell gegen Internetzensur: Er bedient sich technischer Mittel, um die von einer übergeordneten Einheit auferlegten Grenzen zu durchbrechen.

Für das dunkle Web gibt es verschiedene Zukunftsszenarien, je nachdem wie sich die technischen, ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen verändern und gegenseitig beeinflussen.

Vier Szenarien zur Zukunft des dunklen Webs

Best-Case-Szenarien
Worst-Case-Szenarien
Aktiv
20%
Best-Case-Szenario

Erleuchtung des Dunkel-Webs

Es findet eine technisch-idealistisch getriebene Erleuchtung des sich verdunkelnden Webs statt: Es gibt neuartige Algorithmen und extreme Fortschritte bei den Big-Data-Analysetools. Damit können Suchmaschinen deutlich größere Anteile des globalen Datenaufkommens erfassen und auffindbar machen. Ökosysteme wie etwa Facebook und Apple öffnen sich und lassen die Suchmaschinen Licht hinter ihre Mauern werfen. Zudem findet eine nationenübergreifende Solidarität mit den Opfern von staatlicher Unterdrückung statt - NGOs und selbst Konzerne wie Google oder Facebook - helfen Menschen in autoritären Regimen freien Zugang zum Web zu erhalten. Das Phänomen des dunklen Webs wird so in einem technischen und moralisch getriebenen Demokratisierungsprozess sowohl auf ökonomischer als auch politischer Ebene ausgemerzt. Die Welt und ihre Politiker lernen, dass das Internet nicht böse ist - das WWW etabliert sich als das verbindende Element einer neuen Welt.

Aktiv
30%
Worst-Case-Szenario

Der ewige Kampf

Auf wirtschaftlicher Ebene versuchen Konzerne wie Apple und Facebook die Walled Gardens des Internets weiter auszubauen und Kunden in deren Mauern einzusperren. Politisch versuchen immer mehr Staaten das Gleiche: Sie sperren unerwünschte Informationen aus und blockieren das unerwünschte Wissen sowohl für die Bürger innerhalb der Landesgrenzen als auch für Zugriffe von außen. Das Internet zerfällt in immer mehr fragmentierte Teile, die sich dem Licht der Suche und des freien Zugangs verschließen. Auf ökonomischer Ebene tobt ebenso wie auf politischer Ebene ein Kampf gegen das Dunkel-Web fort: Technologien wie Anti-Zensur- oder Verschleierungssoftwares werden die technologischen Träger einer in die Unendlichkeit ausgedehnten Rebellion. Ökonomisch betrachtet jammern die Kunden zwar über Facebooks Datenklau und Apples Fesselungsstrategien - de facto rebelliert aber nur eine Minorität. Das versetzt die Inhaber proprietärer Systeme in die Lage, ihre Daten teuer an Marken und Unternehmen zu verkaufen, die immer abhängiger werden: Denn auch größere Anteile des Datenvolumens durchsuchbar zu machen, lässt sich technisch nicht bewerkstelligen, der Anteil des dunklen Webs wächst.

Passiv
40 %
Best-Case-Szenario

Die proprietären Social-Media-Inseln

Proprietäre Systeme setzen sich grundsätzlich nicht durch, da das Prinzip des Einsperrens dem menschlichen Freiheitsdrang zuwiderläuft. Es kommt nicht zu einer von oben wie unten ausgelösten Reform des Webs, wie im Szenario "Erleuchtung des Dunkel-Webs". Was passiert ist eine schleichende Ausmendelung: Politische Regime beugen sich allmählich der Einsicht, dass virtuelle Gefängnisse unmöglich sind, dass sich das World Wide Web nicht aus dem eigenen Land heraussperren lässt. Auf ökonomischer Ebene laufen immer mehr Nutzer zu Systemen über, die offener sind als die der Konkurrenz: Apple verliert mit seinem Ökosystem an Boden. Anders sieht es dort aus, wo der Nutzer unter sich sein möchte und Abgrenzung als Definitionsmerkmal begreift: In sozialen Medien wie Facebook finden proprietäre Systeme ihre Inseln - hier versteckt sich der Nutzer gerne vor den Algorithmen und der totalen Durchsuchbarkeit.

Passiv
10%
Worst-Case-Szenario

Niederlage der Erleuchter

Die Herrschaft der proprietären Systeme bricht an: Der Iran bekommt als erster sein eigenes Internet, dann China - irgendwann zieht auch die EU in Teilen nach. Die demokratischen Staaten beginnen bei den konsensunerwünschten Inhalten wie Kinderpornografie und terroristischen Bastelanleitungen mit einer Filterung des Webs, die immer weiter ausgedehnt wird. Die Zahl der unauffindbaren Inhalte, der online unerreichbaren Länder wächst. Das Internet wird noch deutlich stärker als im Szenario "Der ewige Kampf" eine fragmentierte, unverbundene Entität: Jede politische Organisationseinheit erhält ihr eigenes Web. Parallel dazu wird das Dunkel-Web immer größer, weil mit der Abwesenheit einer nationenübergreifenden Suchmaschine die alles überschauende Einheit fehlt. Für transnational operierende Webkonzerne wie Google oder Facebook wird die Vernetzung der gesamten Welt immer komplizierter, da der Einfluss der Regierungen und die Kontrolle der von den Internetkonzernen verteilten Inhalte steigt. Sie beugen sich dem Druck.

Thema: Darknet: Der Krieg um den Rohstoff 'Daten'

Kommentar von Sebastian Halm

Das Web findet einen Weg

Dass Suchmaschinen nicht mehr jeden Datenberg bezwingen ist eine Sache. Wissen absichtlich ins Dunkel zu verbannen eine andere, aussichtslose.

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Zu: Das dunkle Web: Der Krieg um den Rohstoff 'Daten'

Was im Artikel "Technische Grenzen" genannt wird, sind nicht nur solche, sondern auch psysiologische und psychologische. Teilen Sie doch mal die genannten 1.300.000.000.000.000.000.000 Bytes auf die Weltbevölkerung auf... 10 Nullen streichen für 10 Milliarden Menschen, bleiben immer noch 130 GByte Daten pro Person weltweit - unterschiedliche, individuelle Daten. Es dürfte schwierig sein, solche Bestände in einer normalen Lebenszeit überhaupt irgendwie, auch komprimiert oder aggregiert, zur Kenntnis zu nehmen. Insofern ist das "Dark Web" vernünftig.

Was nicht heißt, dass die Analyse der politischen und wirtschaftlichen Interessen falsch ist, im Gegenteil.
kein Bild hochgeladen
Von: Walter Claassen ,  Claassen Info Data
Am: 26.11.2012

Zu: Das dunkle Web: Der Krieg um den Rohstoff 'Daten'

Das ist - mit Verlaub - ein für iBusiness ungewöhnlich alarmistischer Artikel - "alarmistisch" in einem durchaus negativen Sinne: grosse schwarze Informationslöcher werden beschworen und die Freiheit des Internet wird in ebenso grosser Gefahr gesehen. Information ist der Rohstoff für Wissen, und es ist eine - weit verbreitete - Illusion, dass alle Informationen immer kostenlos sein müssen. Ein Hauch von jugendlichem "ich will alles und sofort" weht durch diesen Artikel. Und - nebenbei gefragt - wie passt das "Gejammer" zu der Paywall von iBusiness? Abschliessend noch ein "kleinkarierter" Hinweis: Es sind derzeit rund 15 Millionen de-Domains registriert. Die sind sicher nicht alle aktiv, also gibt es vermutlich weniger als 15 Millionen de-Web-Sites, hoffentlich aber deutlich mehr als 15 Millionen de-Web-Seiten.
Walter Claassen
cla(at)claassen-info-data.de
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