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Interaktiv-Trends 2019/2020 (11): PWAs - Das Ende der Mobil/Desktop-Trennung
28.12.2018 Progressive Web Apps sind zum einen ein wichtiger technischer Trend, zum anderen zeigt die geräteübergreifende Mischung aus App und Webseite eines: Homepages werden die Festungen der Marke bleiben.
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Analog mit der Aufhebung einer technischen Trennung zwischen Webseite, Mobilseite und App wird die technische Trennung zwischen verschiedenen Formen von Webseiten enden. Alles wird eins: Homepage, Blog, Shop - alles ist in der künftigen Betrachtung nur noch 'die Webseite'. Ein guter Blog hat den gleichen Wert und Anspruch wie die Firmenhomepage und verschmilzt mit dem Shop: Statt in Web- und Mobilformaten werden Marken und Marketer in Content-Welten denken.
Doch PWAs sind nur der Ausgangspunkt einer Aufhebung des klassischen Prinzips, Webpräsenzen und -inhalte als mobil, Desktop oder App zu klassifizieren. Die Homepage wird mehr und mehr geräte- und interface-agnostischer Inhaltsspeicher: Contents für die Auffindbarkeit in Sprachassistenten werden auf der Homepage hinterlegt. Das bedeutet, ein Teil der Webpräsenz fungiert als eine Art Content-Speicher für Voice Search: Man wird dann die FAQs auf Voice Search optimieren und dann über ein Tool wie DialogFlow für Alexa und Siri exportieren. Vorausgesetzt, dass sich der Voice-Trend durchsetzt. Aktuell sieht es eher so aus, als würden lediglich basale Fragen über Voice Interfaces gelöst werden - Alexa-, Google-Home- und Siri-Commerce werden im E-Commerce eher eine Form von Nischenshopping bleiben.
Die Homepage mag also technischer und inhaltlicher Transformation unterworfen sein, unerschüttert bleibt indes ihre hohe Bedeutung für die Marke - diese Rolle wird eher noch prominenter werden. Nachdem die großen Internetkonzerne versucht haben, Marken ihrer eigenen Homepage abspenstig zu machen, haben Marken nun unter Fehlern erkannt, dass das nicht aus reiner Freundlichkeit geschah. All die Fan-Seiten in Social Media, die mit allen Services des Google-Universums verknüpfbaren Plus-Präsenzen oder Facebooks innerhalb des Netzwerks gehostete Newsartikel - all das war ein großer Versuch, den Content vampirhaft aus den Marken herauszusaugen.
Vor diesem Hintergrund ist jede Marke schlecht beraten, wenn sie sich statt auf eine Homepage auf die Präsenz in den Walled Gardens eines Großkonzerns verlässt. Man begibt sich nicht allein in Abhängigkeit - hinzu kommen unkalkulierbare Risiken. Hier sind Ereignisse zu nennen wie etwa die Abschaltung von Google Plus, Facebooks Datenskandal und vor allem Facebooks gnadenloses Massaker an mühsam aufgebauter Markenreichweite qua Algorithmus-Update: Die Großen agieren mit gnadenloser Konsequenz und schalten Features ab, sobald sie dem Geschäftsmodell nicht mehr dienen. Und so ist es konsequent, dass manche Agenturen einen klaren Shift in den Aufträgen feststellen - ein Abschied von Social Media findet zugunsten des Ausbaus der eigenen Homepage statt. Und diese wird 2019/2020 zunehmend im Gewand der PWA daherkommen.
