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ECommerce-Studie: Verbraucher verabschieden sich von der virtuellen Schnäppchenjagd
14.12.2006 Convenience statt Geiz-ist-geil-Jagd: Wie eine aktuelle Verbraucherbefragung zeigt, shoppen immer mehr Internetnutzer vor allem aus Bequemlichkeit im Netz. An Bedeutung verliert dagegen die virtuelle Schnäppchenjagd. Gut für Onlineshop-Betreiber: Denn anstatt über den Preis können sich Internethändler künftig zunehmend über Social-Commerce-Features differenzieren.
Laut der Studie spielt der Preis gerade bei Konsumenten, die überdurchschnittlich häufig im Internet einkaufen, nur noch eine untergeordnete Rolle. Rund ein Viertel der befragten Online-Shopper geben an, das Internet viel lieber "zum gemütlichen, bequemen und ungestörten Einkauf von zu hause aus" zu nutzen. In einer ähnlichen Verbraucherbefragung von Nextpractice vor sieben Monaten hatten noch deutlich weniger als ein Viertel der befragten Onlineshopper Wert auf Bequemlichkeit und Erlebniserfahrung beim Internet-Einkauf gelegt. "Internetnutzer gieren beim Online-Shopping zunehmend nach Differenzierung und Emotionalisierung", erklärt Kruse gegenüber der iBusiness-Redaktion.
Dass eine wachsende Gruppe beim Online-Bummel Convenience bevorzugt, ist laut Nextpractice gerade für kleine Shopbetreiber eine Chance, die im Preis-Dumping mit den großen Playern nicht mithalten können. Kruse: "Angesichts des sich ändernden Wertesystems der Kunden bieten sich jetzt die Chance, mit dem Fluch der Discountmentalität zu brechen.". Gerade kleine Onlin-Shopbetreiber sollten seiner Einschätzung nach daher jetzt eine "emotionale Erlebniswelt" mit Social-Commerce- und Web-2.0-Features aufbauen, "statt weiterhin dem Preisargument hinterherzulaufen".
Nextpractice hat im Herbst über 103 Verbraucher in Tiefeninterviews zu ihrem Einkaufsverhalten im Internet befragt.
