Jetzt zum Webinar anmelden
November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk
35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.
Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.
Alle Inhalte im November kostenlosRegistrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.
Umsätze im deutschen Online-Handel erreichen neue Spitzenwerte
29.10.2007 Laut einer aktuellen Studie geben deutsche Internetnutzer in diesem Jahr soviel Geld für Waren im Internet aus wie nie zuvor. Von diesem Wachstum profitieren in erster Linie klassische Versandhändler, die immer mehr Umsatz online generieren. Überraschend: An reinen Online-Shopbetreiber geht das Wachstum der Branche ein wenig vorbei.
Nach Warengruppen betrachtet wird im Internet in diesem Jahr mit rund 3,9 Milliarden Euro das meiste Geld für Bekleidung, Textilien und Schuhe ausgegeben. Das sind rund 40 Prozent mehr Umsatz als noch 2006 (Vorjahr: 2,8 Milliarden Euro). Ebenfalls beliebt mit einem Umsatzvolumen von zwei Milliarden Euro sind Bild- und Tonträger (Vorjahr: 1,8 Milliarden Euro) sowie Unterhaltungselektronik mit rund 1,2 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,4 Milliarden Euro).
Spitzenreiter beim Onlinehandel sind Multi-Channel-Versender, die ihre Waren per Katalog und Internet anbieten. Sie legen im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent zu und erreichen einen reinen Online-Umsatz von 4,2 Milliarden Euro. An zweiter Stelle folgen Ebay-Powerseller mit rund 2,5 Millarden Euro Online-Umsatz (Vorjahr: 1,99 Milliarden Euro). Reine Online-Versender kommen auf 2,4 Milliarden Euro Umsatz. Im Vorjahr lag dieser Wert noch 2,5 Milliarden Euro. Während also klassische Versandhändler im Internet immer mehr Umsatz machen, ist das Geschäft bei reinen Online-Shops leicht rückläufig.
48 Prozent (Vorjahr: 44 Prozent) aller Versandhandelsaufträge werden inzwischen im Schnitt online aufgegeben. Dabei nutzen auch Frauen den Computer immer stärker zum virtuellen Einkaufsbummel. Bei den von ihnen genutzten Bestellwegen hat das Internet inzwischen einen Anteil von 39 Prozent (Vorjahr: 34 Prozent). 50 bis 59-Jährige geben ihre Bestellungen bereits zu 39 Prozent am PC auf (Vorjahr: 34 Prozent). Bei der Altersgruppe ab 60 Jahre erfolgt bereits nahezu jede sechste Bestellung (15 Prozent) online (Vorjahr: 12 Prozent).
Ein erheblicher Teil der Internet-Bestellungen wird der Studie nach aber nach wie vor über den klassischen Katalog angestoßen. Denn fragt man die Internetbesteller, ob sie sich vor ihrer Onlinebestellung im Katalog des jeweiligen Versenders informiert haben, antworten 73 Prozent mit einem 'Ja'. "Der gedruckte Katalog wurde vor einigen Jahren zu Unrecht tot gesagt", freut sich Thomas Lipke , Vorsitzender des Ausschusses E-Commerce im BVH. "Der Katalog ist und bleibt beliebtes Nachschlagewerk."
Neben klassischen Waren kaufen deutsche Internetnutzer auch gerne digitale Dienstleistungen ein. Für rund 5,9 Milliarden Euro werden in diesem Jahr unter anderem Downloads oder Online-Tickets im Internet geordert. Addiert man diese Dienstleistungsumsätze mit den Online-Warenumsätzen des Versandhandels
(10,9 Milliarden Euro), so ergibt sich daraus eine Gesamtsumme der deutschen Online-Shopping-Umsätze von rund 16,8 Milliarden Euro.
