Unsichtbare Marktpotenziale mit Kaufkraftdaten erschließen Jetzt zum Webinar anmelden
Eigene Daten zeigen oft nur einen Teil des Bildes. Erfahren Sie, wie Kaufkraft-, Markt- und Regionaldaten zusätzliche Perspektiven auf Kunden, Regionen und Standorte eröffnen. Anhand konkreter Praxisbeispiele lernen Sie, wie sich bislang verborgene Marktpotenziale erkennen und gezielter nutzen lassen.
Jetzt zum Webinar anmelden
Expert-Talk: GEO-PR: "Es geht um Relevanz in KI-Systemen" Video-Podcast ansehen
Wer in ChatGPT, Gemini oder Perplexity sichtbar sein will, darf sich nicht auf die eigene Website verlassen. Denn KI-Systeme prüfen, was andere über eine Marke sagen - auf Fachportalen, Bewertungsplattformen, Vergleichsseiten, Reddit oder YouTube. Hier setzt GEO-PR an. Video-Podcast ansehen

November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk

35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.

Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.

Alle Inhalte im November kostenlos
Heute frei lesen. Morgen nichts verpassen.

Registrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.

Das Newsletter-Abo erhalten Sie im Rahmen der kostenlosen Registrierung.

Abruf exklusiv für Premium-Mitglieder

Adblocker: Strategien für den Umgang mit Web-Schnorrern

15.12.2015 Onlinepublisher haben es ohnehin nicht leicht und nun verderben auch noch Adblocker das Geschäft. 25 Prozent des Traffics werden einfach gefiltert. iBusiness hat analysiert, ob es eine gute Idee ist, die Schnorrer einfach auszusperren - oder ob das Problem tiefer sitzt.

Der Lack ist ab: Onlinewerbung wirkt nicht besonders gut - da hilft es auch nichts, noch mehr Werbung einzublenden (Bild: Erich Ferdinand / flickr)
Bild: Erich Ferdinand / flickr
Bild: Erich Ferdinand / flickr unter Creative Commons Lizenz by-sa
Der Lack ist ab: Onlinewerbung wirkt nicht besonders gut - da hilft es auch nichts, noch mehr Werbung einzublenden

HANDLUNGSRELEVANZ

 
Operativ
Strategisch
Visionär
Technik
Medien
Wirtschaft
 
heute
morgen
übermorgen
Die iBusiness-Handlungsmatrix zeigt, wie langfristig die vorgestellten Aufgaben angegangen werden müssen.
Was zu tun ist:
Heute: Bedeutung der Banner-Einnahmen für Portal analysieren
Morgen: Alternative Revenue Streams - Services, Paid etc - testen
Übermorgen: Mehr-Revenuekanalstrategie entwerfen
Nichts macht das Dilemma der Online-Werbung offensichtlicher, als der aktuelle Wettstreit zwischen den Online-Angeboten von Bild   und Focus  . Während das Axel-Springer-Produkt öffentlichkeitswirksam Adblocker-Nutzer von seinem Angebot aussperrt, setzten die Burda-Leute auf eine gegensätzliche Strategie und konnten nach AGOF-Hochrechnung kräftig auf 19,52 Millionen Unique User wachsen und damit Bild - die bisher unangefochtene Nummer 1 - im September 2015 erstmals um 350.000 Nutzer übertrumpfen.

Auch wenn es die beiden Widersacher vermutlich gar nicht darauf angelegt haben, spiegelt sich in den konträren Strategien doch das derzeitige Adblocker-Dilemma gut wieder: Soll man Adblocker-Nutzer durch Verbote erziehen? Oder einfach auf Wachstum setzen und mit Gratis-Inhalten ködern (zur Not auch jenseits von jeglicher Qualitätsschmerzgrenze), um die Reichweitenverluste zu kompensieren?

Eine ganze Branche rätselt, wie sie mit Nutzern umgehen soll, die
  • erst jede Art von Bezahlinhalten scheitern lassen,
  • und anschließend auch noch das Ausspielen von Online-Werbung blockiert.
Einigkeit herrscht derzeit nur in der Frage, dass das Problem nicht zu unterschätzen ist. Jeder vierte Surfer soll aktuellen Studien zufolge mit aktivierten Adblockern unterwegs sein. Beim IT-Portal heise.de   sind es nach eigenen Angeben sogar rund die Hälfte der Besucher. Sicher: Aufgrund der speziellen Zielgruppe dürfte es sich auf Heise um die Nerd-Vorreiterspitze eines Eisbergs handeln, an der jede herkömmliche Publishing-Strategie zerschellt.

Denn selbst ein Rückgang des vermarktbaren Werbeinventars von lediglich zehn bis zwanzig Prozent dürfte für die meisten Publisher dauerhaft schwer zu verkraften sein. Schließlich sind die Bannerpreise ohnehin schon seit Jahren im Tiefflug und die meisten redaktionellen Angebote im Internet sind darum kaum profitabel. In einer Umfrage der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers   glaubt gar mehr als die Hälfte der Befragten Onlinemarketing-Experten, dass durch die sinkenden Werbeeinnahmen Arbeitsplätze verloren gehen (siehe iBusiness: Düstere Prognose für den Werbemarkt) und Bezahlmodelle im Internet zunnehmen werden.

Insofern ist der Ärger über die Werbeverweigerer verständlich. Umso mehr, als ein Unternehmen wie Ad Blocker Plus-Entwickler Eyeo   nicht nur das Geschäftsmodell der Verleger beschädigt, sondern auch noch selbst Profit daraus schlägt. Das macht mehr als nur einen Verleger wütend.

Trotzdem muss man sich ganz unemotional der Frage nächern, ob es zielführend ist, Adblocker-Nutzer vom eigenen Angebot auszuschließen. Sind Adblocker überhaupt das Problem? Oder sind sie Ausdruck eines viel größeren Problemkomplexes? Fünf Thesen:

Die große Mehrheit der Unternehmen will ihre Ausgaben in diesem Bereich im kommenden Jahr steigern - nur klassische Onlinewerbung verliert unterm Strich
Die große Mehrheit der Unternehmen will ihre Ausgaben in diesem Bereich im kommenden Jahr steigern - nur klassische Onlinewerbung verliert unterm Strich (Grafik: Bitkom) Quelle: https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Unternehmen-sprechen-Kunden-verst%C3%A4rkt-im-Netz-an.html

1. Die Werbe-Inflation kommt nicht von ungefähr.

Die Werbemüdigkeit der Websurfer kommt nicht von ungefähr. Seit Jahrzehnten kämpft die Publisher-Branche damit, dass sich journalistische Angebote über Online-Werbung nicht finanzieren lassen. Die Preise im Display-Marketing erreichen kein kostendeckendes Niveau. Diese Erkenntnis führte zunächst zum Versuch, flächendeckend Paid-Content und Bezahlschranken einzuführen. Nachdem diese Experimente jedoch scheiterten oder zumindest keine schnellen Erfolge brachten, antworteten die Publisher mit einer Werbeplatz-Inflation. Ergebnis:

  • Auf einer durchschnittlichen Artikelseite von Spiegel-Online gibt es inzwischen zwölf(!) Werbeplätze.
  • Die Werbepreise stabilisierten sich erst recht nicht.
  • Die Wirkung des einzelnen Banners sinken weiter, womit sich der Kreis schließt.

2. Banner-ADHS ist selbstreferenziell.

Die Banner-Flut führte aber auch zu einem Phänomen, das als "Banner-Blindness" ins Online-Marketing einging. Immer weniger Nutzer nehmen die unzähligen Werbeschaltungen überhaupt noch wahr. In der Folge hat sich eine Art spezielle ADHS entwickelt: Ein Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom, das Werber durch Hyperaktivität und Störung kompensieren wollen. Banner-ADHS hat zu besonders nervenden Werbeformen geführt und verstärkt sich damit:

Gängige Werbeformen und ihre ADHS-Symptome

Werbeform Störfaktor
Großformatige In-Ad-Videos Beanspruchen lange Ladezeiten
Content-Ads Stören den Text
Animierte Layer Ads Unterbrechen den Lesefluss massiv, erfordern Klick
Interstitials Unterbrechen den Seitenwechsel, erfordern Klick
Re-Targeting- und Re-Marketing-Banner Verfolgen den Nutzer auf entlegene Webseites
In-Text-Advertising Macht selbst vor dem Artikeltext nicht halt
Native-Avertising Tarnt Werbung als Content
Klickoptimierte Artikelstrecken und Bildergalerien Erhöhen AdImpressions und stören die Lesefreundlichkeit
Pre-Roll-Ads 60-Sekunden-Videos erhalten einen 30-Sekunden-Pre-Roll


3. Nähe nervt.

Online-Marketing tritt mit dem Versprechen an, Werbung relevant zu machen. Dahinter steckt der feste Glaube, dass Werbung nicht störend sein muss. Der Nutzer kann auch Interesse an den Herstellerinformationen haben. Es ist lediglich eine Frage der Aussteuerung, ob Reklame falsche Nutzer erreicht (und nervt) oder die richtigen (die sehnsüchtig auf die neueste Produktinformation warten). Je individueller und persönlicher die Werbemedien werden, desto besser kann der Nutzer angesprochen werden.

Je näher dem Individuum (Mitte) ein Medium kommt, desto weniger will es darauf Werbung finden, desto höher muss die Relevanz sein: Plakate können alles verkünden, beim Wearable nimmt es Störungen übel.
Je näher dem Individuum (Mitte) ein Medium kommt, desto weniger will es darauf Werbung finden, desto höher muss die Relevanz sein: Plakate können alles verkünden, beim Wearable nimmt es Störungen übel. (Grafik: HighText Verlag)
Diese These entpuppt sich als großer Irrtum. Wie der Relevanz-Radar zeigt, ist genau das Gegenteil der Fall: Je größer die physische Entfernung eines Mediums zum Nutzer ist, desto mehr Botschaften akzeptiert dieser und desto geringer sind die Anforderungen an die Relevanz. Die größtmögliche Akzeptanz von Werbung ergibt sich aus der Distanz des Mediums und der Option, sie zu ignorieren. Die geringste Akzeptanz erhält Werbung, wenn der Nutzer nicht oder nur schlecht ausweichen kann. Auf einem persönlichen Medium zu werben wird daher nicht leichter, sondern schwerer.

4. Relevanz ist eine Lüge.

Umgekehrt erhält der Werbungtreibende natürlich Nutzersignale, mit denen er seine Anzeigen relevanter gestalten kann. Zum Beispiel beim Re-Targeting. Der Händler weiß genau, für welche Produkte sich der Kunde interessiert und kann diese bewerben. Einer von zehn Interessenten kann so doch noch zum Kauf gebracht werden - unzweifelhaft ein Erfolg. Oder doch nicht?

Tatsächlich ist Re-Targeting ein schönes Beispiel für die Relevanzlüge. Denn 9 von 10 Kunden hatten ja einen sehr guten Grund, als sie das Produkt nicht kauften. Es war zu teuer, eine wichtige Eigenschaft fehlte oder es wurde schon anderweitig beschafft. Das Produkt scheidet aus. Punkt.

Re-Targeting bedeutet also zunächst in den allermeisten Fällen das Wichtigste aller Nutzersignale zu ignorieren. Dieses lautete: "Ich will dieses Produkt nicht kaufen". Dies ist der Grund, weshalb Re-Targeting in den allermeisten unrelevant ist und nervt. Das haben Sie vielleicht auch schon selbst festgestellt.

Akkumuliert man die verschiedenen Sichtbarkeitsverluste, so ergibt sich ein desaströses Bild. Selbst bei positiven Annahmen wird nur etwas mehr als ein Zehntel der Bannereinblendungen tatsächlich gesehen.
Akkumuliert man die verschiedenen Sichtbarkeitsverluste, so ergibt sich ein desaströses Bild. Selbst bei positiven Annahmen wird nur etwas mehr als ein Zehntel der Bannereinblendungen tatsächlich gesehen. (Grafik: Hightext Verlag)

5. Reichweite ist ein teurer Irrglaube.

Rechnerisch betrachtet kommen nur elf Prozent der Ad Impressions überhaupt beim Nutzer an - der Rest geht unterwegs drauf wegen technischer Fehler, Fraud, besagten Adblockern und weiteren Unsichtbarkeitsproblemen drauf. Diese unsichtbaren Ads bescheren Advertisern dieses Jahr ein 1,5-Milliarden-Euro-Problem, wie iBusiness errechnet hat. In der Folge bröckelt das Vertrauen der Advertiser in das Medium.

Unterm Strich wird diese Problematik die Leistungswerte - und damit das Preisniveau - von Online-Bannern erneut schwächen. Der bisherigen Logik folgend führen günstigere Preise erneut zu einem größerem Angebot und mehr Banner-ADHS. Wodurch Beachtung und Relevanz nicht weiter steigen sondern erneut sinken.

Ausweg aus dem Adblocker-Teufelskreis

Display-Advertising steckt also in einem klassischen Teufelskreis. Geringe Preise führen zu inflationärer Verbreitung. Inflationäre Verbreitung führt zu Wirkungsabnutzung. Schlechte Wirkung führt zu Stör-Formaten. Dadurch sinkt die Akzeptanz. Sinkende Aktzeptanz führt zu sinkenden Preisen und so weiter und so fort.

Die Adblockern-Verbreitung ist in dieser Betrachtung Ausdruck und Eskalationsstufe der "sinkende Nutzerakzeptanz" und Teil eines Problemkomplexes. Der bisherigen Logik folgend sind zwei mögliche Reaktionen denkbar: Der Publisher kontert entweder - wie bei Bild.de - mit einer Anti-Adblocker-Strategie. Oder er erhöht - wie Focus.de - die Zahl der Ad-Impressions durch Click-Baiting und zusätzliches Werbeinventar, um den Verlust an AIs auszugleichen.

  • Anti-Adblocker-Stragie
    Die Strategie eröffnet ein Wettrüsten: Adblocker-Anbieter versuchen ihre Software zu verschleiern. Content-Anbieter versuchen Adblocker zu erkennen. Es entsteht ein Hase-und-Igel-Spiel, das bekanntermaßen selten ein natürliches Ende findet.

    Betriebswirtschaftlich steht der Verlierer aber schon fest: Der Content-Anbieter wird selbst im besten Fall weniger AdImpressions als vorher ausspielen. Wenn er sich durchsetzt, hat er mit einigem Kostenaufwand einen Teil seiner Nutzer erfolgreich ausgesperrt und muss auf diese AdImpressions verzichten. Setzt er sich nicht durch, verzichtet er ebenfalls auf diese AdImpressions, hat allerdings auch weniger Kosten zu tragen. Mit dieser Strategie ist immerhin eines sichergestellt: Der Publisher wird verlieren. Es bleibt lediglich die Frage, ob er mit der Anti-Adblocker-Strategie weniger AdImpressions verliert als ohne.

  • Reichweiten-Strategie
    Bei dieser Strategie versucht der Publisher die Zahl der Werbeplätze beziehungsweise die Zahl der Seitenaufrufe so zu erhöhen, dass er die Verluste wieder wettmacht. Außerdem kann er versuchen durch trickreiche Werbeformate (etwa Native Advertising) einige Online-Banner am Adblocker vorbeizuschleusen.

    Auf diese Weise hat der Publisher immerhin die theoretische Möglichkeit zu gewinnen. Er kann unter Umständen weiterhin Werbung an die Adblocker-Nutzer ausliefern und die restlichen Verluste durch Wachstum kompensieren. In der Praxis wird diese Strategie aber höchstwahrscheinlich in die oben geschilderte Entwertungsspirale führen, da eine kleinere Zahl von Nutzern eine größere Zahl von Anzeigen sehen soll. Dadurch würde einerseits der Preisverfall weiter angetrieben, andererseits die Nutzer in die Arme der Adblocking-Anbieter getrieben.

Unterm Strich stellen also beide Strategien keine befriedigende Lösung für die derzeitige Krise im Display-Markting dar. Publisher müssen komplett umdenken.

Eine volkswirtschaftliche Frage

Der steigende Einsatz von Adblockern stellt keine neue Qualität dar. Es handelt sich lediglich um eine Verschärfung der bisherigen Werbekrise - ein zutiefst marktwirtschaftlicher Aspekt. Letztlich ist dies eine Folge davon, dass der Online-Werbemarkt den freien Kräften des Marktes überlassen ist. 30-Sekunden-Pre-Rolls vor einem 60-Sekunden-Video-Clip wären in einem regulierten Werbemarkt (etwa im Fernsehen) gar nicht möglich. Die Publisher blenden derzeit also genau soviel Werbung ein, wie sie selbst für richtig erachten. Wenn sie die Anwender dabei überstrapazieren, wird ihnen die Rechnung präsentiert. Das ist nicht unfair. Denn ein freier Markt kann sich nur selbst regulieren, wenn allen Seiten gleich starke Mittel zur Verfügung stehen.

Marktwirtschaftlich betrachtet wäre die einzig richtige Antwort, den Einsatz von Werbung so wenig störend zu zu gestalten, dass die Anwender die "Kosten" (in Form von Aufwand) für die Installation eines Adblockers höher als den Nutzen bewerten. Dann hätte das Medium seinen Preis gefunden.

Allerdings kann ein einzelnes Unternehmen diese Verhandlung nicht wahrnehmen. Betriebswirtschaftlich ist es in einer solchen Situation kaum möglich, den ersten Schritt zu tun und einseitig Werbung zu begrenzen. Der Unternehmer würde die Lasten des Marktes (in Form von Adblocker-Nutzern und Werbe-Inflation) genauso wie zuvor tragen, aber selbst weniger Inventar verkaufen.

Eine Regulierung des Werbemarktes ist daher eine Aufgabe, die nur übergreifend erfolgen kann. Das kann entweder der Markt selbst erledigen. Dann müssen Publisher begreifen, dass der Einsatz von Adblockern und Anti-Tracking-Lösungen eben auch eine Reaktion des freien Marktes auf aggressives Tracking und störende Werbeformate ist.

Eine andere Möglichkeit wäre, eine Regulierung herbeizuführen, wie sie beispielsweise auch für Fernseh-, Radiowerbung - und mit Einschränkungen - auch für Print-Anzeigen gilt. Letzteres scheint nur auf den ersten Blick unwahrscheinlich. Denn es ist zu vermuten, dass sich viele Adblocker-Nutzern eher am Tracking stören als an der schieren Anzahl der Werbebanner. Und der Bereich Datenschutz, Privacy und Tracking bietet tatsächlich noch viel gesellschaftlichen Gesprächsbedarf.
Thema: Adblocker: Strategien für den Umgang mit Web-Schnorrern

Kommentar von Dominik Grollmann

Edward Snowden ist schuld!

Sie halten Adblocker-Nutzer für lästige Zecken, die sich durchs Web schnorren? Überlegen Sie einen Moment, ob Adblocking-Nutzer nicht einfach nur den Finger in eine große Wunde legen.

Weiterlesen
Dominik Grollmann, iBusiness-Analyst (Dominik Grollmann)
Bild: Dominik Grollmann
Neuer Kommentar  Kommentare:
kein Bild hochgeladen
Von: Robert Blanck ,  BILD digital GmbH & Co KG
Am: 15.12.2015

Zu: Adblocker: Strategien für den Umgang mit Web-Schnorrern

[Betriebswirtschaftlich steht der Verlierer aber schon fest: Der Content-Anbieter wird selbst im besten Fall weniger AdImpressions als vorher ausspielen. Wenn er sich durchsetzt, hat er mit einigem Kostenaufwand einen Teil seiner Nutzer erfolgreich ausgesperrt und muss auf diese AdImpressions verzichten. ]
Das ist leider nicht logisch. Warum sind es im besten Fall weniger AdImpressions? In der Annahme haben die Nutzer mit einem Adblocker vorher schon gar keine AdImpressions.
Von:  Dominik Grollmann ,  HighText Verlag OHG
Am: 15.12.2015

Zu: Adblocker: Strategien für den Umgang mit Web-Schnorrern

Sie haben recht, wenn man den Zeitpunkt "Nach Adblocker-Verbreitung" mit dem Zeitpunkt "Nach Adblocker-Blockierung" vergleicht. Bei einem Vergleich mit dem Zeitpunkt "Vor Adblocker-Verbreitung" hat der Publisher aber in jedem Fall verloren. Selbst wenn er das Hase-und-Igel-Spiel gewinnt.
Schreiben Sie Ihre Meinung, Erfahrungen, Anregungen mit oder zu diesem Thema. Ihr Beitrag erscheint an dieser Stelle.
Verwandte Beiträge zu dieser Analyse
alle Veranstaltungen Webcasts zu diesem Thema:
Dienstleister-Verzeichnis Agenturen/Dienstleister zu diesem Thema: