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Google-Strategie: Das Ende des Primats der Vermarktung

04.06.2021 Google verändert sich - und die jüngsten Algorithmen-Änderungen zeigen den Weg so deutlich, wie schon lange nicht. In unserem wöchentlichen Video-Podcast zeigen wir, warum gerade Agenturen und kleinere Anbieter von der Änderung profitieren werden.

Die Teile, aus denen sich Google zusammensetzt, ändern sich. Das ist eine Herausforderung für Publisher und Agenturen gleichermaßen. (Bild: puzzlefactory.pl)
Bild: puzzlefactory.pl
Die Teile, aus denen sich Google zusammensetzt, ändern sich. Das ist eine Herausforderung für Publisher und Agenturen gleichermaßen.

Links haben ausgedient, die 'Nuller-Position' auf Googles Ergebnisseite wird zum heiligen Gral: Google macht Nutzerverhalten zu harten Rankingfaktoren und Verweildauer zur härtesten Währung - Nutzerintentionen verstehen wird SEO-Tugend Nummer eins. Dennoch ist nicht alles beim Alten in der Suchmaschinenoptimierung - und damit sind nicht nur Updates am Algorithmus und die Verschärfung der konsequenten Kundenzentrierung gemeint, die Google   vorantreibt, wie die iBusiness-Analyse 'SEO Trends 2022: Der Nutzer ist der neue Link, sein Wille das Keyword' gezeigt hat.

Der Trend: Wenn man etwa ein mächtiges Hilfswerkzeug wie Content-Marketing als SEO-Tool einsetzt, ging es früher darum, dort Links zu platzieren. Heute dagegen dient SEO nicht mehr alleine nur der Generierung von Traffic, es lässt sich nicht mehr an der Conversion vorbeidenken.

iBusiness-Analyst Sebastian Halm und iBusiness-Herausgeber Joachim Graf sprechen im wöchentlichen Video-Podcast, wer von 'Core Web Vitals' wirklich profitiert, ob Google überhaupt noch Geschäftsmodelle abseits der eigenen zulässt und warum kleinere Publisher mit schlankeren Webseiten und schlaueren Agenturen eher profitieren als große Traffic-Maschinen.



Sie diskutieren die alles entscheidende Frage: "Wie kann ich Googles Komplize dabei werden, Nutzer glücklich zu machen?" Denn wer bei Google sichtbar sein will, muss überlegen, was er tun kann, um den Hunger der Suchmaschinenseite nach Nutzerverweildauer zu stillen. Denn wachsende Bedeutung erhält bei Google die Position Null: Eine Textpassage noch oberhalb des ersten organischen Ergebnisses, die oftmals schon die Frage des Nutzers hinlänglich beurteilt.

Gut für spezialisierte Anbieter: Diese Position Null und ihre Bedeutung weitet Google aus und beantwortet hier immer komplexere Anfragen. Das Ziel ist hier wieder das gleiche: Der Nutzer soll bei Google bleiben und gar nicht erst woandershin klicken müssen. Der Nebeneffekt für Marken ist indes auch nicht zu verachten: Denn Google verlinkt auf die Quelle der Informationen in der Null-Position. In der Sprachsuche via Assistent ist der Branding-Effekt noch stärker, denn hier stellt die Position Null die per Sprachausgabe von Google vorgelesene Antwort - inklusive vorgelesener Quellenangabe (Im Stil von "Laut Webseite XY handelt es sich um..."). Wenn man dort auftaucht, hat das wenig mit Traffic zu tun, aber viel mit Image und Marke - es wird SEOs künftig verstärkt umtreiben - so die zentrale These.

Thema: Google-Strategie: Das Ende des Primats der Vermarktung

Kommentar von Joachim Graf

Puzzle-Teile

Wenn sich die Website aus vielen Werbebannern auf dem Smartphone langsam zusammenpuzzelt - das mag Google gar nicht. Google mag aber vor allem eines: Google.

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 (Michael Poganiatz)
Bild: Michael Poganiatz
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